Meddersheim- tolles Schlagercafe: "...aber bitte mit Sahne!"

Kategorie: VG Sobernheim, Meddersheim

 

GV APOLLO UNTER JÜRGEN FRANK SINGT SICH MIT SCHLAGERCAFE IN DIE HERZEN

Smiley Nov. 2010-Meddersheim. Chor- und Instrumentalmusik vom Feinsten und zum Genießen sowie geistreich-poetische Lyrik waren beim Schlagercafe` der Erinnerungen im proppenvoll besetzten „Cafehaus“ Gemeindesaal Trumpf. Seit 1990 richtet Apollo Stuhlkonzerte aus, bei den Schlager Cafe`s ist dies anders: „Wir sind vom Zuspruch überwältigt, aber wir singen nicht um Konzertehren, sondern zum Kaffeekränzchen“, stimmte Vorsitzende Hilde Bens die Gäste ein und kündigte Bonbons an: Apollo brachte vier Premieren mit höchsten Schwierigkeitsgraden zu Gehör. „Tea for two“ im Cha-Cha-Cha-Rhythmus, brillant gesungen und mit einem romantischen Liedesgedicht von Conferencier Wolfhart Dhonau besprochen, sowie das etwas schräg klingende „Du passt so gut zu mir“ im Stile der Comedian Harmonist zählten dazu. Die alte Volksweise eines verschmähten „Bajazzo“ sang der Chor ebenso tadellos und hoch konzentriert wie „Lollipop“, wo die Frauen dominant und schnippend in „Aktion“ waren. Am Klavier begleitete Klaus Winter.Übergroß war die Freude, dass Jürgen Frank wieder den Taktstock führt. Moderator Wolfhart Dhonau schickte Glückwünsche anlässlich des 25-jährigen Chorleiterjubiläums 2009 nach. Der Conferencier traf stets den rechten Ton, informierte und philosophierte über den „Herbst des Lebens“, über nervtötende WM-Vuvuzelas und das zwielichtige Verhältnis zwischen „Mutter und Schraube“. Weil der genesene Dirigent Jürgen Frank „heiß und innig“ Torten liebt, wie Apollochefin Hilde Bens aus dem Nähkästchen plauderte, sollte es auch daran nicht mangeln: Über 30 feinste Torten standen bereit, Günter Breucker erhielt für seine Mocca-Torte Sonderapplaus. Wie wichtig ein Dirigent ist, der alles im Griff hat, bewies Apollo beim bravourös vorgetragenen Chorsatz „Der Dirigent“: Ohne Dirigent!Ein weiteres Sahnehäubchen war das Saxophon-Ensemble des MV Niederhosenbach. Fünf Saxophone und ein Schlagzeug spielten sich mit modernem Entertainment in die Herzen der Zuhörer. Denen hatte es neben der Bohemian Rhapsodie vor allem Blues Brother- Melodien und ein Glenn-Miller Potpourri mit Evergreens angetan. Aber auch bei der Instrumentalversion von „The Rose“ summte der ganze Saal mit und forderte weitere Zugaben. Zum Zug, oder eilig nach Hause, musste niemand. Als Solist besang Jürgen Frank brillant „La vie en rose“ aus der Film-Biografie der Edith Piaf, und „Was wichtig ist“ von Udo Jürgens. Letzterer 76-Jährige ist Apollos Liebling, und da durfte „Mit 66 Jahren“ oder das neu einstudierte „Merci Che`rie“ als Schmankerl nicht fehlen. Als Zugabe sang der Chor „Halleluja“ mit 40 Stimmen. Dass Apollo aufgrund Krankheit „enorm geschwächt“ war, wie Hilde Bens bedauerte, fiel dabei keineswegs ins Gewicht.


Apollochor im Saal

Mit Klaus Winter