"Wow": 13. Mattheiser Sommerakademie grandioser Erfolg - 2600€ für Orgel

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FOTOS UNTEN ANKLICKEN! Bad Sobernheim. „Wow“- das war klasse: Die Bad Sobernheimer lassen auf ihre Sommerakademie nix kommen und  strömten in Scharen. Das OpenAir-Konzert auf dem vollbesetzten Bad Sobernheimer Marktplatz als reines Akademiefestival war allererste Sahne und vom Feinsten. Die musikalische Reise um die Welt wurde quasi zu einem grandios gefeierten Benefizkonzert. Denn der finanzielle Obolus im „Südamerikanischen Zuckerhut“, der durch die Reihen ging, kommt der Restaurierung der Körfler-Orgel in der Pfarrkirche St. Matthäus zugute.

Halbzeit der 13. Mattheiser Sommerakademie: Mit der Resonanz bisher zufrieden zeigte sich die organisatorische Leiterin Anja Brandenburg und war von der Resonanz des Open-Air-Konzertes überwältigt. Sie wünschte sich für diese Woche weierhin viele Besucher bei den Teilnehmer-Konzerten, wo das Erlernte der 90 Studenten aus 16 Nationen präsentiert werden soll. Das Open-Air Konzert machte Lust auf mehr: „Klassische Musik kann soviel Spaß machen!“, sagte sie strahlend. Man habe aus 2009 gelernt, wo das Repertoire sehr ernst war. Nun wurde mit einem attraktiven Erscheinungsbild, einem festlichen Outfit und einem professionell aufwändigen Bühnenbild die ganze Bandbreite und bunte Palette leichter klassischer Musik zum Mitwippen und Mitswingen präsentiert. Stunden zuvor wurden Gäste bei einem Wandelkonzert überrascht: Professor und Koryphäe Nachum Erlich in der Malteserkapelle brachte den Schülern und Studenten seiner Meisterklasse, darunter Violinistin Masahiro Miyake aus Tokio, noch einmal den perfekten Schliff und die würdige Präsentation bei: „Take it Easy- make Young People“ legte er selbst jugendlich flippig die Messlatte sehr hoch und spielte vor, wie er sich moderne Interpretation vorstellt. Die Solisten folgten ihren Lehrmeister und Mentoren, und die Zuhörer waren am Abend restlos begeistert. Der MSA-Förderkreis um Heide Dhonau aus Meddersheim war mit 20 treuen Helfern guter Gastgeber und schüttete im Vorfeld 7000 Euro für Stipendien aus. MSA-Mitinitiator Udo Schneberger (Orgel), in Japan lebender Musikprofessor, begrüßte: „Wir werden ein fröhliches Miteinander bei einer musikalischen Reise um die Welt erleben“. Erstmals hatte man ein Programm erarbeitet und musst doch improvisieren, weil Vortragende erkrankten oder auf der Autobahn im Stau steckten. Nichtsdestotrotz führte er charmant durchs Programm über Wien in einer Brahms Sonate in f-moll, über Paris mit Werken von Charles-Camille Saint-Saens und George Enesco bis Madrid zu einer atemberaubenden „Tarantella“ von Pablo Sarasate. Weiter gings über den Balkan nach New York, an den Zuckerhut nach Rio de Janeiro und einem fulminanten „Multinational“ für Weltbürger, wo Sahnestücke wie der „Einzug der Gladiatoren“ und wahre Meisterwerke gespielt wurden. Die Zuhörer waren schlichtweg fasziniert und aus dem Häuschen, die Solisten werden die Felkestadt in ihrem Leben niemals vergessen und die überaus dankbare Publikumskulisse in ihren Herzen behalten.


Udo Schneberger mit großen Sombreros

Kinder MSA im großen Kaisersaal

Vollbesetzter Marktplatz bei OpenAir

Wetterglück beflügelte die Veranstaltung

das Ambiente war vom Feinsten