2 Bärweiler-Windräder 2016 befeuern Goldgräberstimmung auf Schwarzenberg

Kategorie: VG Sobernheim, Limbach, Allgemein, Lokale News an Nahe und Glan, Lifestyle

 

Fotos unten Textende: Bärweiler. Drehen sich ab 1. Juli schon die beiden Windräder auf Bärweiler Gemarkung? Und werden es die einzigen Windenergieanlagen („WEA“) bleiben? Dies beschäftigt derzeit hinter verschlossenen Türen die Gemeinderäte, während bei Grundstückseigentümern aufgrund reger Nachfrage unbestritten wieder so etwas wie Goldgräberstimmung herrscht.

Nachdem seitens der VG Bad Sobernheim für einen Flächennutzungsplan („FNP“) ein Aufstellungsbeschluss bereits gefasst ist, könnten im Bereich Kirschroth / Limbach / Bärweiler auf dem „Schwarzenberg“ in Sichtweite zu den ein Kilometer entfernten vier Lauschieder Windräder weitere WEA gebaut werden, falls der Rote Milan nicht mehr seine Kreise zieht. Jedenfalls laufen WEA-Betreiber in den drei Orten bei Gemeinderäten und Grundstückseigentümern die Türen ein und versuchen, die Gemeinden gegeneinander auszuspielen. (Mehrfach namentlich liegen uns Aussagen vor). Denn; Die Limbacher Höhe, der Schwarzenberg, scheint lukrativ. Ausreichend Wind weht und bei entsprechendem Interesse könnte in einem Jahr der FNP stehen – bekanntlich zählen WEA nach §35 Abs.1 Bau GB zu den privilegierten Bauvorhaben. Nahe den Lauschieder WEA könnte dann auch Bärweiler seine Option nutzen, um auf dortigem Gemeindegrund nahe der Limbacher Gemarkungsgrenze eine WEA aufzustellen.

„Ich weiß offiziell noch nichts – und kann auch keine Aussage treffen“, sagte Kirschroths Ortsbürgermeister Heiko Heß auf Anfrage. Sollten Windräder Thema werden, werde er zu einer Bürgerversammlung einladen. Limbachs Ortschef Alfons Ingenhaag äußerte sich ähnlich und weiß von Anfragen, gerade auch deshalb, weil in der Nähe des zu Limbach gehörenden Welschrötherhof Richtung  Hoppstädten bei Sien das WEA-Prozedere in vollem Gange. „WEA auf Gemeindegrund sind zwingend nötige Einnahmen für die Gemeinde und die Allgemeinheit“, gleichwohl sei die „Zerspargelung“ der Landschaft dem Tourismus abträglich und noch bei der Mehrheit der Bevölkerung unerwünscht, dachte Ingenhaag laut nach. Aber: Dies könnte sich Mitte des Jahres schlagartig ändern, wenn die 200 Meter hohen WEA neuester Generation auf Bärweiler Grund laufen. Sehen wird man sie – und auch die Lauschieder Räder sollen leistungsmäßig „aufgerüstet“ werden. Tourismus südlich der Nahe auf dem „Vierländereck“ Schwarzenberg, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, sei „eher ein Stiefkind, bei dem sich niemand ins Gehege kommt“, sagen Landwirte.


Limbacher Höhe / Schwarzenberg

Rechts könnten Windräder stehen

Die Anlagen bei Lauschied

Ortsgemeinde Bärweiler