Otzweiler Frauenchor feierte 40-jähriges und alle kamen zum Gratulieren!

Kategorie: Kunst und Kultur, Lokale News an Nahe und Glan, Otzweiler

 

Vier Jahrzehnte lang hörte der kleine aber feine Otzweiler Frauenchor das Sterbeglöckchen läuten - Aber dank Idealisten und engagierter Frauen um Dirigentin Mechthild Mayer ist er sehr lebendig geblieben

Otzweiler. Bilder unten anklicken! Vor 40 Jahren, am 10 Dezember 1971 hatte ein junger Chor in der kleinen Gemeinde seinen ersten Auftritt: Zur Einweihung des neuen Gemeindehauses sangen die Frauen von Otzweiler „Tritt ein zu dieser Schwelle“. Vier Jahrzehnte später erschall an gleicher Stätte derselbe Ruf, und viele Chöre und Weggefährte kamen ins proppenvolle Dorfgemeinschaftshaus, dies mit einem Frühlingskonzert zu feiern. „40 Jahre in Freud und Leid, 40 Jahre durften wir mitfeiern bei Hochzeiten, Geburten und Taufen, bei Jubiläen und Geburtstagen. Und 40 Jahre lang hieß es auch immer wieder Abschied nehmen, den letzten Gruß am Grabe entbieten“, mit diesen Worten begrüßte kurz und prägnant Chorsängerin und Landfrauenvorsitzende Tanja Müller und zitierte Schiller: „Alles freuet sich und hoffet, wenn der Frühling sich erneut“. Oft schon hörten die Frauen das Sterbeglöckchen läuten, und doch klingt der Chor unter Mechthild Mayer heute so jugendlich frisch und dynamisch, wie selten zuvor. In der Sprache der Musik, die man auf der ganzen Welt versteht, nahm der Otzweiler Frauenchor an seinem Festtag die Zuhörer mit zu einem Ausflug in die erwachende Natur, zu bunten Blumen, rauschenden Bächlein und tirilierenden Vöglein. Zwei Otzweiler Frauen singen im Limbacher Gemischten Chor und deshalb war es Ehrensache, dass sie mit ihrer Dirigentin Dagma Thomaser gratulierten. Ebenfalls der Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Becherbach, die Altflötengruppe und der große Mayer´sche Flötenkreis sowie der Singkreis Schmittweiler und Benedikt Huck als Solist am Klavier gestalteten das Programm. Und noch eine ganz junge Solistin spielte Richard Clayderman wie aus dem Effeff: Hannah Neu. Mechthild Mayer hatte beliebte Melodien ausgesucht, dass die Zeit wie im Flug verging: Vom Landsknechtständchen von Orlando di Lasso über „The Rose“ oder „Die Gedanken sind frei“ bis hin zum „Lindenbaum“, dem „Waldkonzert“ oder „Frühlingsgruß“ reichte das breite Repertoire. Die Mitwirkenden sangen, musizierten und rezitierten und ließen sich mit den Gästen beim geselligen Plausch Backwerk und Torten schmecken.

Der Chor gedachte seiner verstorbenen Gründungsmitglieder und Sängerinnen. Dies waren Gerda Schneider, Irma Neu, Ida Winter, Gerda Neu, Anni Übel, Erika Müller, Katharina Hohneck und Frieda Henn. Namens des Chorverbandes der Evangelischen Kirche im Rheinland überreichte der Becherbacher Wolfgang Schneider sehr humorvoll-heiter, aber feierlich angemessen Urkunden und „Güldene“ Nadeln. Der Frauenchor genieße in Otzweiler und in der Kirchengemeinde größte Wertschätzung und sei belebendes Element bei der Pflege der Gemeinschaft. Schneider ehrte besonders Mechthild Mayer für ihr jahrzehntelanges Engagement im Frauenchor Otzweiler, im Becherbacher Brückenchor, im Chor der Kirchengemeinde und im Flötenkreis. Im Frauenchor wurden für 40-jährige Treue Martha Billard, Annelore Elvira Billard, Lina Neu, Chorleiterin Mechthild Mayer und Anna Theis geehrt und mit Präsenten bedacht. Wolfgang Schneider tat dies namens des Chorverbandes der Evangelischen Kirche im Rheinland und würdigte das überragende Engagement.


Mechthild Mayer und diese Frauen singen über 40 Jahre

Der Otzweiler Frauenchor mit Hannah Neu am Klavier

Der Chor der Ev. Kirchengemeinde gratulierte

Auch der Gastgeber sang, und der Flötenkreis spielte