First Responder für schnelle Hilfe in der Fläche - DRK kein Bittsteller!

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Harsche Kritik vom DRK- Kreisgeschäftsführer Dietmar Brosche: "Wir wollen keine Bittsteller sein - Wir leisten, was der Staat leisten müsste!"

Kirn-Land. Ausbildung und Ausstattung mit drei Rotkreuz-Einsatzfahrzeugen kosten Geld und zehrten die Rücklagen auf. Dennoch habe sich der DRK-Ortsverein Kirn Stadt und Land von einer „Tätigkeit Sanitätsdienst `light` hin zu einer qualifizierten Bereitschaft mit 19 Einsatzkräften“ und kreisweit der ersten First Responder Einheit mit kommunal vertraglich geregeltem Auftrag enorm weiterentwickelt. Damit sei nach zähem Ringen ein Meilenstein erreicht, waren alle Redner in den DRK-Räumen auf der Kiesel einig und lobten die überaus gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus der Stadt Kirn und Kirn-Land, sowie der Polizeiinspektion Kirn. Das breite Angebot stellte Monika Spreier vor: Für den Blutspendedienst dankte sie der Gemeinde Hennweiler und der Kirchengemeinde Becherbach für kostenlose Räumlichkeiten: Unter den 307 Blutspendern in Kirn waren 14 Erstspender, in Becherbach kamen 148, in Hennweiler 181 Spender. Gar nicht erfreut war DRK-Kreisgeschäftsführer Dietmar Brosche mit der Politik und Politikern, die das Ehrenamt feiern, und dann, wie in Monzingen geschehen, das DRK auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten im Regen stehen lassen. Bekanntlich wird auch in Kirn Platz für eines der drei Einsatzfahrzeuge gesucht. DRK-Vorsitzender und Stadtbeigeordneter Dröscher signalisierte namens der Stadt Bereitschaft, dass dies gelinge. Trotzdem: „Wir stellen mit unserer Arbeit etwas sicher, was Aufgabe des Staates ist. Ich möchte nicht hochrechnen, was wir im Ehrenamt alles leisten, aber wir wollen keine Bittsteller sein. Nicht nur Sparkasse und Industrie, der Staat muss sich mehr engagieren!“, sprach Dietmar Brosche Klartext und dankte umso mehr den anwesenden DRK´-lern für ihr überragendes Engagement. Für die Kirner Einheit lagen Zahlen vor: 3.200 geleistete Stunden listete Frank Weger auf. Kreisbereitschaftsleiter Wilfried Diepers lobte in höchsten Tönen, dass die Kirner kreisweit Pionierarbeit geleistet hätten, und das erste First Responder System vertraglich mit Kommunen etablieren. „Im Intervall als Ersthelfer schnell und qualifiziert eine Brücke sein, ist wichtig. Ihr leistet für eure Bürger wertvolle Arbeit“, sagte Diepers. „Das First Responder Projekt ist sehr gut angelaufen, wir werden das Leistungsangebot als sinnvolle Ergänzung fortsetzen“, untermauerte der Projektarzt und Chefarzt der Inneren am Kirner Diakonie- Krankenhaus, Dr. Peter Jungblut. Wenn der Notarzt im Einsatz und Kräfte gebunden sind, leiste First Responder unverzichtbare Dienste.

NAMHAFT. IM DETAIL:  Nachdem Jan Faliniski aus Hahnenbach in Mainz auf Lehramt studiert, konnte Michael Schuf als stellvertretender Bereitschaftsleiter reaktiviert werden. Die Reihen wurden nun auch im Vorstand dicht geschlossen: Peter Wilhelm Dröscher, Frank Weger und Monika Spreier sind Vorsitzende, letztere ist auch Sozialdienstleiterin. Renate Lambert ist Kassenwartin, Ulrike Böhm neue Schriftführerin. Bereitschaftsarzt ist Dr. Khemisti Torki, Leitender Notarzt Dr.Daniel Hass und Projektarzt ist Dr. Peter Jungblut. Neu im Vorstand ist der Leiter der Bergwacht, Sektion Kirn, Heiko Kaiser. Weitere Beisitzer sind : Silvia Moser und Bastian Wolff. Kassenprüfer sind Bernd Maas und Reiner Odenbach.


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