Sing&Pray - Gospelchor Grenzenlos gastierte am 2. Advent in Matthiaskirche

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Fotos unten- Textende. Bad Sobernheim. Die evangelische Matthias-Kirche samt Empore war proppenvoll besetzt– erstmals lud der Winzenheimer Gospelchor „Grenzenlos“ als Höhepunkt des musikalischen Jahres zu seinem diesjährigen Abschlusskonzert in die Felkestadt ein und blickte in eine prächtige Publikumskulisse.

Vereins-Vorsitzender Rainer Ubl dankte allen Beteiligten, Licht und Technik, für eine optimale Präsentation und den Gästen fürs Kommen. Die musikalische Leitung des bis zu 70 Sänger zählenden Chors liegt seit seiner Neuformation im Jahr 2000 bei Hans-Jörg Fiehl. Er ist „musikalischer Kopf“, Ideengeber und Arrangeur, Moderator und Motivator. Stimmungsvoll mit Kerzenlicht zog der Chor zum Lied „Beautiful“ in den Altarraum ein, und nach einer emotionalen Ansprache wurde Sangesfreude und mitreißende Leidenschaft hörbar.

„Sing & Pray“ – Mitsingen, klatschen, oder einfach nur zurücklehnen, zwei Stunden lang die Seele baumeln lassen und den Alltagsstress abschütteln, war angesagt. Wörtlich übersetzt steht Gospel für die musikalische Verbreitung des Evangeliums, wo die gute Nachricht des Erlösers Jesus Christus, euphorisch und mit allen Sinnen, verkündet wird; - und wie kein zweiter Chor im Kreis Bad Kreuznach lebt und zelebriert geradezu der Gospelchor „Grenzenlos“ enthusiastisch diese frohe Botschaft, wo Hoffnung und Dankbarkeit ausgedrückt und Kraft getankt werden kann. Ohne die Einflüsse der afro-amerikanischen Musik wäre die heutige Pop-Musik undenkbar – der populäre Musikstil ist schier Motto-gemäß „grenzenlos“. Davon ließen sich die Zuhörer in der Matthiaskirche inspirieren. Eine Begleitband mit dominantem Schlagzeug umrahmte die poppig-rockigen oder vom Blues abgeleiteten Stücke, mehrere brillante Solisten ernteten wahre Beifallsstürme. „Heimspiel“ hatten die beiden Altsängerinnen Nadine Mitschke und Melanie Loch. Sie sagte: „Wir sangen viele neue Lieder und waren aufgeregt, aber am Ende restlos begeistert“.

Herzlichen Applaus als Vorschusslorbeeren erhielt der Chorleiter schon für die Ankündigung, für die Ü-60-Fangemeinde ein eigens Lied komponiert zu haben: „Viele haben Englisch nicht erlernt, kommen aber trotzdem gern zu unseren Konzerten“ – und auch da wurde beim Song „This is my Halleluja - for my King“ der einfache Refrain „la,la,la“ stehend mitgesungen.

Stürmische und packende Begeisterung übertrug sich beim Soul-Klassiker „Put a little Love in your Heart“ oder den eher weltlichen Arrangements wie dem „Halleluja“ in der Leonard Cohen-Version auf die Zuhörer, die mit stehenden Ovationen dankten. Und mit der gefeierten Zugabe von Nena „Wunder gescheh`n“, wurde das restlos begeisterte Publikum am zweiten Advent in die besinnliche Vorweihnachtszeit verabschiedet.