Königsau: Frank Emmel zählt zu den bekanntesten 100 Frankfurter Köpfen - Ihm ist es zu ruhig im Kellenbachtal- Der Moderator will Ortschef in Königsau werden

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Bericht vom 30. Mai 2012 - Königsau. Frank Emmel zählt zu den bedeutenden 100 Frankfurter Köpfen: Der Frankfurter Bub hat sich schon immer für alles interessiert, was sich im Freien und auf den Volksfestplätzen dreht und bewegt und wo was abgeht. Im beschaulichen Kellenbachtal ist es ihm ein wenig zu ruhig.

Mitte der 1970-er Jahre mit der Eingemeindung von Bergen-Enkheim zu Frankfurt am Main begann sein beruflicher Aufstieg. Bis 1989 war er als Beamter Platzmeister der Mainmetroploe beim Amt für Fremdenverkehr und Kongresswesen, und in dieser Zeit maßgeblich für die Erneuerung und Belebung großer Frankfurter Volksfeste wie Dippemess, Wäldchestag und Mainfest beteiligt. Den Frankfurter Weihnachtsmarkt konnte er in dieser Zeit zu einem der bedeutendsten bundesweit etablieren, und dass ein großer Baum direkt vor dem Römer steht, war allein seine Idee. Nach seiner Frühpensionierung im Jahre 1991 mit 44 Jahren hat Frank Emmel für viele Firmen wie Henninger, Binding oder Possmann „Megaevents“ ausrichten dürfen. Er war einer der wenigen, der mit Stars und Promis auf Du und Du war: „Ich hatte sie alle, Boney M., Roberto Blanco, Heino, Frank Farian“. Allein für den Frankfurter Weihnachtsmarkt hatte er 250.000 D-Mark zur Verfügung, da wurde geklotzt, nicht gekleckert.

So lernte er Hermann Seifert aus „Kingse“ kennen, den größten Keramikhändler im Kellenbachtal. Und dank seiner Mithilfe erlebte auch Königsau berauschende Feste, und war touristisch weit über Landesgrenzen hinaus bekannt. Erntedankfeste wurden gefeiert, Gotthilf Fischer war da. Die bekannte Bandleaderin und Tina Turner Imitatorin Teresa Kästel brachte er seinerzeit mit nach Königsau. Bis heute sagen viele, das Double sei besser als das Original.1985 baute er in der Bergstraße auf einem 3000 Quadratmeter Areal ein Holzhaus im österreichischen Landhausstil. Aus dem ersten Frankfurter Weihnachtsbaum, der aus Norwegen stammte, ist eine Sitzgruppe samt Dach vor seinem Haus entstanden. Bei der Einweihung kam der norwegische Generalkonsul nach Königsau und hatte zehn handsignierte Flaschen Aquavit des norwegischen Königs für die Helfer im Gepäck. Seine Frau Ursula hatte in Bergen-Enkheim ein Friseursaloon und betreibt heute ein mobiles Frisiergeschäft. Das Paar brachte für die Henninger Brauerei im zweitältesten Haus die drittbeste Frankfurter Gastronomie auf Vordermann und schaffte es in der Gourmetzeitschrift „Frankfurt geht aus“ aufs Siegerpodest.

Erinnerungen werden wach; - gerade jetzt, wo im Nachbarort Gehlweiler Tausende zu Edgar Reitz „Heimat IV“ pilgern: „Das Tal muss lebendiger werden“, sinniert der Mittsechziger und will all seine Erfahrungen aus Jahrzehnten in die Wagschale werfen. Frank Emmel will sich um das Amt des Bürgermeisters von Königsau bewerben um etwas zu bewegen, um anderen Wind und frische Ideen „ins Tal“ zu bringen, Jugend- und Seniorentage sollten selbstverständlich sein, ein Gemeindehaus müsse genutzt und mit Leben erfüllt werden.

Touristisch und vereinsmäßig müsste vieles koordinierter laufen, aber viele Hunsrücker resignieren und sagen nur „kann net sinn“. Unruhig sprüht er voller realistischer Visionen, schlägt einen Rufbus wie im Taunus vor, und will nicht im Wehklagen „über das sterbende Tal, über Landflucht, fortrennende Jugend und Immobilienentwertung“, im Gegenteil: „Von nix kommt nix, Stillstand ist Rückschritt“, sagt er. „Königsau, du Perle im Kellenbachtal“ liegt fix und fertig produziert auf CD in der Schublade. Das Königsauer Mädchen Jenniffer Kae ist ganz dick im Geschäft, auch Börsenexperte Frank Lehmann vom Hessischen Rundfunk „kommt sofort auf Anruf, dass hier im Tal einmal was los ist, nennt er schlummernde Potentiale. Bernd Hey.

>>> Weitere Infos: www.100 Frankfurter Köpfe. Noch immer ist Frank Emmel umtriebig, Promotions-Stratege für Possmann, und hat schon mehrfach Kirner Kindergärten das Äpfelkeltern gezeigt. Frank Emmel ist neues Mitglied im Förderverein Kirner Krankenhaus und moderiert erneut wie schon vor fünf Jahren am 29. Juli die Veranstaltung der Hellberg-Jagdhornbläsergruppe in Hochstädten am Haus Horbach anlässlich ihres 30.Geburtstages.-hey-


Frank Emmel in Königsau

Er will OB in Königsau werden