First Responder ist kreisweit einmalig- DRK`ler werben um Unterstützung!

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Bilder unten: Kirner First Responder-Einheit zieht positive Bilanz  - Aber nicht zum NULLTARIF!

Kirn. Der DRK-Ortsverein Kirn Stadt und Land hat sich kontinuierlich von einer Tätigkeit Sanitätsdienst `light` hin zu einer qualifizierten Bereitschaft mit 19 Einsatzkräften und kreisweit der ersten First Responder Einheit als Pilotprojekt prächtig entwickelt. Davon konnte sich der FDP Stadt- und VG- Amtsverband bei einem Info-Besuch überzeugen. „Vom Rettungsdienst kommt ein positives Feedback, voller Lob klingt das Echo im DRK-Landesverband über First Responder“, berichtete die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Ulrike Böhm aus Hennweiler. Begleitender Arzt ist Dr. Peter Jungblut, Chefarzt am Diakonie-Krankenhaus Kirn, der gemeinsam mit Notärzten und Einsatzkräften in monatlichen Qualitätszirkeln eine genaue Auswertung vornimmt. Klare Aussage des Mediziners, der logistische Prämissen erklärte und über den Tellerrand Richtung Meisenheim und Kusel schaute: „Wir in Kirn können uns mit First Responder glücklich schätzen. Die Stadt Kirn, Kommunen und Veranstalter vor Ort werden optimal bedient“, sagte er. Denn aus Kirn rücken relativ oft Notärzte kreisübergreifend bis Rhaunen aus. Jungblut nannte Gründe, sah Ärztemangel in der Fläche und eine Verschärfung in Sachen Notarzt vor Ort. Während ein RTW (Rettungswagen) in 15 Minuten vor Ort sein muss, gelte bei Notärzten „schnellstmöglich“.

Fakt ist: Im Ernstfall zählt jede Sekunde: „Innerhalb von 60 Sekunden ist First Responder unterwegs“, sagte der Kirner Bereitschaftsleiter Frank Weger. Ob beim Betriebs- oder Verkehrsunfall, Herzinfarkt, Schlaganfall, oder bei Lkw-Frontalcrashs im Kellenbachtal – neun First Responder Einsatzkräfte stehen bei Alarmierung mit Notfallkoffern und drei Fahrzeugen in Kirn und Hennweiler für eine Erstversorgung des Patienten bis zum Eintreffen eines Rettungswagens oder eines Notarztes bereit. First Responder Kirn ist als Bindeglied ganz nah am lebensrettenden Dienst und wird bei Notfällen zur Erstversorgung alarmiert, wenn Notarzt und Rettungswagen durch einen anderen Einsatz gebunden sind, um diesen „therapiefreien Intervall“, jene Zeit bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes, abzudecken. First Responder bedeutet Ersthelfer. Aber: „Die Finanzierung muss dauerhaft gewährleistet sein“, die Notwendigkeit bei 23 Einsätzen in wenigen Monaten stehe außer Frage, war allgemeiner Tenor. Bernd Hey.

IM FOKUS: Seit Start des Pilotprojektes am 25. März 2011 stehen als Erfolgsbilanz 23 Einsätze, 12 im Stadtgebiet Kirn und elf in der VG Kirn-Land zu Buche. First Responder unterliegt dem Landes- Brand- und Katastrophenschutzgesetz. Die Stadt Kirn zahlt einmalig für dieses Jahr 1000 Euro, die VG Kirn-Land nichts und wartet zu, wie sich das Pilotprojekt entwickelt. Alle Helfer sind ehrenamtlich aktiv, Kosten werden derzeit noch komplett vom DRK Ortsverein Kirn und Kirn-Land übernommen. Ab 1. Januar sollen Kirn und die VG-Kirn-Land vertraglich je 2000 Euro (für Kosten, Sprit, etc.) beisteuern. Zudem muss für ein Fahrzeug zwingend ein EKG ableitender Defibrilator angeschafft werden: Kosten: 3.500 Euro. „Wir hoffen natürlich auf Spenden, dass wir nicht vergessen werden!“, äußerte Frank Weger gegenüber FDP-Vorsitzenden und Kreistagsmitglied Thomas Bursian und wünschte sich Unterstützung.

 


Frank Weger Kirn / Ulrike Böhm Hennweiler

Unfall bei Otzweiler mit tödlichem Ausgang

DRK Kirn Bereitschaft / Kiesel

Die FDP informierte sich