Straßenfeger & Wanderhit: 16.ter "Mittlere Nahe"-Weinwanderweg mit prächtiger Stimmung - 13 Stationen verwöhnten Tausende auf dem Höhenweg

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Fotos ganz unten- Textende. Martinstein / Monzingen / Bad Sobernheim. Tausende strömten zum 16. Weinwanderweg-Fest und pilgerten durch die Weinberge auf dem 13,7 Kilometer langen Weinwanderweg Mittlere Nahe, wo 13 Weingüter sich optimal einladend präsentierten. Dank Wetterglück sah man nur strahlende Gesichter; - auch gegen Regenschauer war die Wanderschar gerüstet und gut vorbereitet.

„Das ist der pure Wahnsinn. Unglaublich viele fröhliche Menschen, mehrsprachig und multikulti – die Herbergen sind ausgebucht. Ein Publikumsmagnet par exzellent fürs ganze Nahetal und eines der schönsten Weinwander-Events überhaupt“, resümierten gegen 15 Uhr aus Meddersheim Michael Engisch und Erich Heiser und waren von der Kulisse am Halenberger Wingertshäuschen am Stand von Ex-Naheweinmajestät Laura Weber schlichtweg überwältigt. 20 Helfer bedienten hier auch Gäste aus Greifswald. Unzählige Grüppchen wie die „Wingertsbritscheler“ oder die Lauschieder „Gänseblümcher“, Cliquen und Vereine in einheitlichen Shirts waren unterwegs: Dutzende Simmertaler warben im positiven Sinne für die achte FWG-Wurstwanderung und das fünfte „ProBier-Tasting“ – Herbert Geiß aus Merxheim machte Reklame für kommenden Chorkonzerte. „Was kann schöner sein, als Spaß, Humor und Nahewein?“ so lautete die Parole einer TG („Trink-Gemeinschaft“) aus Boos und Staudernheim, die den „OB“ Hans Helmich im Schlepptau hatten. Mitten im Wingert verkaufte Senior Horst Herrmann aus Winterburg Wanderstöcke. Teils waren die Wandersleute, die mehrfach die Teilnehmerzahl auf über 5.000 schätzten, auf acht zertifizierten Routen unterwegs – Fernsicht garantiert, auch auf dem neuen Hildegard-Pilgerwanderweg.

Die Vlexx-Züge waren überfüllt – die Verantwortlichen beim Zweckverband hatten erneut verschlafen und waren überfordert, wie Kommentare in den Netzwerken kundtaten. Gegen 10.30 Uhr waren beide Bürgersteige in Martinstein und die Monzinger Straße in Bad Sobernheim voller Menschen: Jeder konnte nach seinem Gusto die Wanderstrecke, den Ein- und Ausstieg selbst bestimmen – dem Busshuttle sei Dank. „Ja, alle vier Busse voll besetzt“, bestätigte Matthias Weyand von Scherer-Reisen gegen 13 Uhr.

700 Meter nach dem Kreisel an der Westtangente war das Steinhardter Weingut  Thomas Michel erste Station, bevor Wanderer und Stammkundschaft Richtung Westen auf der Grenze der Weinlagen Domberg und Marbach beim Weingut Schneider ein traumhaft einladendes Ambiente lobten. Hier waren die Besucher von musealen Handwerksutensilien der Schneiders nach dem Motto „Weinlese anno Dazumal“ angetan. Übrigens wurde an allen Stationen frisch Kulinarisches allererster Güte zubereitet. Von Spundekäs` über hauchdünnen Schinken, Wildspezialitäten, Flammkuchen bis hin zum edlen Lachsteller durfte süffig-frischer Federweißer nicht fehlen: „Herz, was willst du mehr? Der Herbst ist schönste Jahreszeit“, hörte man die fröhliche Wein-Wander-Pilgerschar erzählen und auch die „Buschtrommeln“ und Mund-zu-Mund Propaganda funktionierte: „Unbedingt zu Stand 6 bei Werner Jaeger am Fuchsloch nahe dem Fernsehumsetzer die Hirtenspieße probieren“, rief eine Gäste-Clique aus Gießen um Christel Ulrich aus Simmertal Bekannten zu.

In Nußbaum lud die Meddersheimer Winzergenossenschaft im Harder Weg und das Weingut Manfred Müller im Ort ein. Hier hingen Bildwände aller Wanderungen aus. Nußbaum war neuralgischer Punkt, der Ortskern gesperrt und Umleitungen im Ort mit 20 Kilometer ausgeschildert. Elmar Schauß stand im Monzinger Halenberg und strahlte dank Wetterglück, Holger Alt hatte im Ortskern die Straußwirtschaft etwa in der Hälfte der 13,7 Kilometer langen Strecke geöffnet. Erich Franzmann war „Im Frühlingsplätzchen /Hinter der Nahe“ platziert. „Das Frühlingsplätzchen mit seinen tektonischen Verwerfungen in reizvoller Landschaft mit Blick weit übers Nahetal und seinen Jahrmillionen alten Gesteinsformationen mit verwittertem rotem Schiefer ist VDP-Vorzeigelage. Das hat schon etwas Faszinierendes“ informierte er die Gäste in einer kurzen Atempause. Axel Schramm stand kurz vor Weiler.

Heimspiel hatten Angela und Erhard Lauf am „Gräflich Sponheim`schen Keller von 1752“ mitten in Weiler, wo die Musik spielte, und wo das weiße Leintuch „WWW 2017- ich war dabei!“ nicht fehlen durfte. Zwischen Weiler und Martinstein luden die Weingüter Mario Venter und „Edelberg“ mit Peter und Michael Ebert vom Gonrather Hof etwa 600 Meter Luftlinie vom Martinsteiner Bahnhof zum Verweilen ein.

Lobenswert: Zehn mobile Toilettenhäuschen waren unterwegs aufgestellt, und auch an die Vierbeiner gedacht. Vier Scherer-Reisebusse sorgten beim Weinwanderweg „Mittlere Nahe“ nördlich der B 41 für ein familiäres Wandererlebnis und Genuss ohne Reue. Bernd Hey.

Zu den Fotos: Superstimmung war angesagt: Bei der „Trink-Gemeinschaft“ aus Boos und Staudernheim war „OB“ Hans Helmich mit im Schlepptau - „Wein ist Gold wert“, stand auf ihren Shirts.Nicht fehlen durfte die „Sippe Kutsch“, das Firmen-Bollerwägelchen von Doris Lörsch (Eis Mildenberger aus Kirn). Damit war diese fröhliche Clique unterwegs und malte ein „Herzchen“ für die 16.te WWW. Außerdem: Wanderer soweit das Auge reicht am Wingertshäuschen bei Laura Weber und bei Elmar Schauß in der Weinbergslage Halenberg.


Am Wingertshäschen

Bei Elmar Schauß

Müller in Nußbaum

Booser+Staudernheimer

Weilerer Kids!