First Responder kreisweit in Kirn & Kirn-Land Pilotprojekt - Ersthelfer topfit

Kategorie: Kreis KH, Lokale News an Nahe und Glan, Blaulicht, Kirn

 

Kirn-Land. -Foto unten anklicken- Jetzt meldete der Kirner DRK-Bereitschaftsleiter Frank Weger erfreut, dass das so genannte First Responder des DRK-Ortsvereins Kirn Stadt und Land von der Rettungsleitstelle Bad Kreuznach in allen Sektoren „eingepflegt“ wurde und damit fester Bestandteil der Alarmierungskette ist. Innerhalb von 105 Sekunden ist First Responder unterwegs. Bekanntlich zählt im Ernstfall jede Sekunde: Ob beim Betriebs- und Verkehrsunfall, Herzinfarkt oder Schlaganfall - künftig übernehmen, vertraglich geregelt,  auch in der Verbandsgemeinde Kirn-Land sieben bereitstehende Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen eine Erstversorgung des Patienten bis zum Eintreffen eines Rettungswagens oder eines Notarztes. First Responder Kirn wird bei lebensbedrohlichen Notfällen zur Erstversorgung alarmiert, wenn Notarzt und Rettungswagen durch einen anderen Einsatz gebunden sind, um diesen „therapiefreien Intervall“, jene Zeit bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes abzudecken: First Responder bedeutet Ersthelfer, wir übernehmen keinen Fahr- oder Rettungsdienst und sehen uns rein unterstützend als wichtiges Bindeglied zwischen normalen Ersthelfern und Rettungsdienst“, erklärt Frank Weger. Dies sei „eine sehr gute und sinnvolle Sache im Interesse der Betriebe und der Menschen, die hier wohnen“, so DRK-Vorsitzender Peter Wilhelm Dröscher, weil doch gerade in unserem ländlichen Raum der Rettungsdienst weite Wege fahren müsse. Mit der Stadt Kirn besteht seit 2009 ein Vertrag, 14 Mal war das Team im Einsatz. Teilweise begleitend zur sanitätsdienstlichen Absicherung bei Feuerwehreinsätzen, etwa wenn Betroffene oder Einsatzkräfte selbst Hilfe benötigen. Über einen Funkmeldeempfänger werden die sieben  First Responder von der Rettungsleistelle Bad Kreuznach alarmiert: An den Standorten Kirn und Hennweiler sind ein Gerätewagen Sanitätsdienst, ein Kommandowagen und ein Krankentransportwagen im Einsatz. Letzteres war ein Katastrophenschutz-Fahrzeug und gehört dem Kreis KH.

Laut Vertrag übernehmen die First-Responder-Kräfte wochentags von 16 bis 6 Uhr, am Wochenende freitags ab 13 Uhr, bis Montagfrüh um  6 Uhr, sowie an Feiertagen ihren Dienst. Andere Tageszeiten decke man durch eine Zufallsbereitschaft ab, betonte Frank Weger. Das Thema Qualitätsmanagement ist dem Kirner Bereitschaftsleiter sehr wichtig: Als Projektarzt wird Dr. Peter Jungblut, Chefarzt der Inneren Abteilung am Kirner Diakonie-Krankenhaus und Leiter des Notarztstandortes Kirn, alle Einsatzberichte und Maßnahmen auswerten. „Jeder Einsatz ist anders“, weiß Frank Weger und weist stolz darauf hin, dass die First Responder des Kirner Ortsvereins kreisweit die ersten sind und eine Vorreiterrolle übernehmen, die mit Argusaugen verfolgt wird. Die sieben Einsatzkräfte seien auch von ihrer Qualifikation her für den Dienst geeignet, einige hätten sogar eine Rettungsdienstausbildung und langjährige Einsatzerfahrung. Eine Kostenerstattung, etwa durch Krankenkassen, erfolge nicht, so der Bereitschaftsleiter. Stadt und VG zahlten Pauschalbeträge. Durch die Mitgliedsbeiträge, den ehrenamtlichen Sanitätsdienst und die Betreuung von Blutspenden sei dank der Mitglieder mit ihren Beiträgen finanzielles Potential da, dankte Peter Wilhelm Dröscher den Rotkreuzförderern. Zusätzliche Sponsoren müssten dazu gewonnen werden, dieses neue Konzept als Einsatzeinheit dauerhaft zu etablieren.


Frank Weger / Ulrike Böhm

Vorsitzender P.W.Dröscher

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