Meddersheim: Brand am Wahlsonntag: Schneller Einsatz war notwendig!

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Meddersheim. Sirenengeheul am Wahlsonntagmorgen kurz vor 7 Uhr erschreckte die Bewohner im Weindorf und in den Nachbarorten. In der Flurstraße stand ein großer Geräteschuppen lichterloh in Flammen, da wo früher ein Reitstall war.

Lauschieds früherer Ortsbürgermeister Willi Marx wurde am jüngst 19. Februar 63-jährig aus dem aktiven Feuerwehrdienst entlassen; - gestern Morgen fuhr er seine Frau nach Bad Sobernheim zur Arbeit und entdeckte auf dem Heimweg vis-a-vis dem Meddersheimer Gemeindesaal, der auch Wahllokal ist, in der Flurstraße hellen Rauch. „Ungewöhnlich: Ob um diese Uhrzeit schon jemand grillt?“, dachte er bei sich und sah schon Flammen zündeln. Sofort alarmierte er um 6.52 Uhr die Polizei - und klingelte die Nachbarschaft heraus. Sirenenalarm wurde ausgelöst.

Der direkte Nachbar Werner Hoseus, der im Freilichtmuseum einen Lehrbienenstand betreibt, löschte bis zum schnellen Eintreffen der Bad Sobernheimer Feuerwehr mit dem Gartenschlauch und wies die Wehrleute auf die Bienenkästen hin. Alles blieb ruhig, obwohl es krachte und knallte, weil Eternitplatten des Dachs zerbarsten und in einem lauten Szenario gefährlich durch in die Luft flogen. Durch einen technischen Defekt ließ sich das Tor am Meddersheimer Feuerwehrhaus zunächst nicht öffnen, nacheinander trafen Kirschroth, Monzingen und Bärweiler sowie Bad Sobernheim mit der Drehleiter ein.

Für VG-Wehrleiter Lothar Treßel hatte höchste Priorität, dass die Flammen nicht auf angrenzende Gebäude übersprangen, die Wehrleute gingen aufgrund der brennbaren Stoffe wie Reifen und Maschinen mit Atemschutz vor. Zum Lagergut in der geräumigen Garage zählten auch Holz und Heizmaterialien, Benzinkanister oder mehrere Gas- und Sauerstoffflaschen, die eine große Gefahr darstellten und im Anschluss gekühlt wurden. Es sei schon einmal eingebrochen und teures Werkzeug und Maschinen gestohlen worden, berichtete der Eigentümer Alexander Rothe. Vorsorglich war der DRK-Rettungsdienst sowie Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Hofmann anwesend, die weiteren Ermittlungen übernahm der Dauerdienst der Kriminalpolizei. Um 8.49 Uhr wurde erneut Sirenenalarm wegen Nachbränden in der Weinbaugemeinde ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, konnte die Brandursache bislang nicht abschließend geklärt werden. Es kommt jedoch eine technische Ursache im Zusammenhang mit der Stromversorgung in Betracht.

Die teilweise aus Holz bestehende Wand- und Dachkonstruktion des Schuppens brannte fast vollständig ab, darin gelagerte Gegenstände (Autoreifen, Arbeitsgeräte, Fahrrad) sowie das Dach einer angrenzenden Garage wurden durch den Brand beschädigt. Der Schuppen gehört zu einem Gebäudekomplex mit Scheune und Wohnhaus. Diese Gebäudeteile blieben jedoch unversehrt. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehren der VG-Bad Sobernheim waren mit 49 Kräften im Einsatz.


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