Heiligabend über Kirn-Land- Krippenspiel in Stiftskirche St. Johannisberg

Kategorie: Hochstetten-Dhaun, Lokale News an Nahe und Glan

 

Tief eingeschneit thront über dem Nahetal und Hochstetten-Dhaun die kleine Stiftskirche St. Johannisberg. Idyllischer könnte kein Heiliger Abend sein. Die Menschen in dem verträumten Ort sind aufgrund der Schneeverwehungen am Schneeschippen- zum x-ten Male, sagen sie. Dezemberstürme peitschen Pulverschnee von den Dächern, und die Kirche bietet fast so etwas wie Zuflucht. 1283 wurde sie erstmals als Besitz der Wild-und Rheingrafen zu Dhaun urkundlich erwähnt. Seit 1318 ist die kleine viereckige Hallenkirche zur Stiftskirche erhoben, und dem Mainzer Erzbischof unterstellt. Anfänglich hielten vier, später sechs Geistliche, so genannte Stiftsherren, die Gottesdienste. 2010 am Heiligen Abend heißt die Pfarrerin Liesel Zumbro-Neuberger. Viele Menschen hat die kleine Kirche sicherlich kommen und gehen sehen, Armut und Krankheit, Reichtum und Siechtum, aber auch Glückliche und feiernde Menschen im Jahreszyklus des Lebens. Für alle Menschen, die über Jahrhunderte Beistand und Trost im Glauben suchten, war sie Anlaufstation. Am tiefen Eingangssturz wird deutlich, dass die Menschen früher kleiner oder gebeugter waren. Drinnen ist es heimelig warm, es riecht nach Tannenbaum und brennendem Kerzenwachs, Kinderlachen und Instrumentenklänge sind zu hören. Majestätische Schönheit und der Glanz vergangener Jahrhunderte sind sind in wertvollen Kunstschätzen sichtbar. Ein Förderverein um Robert Munstein treibt die Erhaltung und Restaurierung voran. Die Kinder aus dem Kindergottesdienst der Kirchengemeinde haben, übrigens, wie alle Jahre wieder, ein Krippenspiel einstudiert. "Weihnachten für den Weihnachtsmann" heißt das Schauspiel anno 2010.

Unsere Fotos sind eine Momentaufnahme am Heiligen Abend 2010 und zeigen die Stiftskirche über dem  Steinbruch in Hochstetten, die Menschen beim Kirchgang, das Ambiente am brennenden Lichterbaum und das Krippenspiel.