Kirschoths "Zecher"-Vorsitzender Bamberger saß auf glühend-heißen Kohlen

Kategorie: Kirschroth, Nachbarschaft, Kunst und Kultur, Lokale News an Nahe und Glan

 

Kirschroth. Fotos unten anklicken: Seit 1967 wollen die „Fröhlichen Zecher“ aus Kirschroth bei ihren Konzerten Abwechselung und ein attraktives Programm bieten. Nun feierten die „Füchse“ ein denkwürdiges Frühlingskonzert verbunden mit einer musikalischen Weinprobe, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Dazu zählt der Frosteinbruch, Teillagen in Kirschroth und Meddersheim wurden „sehr hart getroffen“, sagte die frühere Deutsche Weinkönigin Edelgard Bauer-Finter. Vor allem Dornfelder in der Hottenbach und tiefere Lagen hat´s extrem erwischt. Bei der Weinprobe wurde streng nach dem Motto „Die Roten vor den Weißen, die Trockenen vor den lieblichen“ verfahren. Zehn edle Tropfen kredenzten und besprachen nach allerbester und alter Profimanier, humoristisch vielsagend und pathetisch mit einem Weinspruch, die Weingüter von Holger Barth, Stefan Theis, Edelgard Bauer-Finter, Gerold Schlarb und Kay Bamberger. Weil Kirschrother auch in Meddersheim singen, waren die „Hasen“ um Apollochor-Chefin Hilde Bens bei den „Füchsen“ ganz stark vertreten. Kirschroths Vorsitzender Kurt Bamberger begrüßte auch Gäste aus Wuppertal und Brebach- Fechingen, die als „Vorhut das Terrain auskundschafteten“ und zum Zecher-Sommerfest am 3. Juli an der Wildgrafenbergquelle erwartet werden. Steffi Ruhl wurde gedankt, für die aufwändig einladende Dekoration erhielten Ingeborg und Günther Bachmann Präsente.

Gesungen wurde natürlich auch, und wie: Die Gastgeber sangen stringent Wein- und weinbezogene Lieder und huldigten in ihrem Repertoire dem Nahewein und der Freundschaftsbande. Sie hatten sich den 80-jährigen MGV Edelweiß Mandel um Bastian Reitze und den MGV Krebsweiler-Heimberg unter Chordirektor Peter Nerschbach eingeladen. Tenorsolist Manfred Bamberger singt sowohl in Mandel wie in Kirschroth und erntete für seinen „Gruß an die Nahe“ und „Wein am Rhein“ Bravorufe. Zwischen den gesanglichen Parts waren die drei Weinproben geplant, aber das Programmheft wurde zur Makulatur: Dirigent Burkhard Quint erhielt nach dreieinhalb Stunden Konzert für sein Erscheinen den meisten Applaus: Der Sienhachenbacher Chorleiter „tanzte auf zwei Hochzeiten“ und wurde sehnlichst erwartet, als er gegen 22.30 Uhr im Weindorf ankam. Kirschroths Vorsitzender Kurt Bamberger „saß auf heißen Kohlen“ und musste ständig Änderungen ansagen. Aber dann spulten die Mannen des MGV und der Frauenchor Sienhachenbach unbeirrt zu später Stunde ihr volles Programm ab. Der Frauenchor erntete für Ü-40-Kracher „One Way Wind“, „Sailing“ und „I will follow him“ Beifallsstürme und krönte mit einem Evergreen-Potpourri als Zugabe eine meisterliche Leistung. Das Warten hatte sich gelohnt. Weiteres Schmankerl und Sonderapplaus: „Ein Gläschen Nahewein“ des früheren Kreis-Chorleiters Ludwig Schmidt für Männerchöre sang der MGV Mandel, den umgeschriebenen Satz für Gemischte Chöre sangen zum Abschluss eines langen, aber geselligen Konzertabends die „Fröhlichen Zecher“, die seit 2003 mit ganz starken Frauen singen und ihrem Namen alle Ehre machten. GV-Chef Kurt Bamberger lobte und dankte dem „arg strapazierten aber sehr disziplinierten Publikum“.


Die Gastgeber "Fröhliche Zecher" Kirschroth

Der MGV / & Frauen Sienhachenbach