Sollen Windräder OPEL- Rennstrecke Flügel verleihen?

Kategorie: VG Sobernheim, Soonwald

 

„Ob“ und Journalist Reinhard Koch – Mit 60 gegen Windräder

Reinhard Koch ist seit 1984 Ortsbürgermeister der 242 Hektar großen Ippenschied. Der gebürtige Hüffelsheimer kam 1972 in die Soonwaldgemeinde und heiratete ein Jahr später seine liebenswerte Frau Gertrud, wohnt in der Hauptstraße 28. Zwei erwachsene Kinder hat das Paar. Reinhard Koch hat schon vor Beginn seiner Amtszeit an der Spitze des kleinen Dorfes mit angepackt, sich engagiert, und im Laufe der Jahre das Dorf regelrecht „auf den Kopf gestellt“. In seine Ära fielen Wasser- und Kanalarbeiten sowie der Straßenausbau in der gesamten Ortslage. Gemeindewohnungen und das alte Gemeindehaus wurden saniert, der Friedhof umgestaltet. Der größte Kraftakt war sicherlich der Neubau eines Gemeindehauses samt integriertem Feuerwehrgerätehaus. Ohne ihn und die Unterstützung seiner Mitbürger wäre dies sicherlich nicht möglich gewesen. Trotz all dieser Investitionen ist Ippenschied heute schuldenfrei. Der 60-Jährige feierte 2010 diesen Ehrentag im Kreise seiner Liebsten, Freunde und Weggefährten. Koch ist sehr umgänglich, zuverlässig und ein kumpelhafter Typ. Seit 1986 gehört er dem Kreisgruppenvorstand des Gemeinde- und Städtebundes an. Beruflich tätig ist er im 38. Jahr als Sachbearbeiter bei der Stadtverwaltung Bad Kreuznach. Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, die Bronzene und Silberne Verdienstplakette der VG Bad Sobernheim wurde ihm bereits ebenso verliehen wie das Goldene Feuerwehrehrenzeichen. Reinhard Koch ist seit Jahrzehnten Journalist mit Leib und Seele, und aufgrund seines enormen Sachverstandes ein „Allrounder“, dem man schwerlich ein X für ein U vormachen kann. Bei aller Kollegialität schreibt Koch ohne Parteibrille neutral korrekt, und legt schon mal den Finger in die Wunde. Er akzeptiert Mehrheiten, redet aber auch Klartext und kämpft, wenn es vor seiner Haustür auf der Konversionsfläche des einstigen Flugplatzes Pferdsfeld gegen übergroße Windräder geht, die man andernorts nicht haben will.
Bekanntlich stellte „Triwo“ als Eigentümerin der 320 Hektar Konversionsfläche einen Antrag zur Änderung des Bebauungsplanes für Windräder. Nach der in Aufstellung befindlichen Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsplanes ist beabsichtigt, neben der früheren „Wüstung“ Pferdsfeld südlich der K 20 in einer Größenordnung von 230 Hektar auch im Bereich der Opel-Teststrecke eine solche Vorrangfläche auszuweisen. Bleibt Opel wenn WEA kommen? Und was ist mit der Flugnutzung, die dort noch besteht? Einnahmen der Anlagen würde die Triwo einstreichen und auch eine Gewerbesteuereinnahme ist wegen der Investitionsabschreibungen auf Jahre nicht in Sicht. Nur WEA. Und daher formiert sich in Rehbach, Daubach und Ippenschied um Neujahr 2010/2011 massiver Widerstand gegen Triwo-Pläne und WEA!  
Lexikon: Übrigens, die Redewendung ein „X für ein U vormachen“ war bis ins 17. Jahrhundert gebräuchlich und wird der Verwendung der römischen Zahlzeichen zugeschrieben, obwohl schon seinerzeit die uns vertrauten arabischen Ziffern längst bekannt waren. Ein V war dabei das Zeichen für fünf, ein X stand für zehn. Dass man ein V durch Verlängerung der Linien zu einem X umgestalten kann, nutzten gierige Geschäftleute zu ihrem Vorteil. Insbesondere Wirtsleute, die durch Betrug so die Zeche ihrer Gäste zu ihrem eigenen Vorteil nutzten…


Stets up to Date und engagiert "rko"

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