Sozialstation-nahe mit neuer Demenz-Seniorenbetreuungsstätte in Kirn

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Kirn. FOTOS UNTEN ANKLICKEN. Zwei Jahre nach dem Zusammenschluss der Ökumenischen Sozialstationen Kirn, Bad-Sobernheim und Hargesheim zur Sozialstation Nahe gGmbH konnte Geschäftsführer Stefan Hasslinger die renovierten Räumlichkeiten im dritten Stock unterm Dach für ein zusätzliches Betreuungsangebot demenzkranker und pflegebedürftiger Menschen in der Bahnhofstraße 35 während einer Feierstunde eröffnen. „Es ist vollbracht, die Baustelle der Liebe ist fertig gestellt. Was hier künftig geleistet wird ist kein Job, sondern Herzblut“, sagte Diakon Joachim Höhn, der mit Prädikantin Irene Deveaux die Räumlichkeiten einsegnete. Alle, die tagsüber hier her kommen und alle, die hier arbeiten, hätten ein gutes Zuhause bekommen, bekräftige Höhn. Demenz sei eine Schublade, die für immer geschlossen bleibt.„Am wichtigsten ist uns, dass wir unser Angebot an Betreuungsleistungen pflegebedürftiger Menschen in Kirn nochmals ausweiten konnten“, sagte Stefan Hasslinger in seiner Begrüßungsrede und zählte die jüngsten Errungenschaften, etwa ein gespendeter Bus zum Transport der Senioren, auf. Der Bedarf an Hilfe für Angehörige, die einen Menschen zuhause pflegen, sei zunehmend und man müsse den Angehörigen helfen, wenn „ambulant vor stationär“ noch etwas gelten soll. 70 Prozent aller Pflegebedürftigen werden zuhause mit Hilfe ihrer Angehörigen gepflegt, die nicht selten rund um die Uhr da sind. Daher sei es sehr wichtig, den pflegenden Angehörigen Zeit für sich zu geben, damit sie ab und an „guten Gewissens ,frei’ haben und ihre zu pflegenden Personen bei uns in guten Händen wissen“, erklärte Hasslinger den Hintergrund der Seniorenbetreuungsstätte. Ganz wichtig: Händeringend werden ehrenamtliche Helfer gesucht. Architektonisch vermittele die Altbausanierung, deren Ausstattung und das Interieur mit funktionaler Küche, Ruhe- und Aufenthaltsräumen eine Wohlfühlatmosphäre, und sei gemütlich und gelungen. Mit dem neu angebauten Aufzug erreicht man bequem die Etage, wo Bilder aus Kirn in alten Ansichten hängen. „Ein Stück Segen für das Langzeitgedächtnis“ nannte dies Claus Offermann, der Vorsitzende des Trägervereins Ökumenische Sozialstation. Mit dieser Einrichtung habe sich „mit viel Weitsicht das soziale Engagement in Kirn weiter manifestiert“, dankte Bürgermeister Fritz Wagner und ließ jahrzehntelange soziale Versorgung und Verantwortung Revue Passieren. „Auf drei Besucher kommt eine Betreuungsperson“, erklärten die rundum sichtlich zufriedenen Leiterinnen um Christa Hermes. Eine Gruppe, die bis zu zehn Menschen aufnehmen kann, habe schon ihre Arbeit aufgenommen, eine zweite sei bereits in Vorbereitung. „Wir nehmen gerne noch engagierte Helfer auf“, wünschte sich Christa Hermes über weitere Unterstützer.

Unter der LUPE: Die neue „sozialstation nahe“ wird getragen von allen 60 evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in den fünf Verbandsgemeinden westlich von Bad Kreuznach mit fast 83.000 Einwohnern in 92 Ortsgemeinden. Über 1.200 Patienten werden bei 300.000 Hausbesuchen betreut. Die Mitarbeiterzahl beträgt über 250 Personen plus 90 ehrenamtlich tätige Helfer. 87 „rote“ Autos mit gefahrenen 1,5 Millionen Kilometer sind unterwegs, der Umsatz beträgt über sechs Millionen Euro alleine aus Pflegeleistungen und hauswirtschaftlichen Hilfen.


Feierstunde Kirn

Einsegnung der Räume

Bahnhofstraße 35

Broschüren

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