Das Spinnrädchen & Schafwolle fasziniert kleine "Piepmatz"-Kita-Racker und erinnert an Märchenstunde: Wo ist die Spindel? Und: Wie war das mit Dornröschen?

Kategorie: Kreis KH, Nachbarschaft, Lokale News an Nahe und Glan, Kunst und Kultur, Beruf und Handwerk, Schule, Lifestyle

 

Fotos unten- Textende. Grumbach. Alles war anschaulich kindgerecht und informativ vorbereitet, als die Schafswolle und das Sinnen zum Faden das Thema war. In Anlehnung an die Märchen von Rumpelstilzchen oder Dornröschen wurde Ulrike Hey aus Meddersheim mit ihrem Spinnrad im Kindergarten Grumbach vom netten Personal und den Kindern ganz herzlich als eine „gute Fee“ begrüßt und ganz beliebt waren samtweiche Schaffelle. Die kannten die Kinder aus der Wiege oder der Weihnachtskrippe.

Die Kita „Piepmatz“ hat Kapazität für 72 Kinder – momentan besuchen in der Sternen-, der Regenbogen- und der Tigerenten-Gruppe 58 Sprösslinge den Hort; - zurzeit sind alle 40 Ganztagsplätze belegt. Zuordnungsgemeinden sind neben Grumbach, Merzweiler, Hoppstädten, Kappeln und Langweiler auch Unterjeckenbach, Homberg, Herren-Sulzbach, und Hausweiler.

Neben dem laufenden Musikprojekt „Zauberwald“ wollte Kita-Leiterin Korinna Jaki aus Schweinschied den kleinen Rackern quasi in einem Anschauungs-Workshop demonstrieren, wie aus Schafswolle Mützen, Pullover, Handschuhe oder flauschig-kuschelige und farbige Wollsocken werden. Letztere strickte die Homberger Ortsbürgermeisterin Anita Gräser, die mit Heike Schneider aus Merzweiler die Gemeindebücherei in Grumbach betreut und alle sechs Wochen als Lese Omas in die Kita „Piepmatz“ kommen.

„Unsere Kinder sind extrem fit, unglaublich interessiert, wissbegierig und haben eine große Auffassungsgabe, wenn sie von zu Hause berichten, wo alle Omis Hobbys haben, Handarbeiten pflegen, Häkeln, Malen oder Stricken“, erzählte Korinna Jaki. Gemäß dem Bildungskonzept einer vertrauensvollen, kindgerechten Wohlfühlatmosphäre biete man den Kindern die Basis, sich zu entdecken und sich ganzheitlich weiter zu entwickeln, und dabei werden die Bildungsempfehlungen des Landes Rheinland-Pfalz mit einbezogen.

Ein Anruf genügte, und Schwägerin Ulrike Hey aus Meddersheim war Feuer und Flamme. Sie war schon im Odenbacher Kindergarten zu Gast, oder saß mehrfach im Bad Sobernheimer Freilichtmuseum droben vor der Poststelle im Haus Rapperath in der Baugruppe Hunsrück-Nahe mit dem Spinnrädchen. Von dort kam auch größtenteils die Wolle, die teils eingefärbt war.

Für die kleinen Racker war das eine willkommene Abwechslung - die Vorschulkinder stellten jede Menge Fragen über Spindel und Spule. Der Weg von der Schafschur übers Reinigen und Kochen der Wolle, das Kämmen, Färben und Spinnen bis zum Häkeln eines Jäckchens wurde erklärt und dass diese Arbeit früher, als es noch keine Spielekonsole, Handys oder Fernseher gab, an langen Winterabenden oft gemeinsam hinter dem warmen Ofen in der guten Stube erledigt wurde. Die Kinder lauschten gebannt zu, als Korinna Jaki erzählte.


Von der rohen Schafwolle

über das Kochen und Kämmen,

dem Faden durch das

Spinnrädchen zu flauschigen

Strümpfen und Kleidern!