TUS 1862 Kirn wird 150 - Senioren fordern Dreck-Weg-Resolution

Kategorie: Kirn, Lokale News an Nahe und Glan

 

Kirn. -Fotos unten- Der Fußweg von der Turnstraße Richtung Hauptschule Kyrau zwischen Gymnasium und der Turnhalle am Kirner Schwimmbad ist wahrlich kein Aushängeschild. Das ganze Ensemble ist verdreckt und bedarf einer baulichen Auffrischung. Liebend gerne wollten alle aus der anwesenden, fast 50-köpfigen TuS-Familie während der Generalversammlung in der Schimmbad-Gaststätte den beiden  Gymnastikdamen Marianne Bücher und Abteilungsleiterin Antje Gehre eine Resolution unterschreiben. Die Missstände sind bekannt: Während den Pausen benutzen Schüler des Gymnasiums den Platz vor der Turnhalle als Raucherecke, hunderte Kippen überall: „Wessen Kinder machen so einen Dreck?“ entrüsten sich wie Marianne Bücher viele. Zuständigkeiten zwischen Stadt, Kreis und Schule werden hin-und hergeschoben. Ewig kaputte Lampen, gesplitterte Glastüren, Glasscherben auf dem Boden, kaputte Treppenstufen und dazu im Winter überhaupt kein Streu- oder Winterdienst. Für Senioren sei es „ein absoluter Horror, ein Spießrutenlaufen und höchst gefährlich“, zum Übungsraum zu gelangen, äußerten mehrere Übungsleiter. Dies sei für die Stadt beschämend und eine Riesensauerei, hielten sie nicht zurück. Sie hätten schon bei Kommunen und Tageszeitungen Verbesserungsvorschläge und ihr Anliegen vorgebracht, seien freudestrahlend und lächelnd empfangen, und hernach mit Nichtachtung gestraft worden. „So geht das nicht, das ganze ist ein Skandal, wenn man der Jugend nicht ein Mindestmaß Anstand beibringt!“, war allgemeiner Tenor. TuS Vorsitzender Willi Lieser sagte, er habe „schon mehrfach interveniert: Keine acht Tage lang ging`s gut. Ich setze mich für alle Abteilungen ein, aber ich kehre dort nicht die Kippen weg!“, so der Vorsitzende des 1317 Mitglieder zählenden TuS 1862, der 2012 sein 150. Geburtstag feiert. Lieser, der sowieso seit den Querelen mit der Tartanbahn auf Kyrau und dem Gerede ums Ehrenamt Politiker im Kreistag auf dem Kicker hat, weil Worten Taten fehlten, forderte erneut: „Die Politik muss den Sportlern wenigstens die Rahmenbedingungen schaffen“.

Bürgermeister Fritz Wagner darauf angesprochen, versprach, sich darum zu kümmern: „Die Schule ist in der Pflicht und muss konsequent handeln“, das Problem sei bekannt, sagte er unserer Zeitung. Was die Gymnastikdamen „da alles an den Füßen mit in die Turnhalle schleppen“, wollen die Senioren jedenfalls nicht länger dulden.


Sauerei von Gymnasiasten?

Alles kaputt

Tus 1862 wird 150

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