Kirner Landbier kommt - Gewerbeinitiative -GiK- kostete Gestensaft

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-BILDER UNTEN- 11 Sorten Bier braut die Kirner Privatbrauerei. Seit 2010 präsentiert sie sich bewusst regional: Das Hauptabsatzgebiet liege „rund 60, 70 Kilometer um den Schornstein“, so Geschäftsführer Peter Dietz. Nach dem Verkaufsstart des neuen Kirner Radler im Juni 2010 - Slogan „Eine Region - Ein Radler“ - gibt es von den Brauern aus der Kallenfelser Straße ein weiteres Bekenntnis zur Naheregionalität: Für „Kirner Landbier“ war am 12. April 2011Braubeginn. Das neue Kirner Landbier tritt in die Fußstapfen des Kirner Pur, das damit neu im Markt positioniert werden soll, schildert Dietz. Und Marketingstratege Friedrich Wilhelm ergänzt: „Es gibt eine klare Veränderung in der Rezeptur - und nicht nur ein neues Etikett.“ Das Kirner Landbier bleibe ein naturtrübes Pils, sei etwas dunkler und kräftiger, aber weniger gehopft, erläutert das Duo: „Ein schönes Landbier mit süffigem Charakter“. Die „Initialzündung“ sei durch die Zusammenarbeit mit der Bäckerinnung Rhein-Nahe-Hunsrück gekommen. Die Bäcker an der Nahe und im Hunsrück um Obermeister Alfred Wenz aus Bundenbach wollen passend zum neuen Kirner Landbier  ein leckeres Landbierbrot in den regionalen Bäckerstuben anbieten und dies über die Produktschiene „Soo-Nahe“ vermarkten. Wilhelm: „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Das Kirner Landbier ist das Bier aus unserem Land.“ Übrigens: Beim geplanten Landbierbrot werde bei der Wasserschüttung ein Großteil des Wassers durch Kirner Landbier ersetzt.„Durch das Backen verschwindet der Alkohol“, beugt Peter Dietz Missverständnissen vor. Allerdings werde der Geschmack des neuen Brotes wesentlich durch den Bieranteil beeinflusst sein, ist der Geschäftsführer der Kirner Privatbrauerei überzeugt - nämlich schön kräftig und herzhaft. Friedrich Wilhelm sieht in der Kooperation dreier starker Partner - SooNahe, Bäckerinnung und Brauerei - mit Blick in die Zukunft weitere Chancen und Verzahnungsmöglichkeiten, selbst hat die Kirner eine Kooperation mit Schwollener Sprudel für den Radler. Beim Rundgang wurde ausdrücklich der Wunsch nach einem „anderen kirner“ deutlich. Manchen Biertrinkern ist  auch das Kirner Pils zu herb. Kirner Landbier soll nach den Worten von Marketingstrategen Friedrich Wilhelm (Bad Sobernheim) mit der Rezeptur des Kirner Landbieres ausschließlich mit Malz aus heimischer Gerste gebraut werden. „Gebraut aus heimischer Gerste“, ein Werbespruch von Kirner, den Geschäftsführer Peter Dietz noch aus Kindertagen her kennt, und der an einem Monzinger Silo an der B 41 prangt ...

LEXIKON Brauereibesichtigung und Fotos unten: Deutsches Bier wird seit 1516 nach dem Deutschen Reinheitsgebot, eigentlich das Älteste bestehende Lebensmittelschutzgesetz der Welt, gebraut. Der Bierverbrauch geht kontinuierlich auf 107 Liter pro Jahr und Einwohner zurück. Bier kann zwischen 0,5 und 42 Volumen-Prozente Alkohol enthalten. Im Sudhaus riecht es nach warmem Sud und Hopfen, den die Kirner aus der Hallertau erhalten. In Kirn können 32.000 Flaschen in der Stunde abgefüllt werden. Damit das Bier schaumfrei läuft, bemüht man sich eines Physikalischen Geheimnisses, indem man die Flaschen mit C0² befüllt: „Vorspannen“ heißt das im Brauerjargon. Früher rechnete man zur Herstellung von 1 Liter Bier mit 12 Liter Wasserverbrauch. Die Kirner Brauerei bezieht ihr Wasser aus dem Limbacher Wasserschutzgebiet über die VG-Kirn-Land, Wirtschaftszweig Gruppenwasserwerk und hat noch Brauchwasserrechte aus dem Hahnenbach. 24 Gesellschafter hat die Kirner Privatbrauerei. Mit der 100prozentigen Vertriebstochter NGS (Nahe-Getränke-Service) werden um die 60 in der Brauerei und weitere 40 in der NGS = gesamt 100 Mitarbeiter 2011 beschäftigt. Obergärig oder Untergärig? Die Hefe macht den Unterschied.Unsere Bilder zeigen Ilona Schlarb von der Sparkasse Rhein-Nahe beim zapfen und Mitglieder der Gewerbeinitiative Kirner Land bei der Betriebsbesichtigung. –wir berichten noch-