Pförtnerhäuschen soll im "Rudolf-Desch-Jahr" 2011 Schmuckkästchen werden!

Kategorie: Lokale News an Nahe und Glan, Bad Sobernheim

 

2011 ist 100. Geburtstag des Komponisten Rudolf Desch. Chöre proben! 

 BAD SOBERNHEIM. Ehrenamtliche Handwerker gefragt: Da staunte Wolfgang Heimer nicht schlecht, als der älteste Sohn des verstorbenen Komponisten Rudolf Desch, Rainer Desch (Oktober 2010: 64. Jahre) im Pförtnerhäuschen in der Wilhelmstraße aufkreuzte und 1000 Euro für dessen Renovierung überreichte. 1966 hat der älteste Bub von weiteren zwei Geschwistern Bad Sobernheim verlassen. 1946 ist Rainer Desch in Bad Sobernheim geboren, er ist Lehrer von Beruf und Musikdirektor FDB mit 42-jähriger Chorleitertätigkeit, unter anderem leitete er einst die Chorgemeinschaft Monzingen / Weiler. Komponist Rudolf Desch wurde am 1. August 1911 in Bockenau geboren und verstarb am 15. Februar 1997 in Bad Sobernheim, wo seine letzte Ruhestätte liegt. Desch war Ehrenbundeschormeister des Chorverbandes Rheinland-Pfalz und Ehrenringträger der Stadt Bad Sobernheim. Den Desch-Kindern sei es „eine besondere Herzensangelegenheit und eine Ehre“, wenn das künstlerische Schaffen über den Tod hinaus der Öffentlichkeit erhalten bleibt. Bekanntlich will Museumsleiter Wolfgang Heimer und sein Helferteam im Erdgeschoss des historischen Pförtnerhäuschens das im Hause Bernardy zwischengelagerte Arbeitszimmer von Rudolf Desch samt Inventar hier fest etablieren. Eine Unterbringung im Freilichtmuseum ließ sich leider nicht verwirklichen. Anlässlich seines 100. Geburtstages sind im kommenden Jahr landesweit ebenso wie in Bad Sobernheim zahlreiche Konzertveranstaltungen „in Memoiren“ an den unermüdlichen Komponisten und beliebten Chorleiter, Professor Rudolf Desch, geplant. Bekannt wurde er durch seine zahlreichen Vokalkompositionen, insbesondere für Männerchor. Sein „Abendfrieden“ gehört zum Standardrepertoire der Chöre. Dank der bisherigen Spenden und viel ehrenamtlichem Engagement konnte die Renovierung des historischen Kleinods „Pförtnerhaus“ begonnen werden. Als touristische Attraktion soll das Ensemble 2011 eingeweiht werden. Dann soll nach dem Willen des unermüdlichen Wolfgang Heimer „Nachtwächter“ Gerhard Schmidt von hier aus in historischer naheländischer Tracht Führungen anbieten. Auch als Stadtschreiber ist Schmidt im Gespräch. Hoffentlich läuft alles so, wie es sich Wolfgang Heimer wünscht, denn den abschließenden Segen dazu müssen Stadtrat und der neue Bürgermeister Michael Greiner noch erteilen. Im Erdgeschoss „riecht“ es förmlich nach Arbeit und es gibt noch jede Menge zu tun: Hier soll das Arbeitszimmer von Rudolf Desch seinen Platz finden. Mit den 1000 Euro hoffte Rainer Desch (rechts) an Wolfgang Heimer auf eine „Signalwirkung“.
 


Pförtnerhäuschen

Heimer und Desch