"Die oder keine!"- Petra Franzmann wird 2011 Rektorin der Dominikschule Kirn

Kategorie: Kunst und Kultur, Kirn

 

Dez. 2010-KIRN. In einer Feierstunde wurde Petra Franzmann als Schulleiterin der Dominik-Grundschule eingeführt. Komplimente für die frühere Konrektorin hagelte es von allen Seiten: Die Kinder sangen, Petra Franzmann sei „das Größte“ für sie. Kirns Bürgermeister Fritz Wagner überbrachte die Glückwünsche vom Schulträger, Rat und Verwaltung und plauderte aus dem Nähkästchen: „Die oder keine!“ sei im Stadtrat bei der Stellenbesetzung klare Ansage gewesen. Die Dominikschule sei im Schulbetrieb modernisiert worden, das Personal habe größtes Einfühlungsvermögen bewiesen: „Statisches Verhalten bedeutet absoluten Rückschritt und den hat es hier nie gegeben!“ rief Wagner aus. „Liebe Petra“ wurde zum Standartsatz jeder Ansprache. Die Amtseinführung war eine Demonstration von Herzlichkeit und größter Wertschätzung mit kreativen Ideen und witzigen Einfällen von Lehrern und Schüler, die das Rahmenprogramm gestalteten: „Sie muss starke Nerven haben! Sie muss cool bleiben, sie muss Eltern mögen, sie muss Ideen umsetzen, und trotz alledem muss sie auch Normal sein“, klang es da an die neue Schulleiterin aus Kindermund.
 ADD-Regierungsschulrat Gerd-Rüdiger Dreher erinnerte sich in seiner Laudatio an eine Empfehlung von Norbert Ebrecht von der Hauptschule auf Kyrau. Mit „sehr gut“ habe die Aspirantin Prüfungen absolviert und sich weit über ihre Arbeit hinaus engagiert. Musik und Gesang sind das Metier von Petra Franzmann, sie leitet die Kirner Kirchencombo. Mit Ulla Terre habe sie an der Grundschule ein starkes Team gebildet und sei „ins kalte Wasser geworfen worden“. Aber: Sie habe „gestrampelt und sich schnell freigeschwommen“. Nach Worten von Dreher ist die in Sensweiler gebürtige 34-Jährige jüngste Schulleiterin der ADD. In elf Klassen werden 244 Grundschüler in der Dominikschule unterrichtet, im März 2011 wird sie zur Rektorin ernannt. Zuvor bekommt Petra Franzmann am 1. Februar eine neue Konrektorin zur Verstärkung, womit auch der Schulstandort aufgewertet wird. Christian Fahrland führte durchs Programm. Als Dienstältester gratulierte namens aller KollegenInnen der Simmertaler Rektor der Hellbergschule, Joachim Franzmann. Pfarrer Volker Dressel brachte mit seiner Frau Silke ein Ständchen, eine Schultüte packte Anja Koch vom örtlichen Personalrat und Janette Rech beglückwünschte für den Förderverein.Petra Franzmann dankte ihrer Familie, Weggefährten, Freunden und allen, die stets ein offenes Ohr hatten und ihr mit Rat und Tat zur Seite standen. Sehr stolz sei sie, täglich mit diesem tollen Team zusammen arbeiten zu dürfen. Es war ihr ein Bedürfnis, ihre Arbeit und ihr Faible zur Musik sinnbildlich zu vereinen und mit einem großen Orchester zu vergleichen. Die Lehrkräfte stellen als Pädagogen die Musiker in diesem Falle dar, die pfleglich und behutsam mit den Instrumenten, im großen Orchester die Schüler, umzugehen hätten: „Wir sollten unsere Kinder als wertvolle Wesen und kreative Individuen begreifen lernen und sie dementsprechend behandeln“, sagte sie.Selbst verbreitete sie Gänsehautfeeling pur, als sie herzergreifend romantisch Whitney Houstons Lied „Greatest Love of all“ sang, und sie zuvor Textpassagen aus diesem Hit als ihr eigenes Leitbild preisgab: „Ich glaube daran, dass Kinder unsere Zukunft sind,…lasst uns beim Kinderlachen daran denken, wie wir früher einmal waren…“ heißt es da, was die Gäste mit lang anhaltendem Beifall honorierten.


"Die oder keine!"

Rote Rosen gab es

Schulrat Dreher und Petra Franzmann, rechts, beim "Smalltalk"

Tonangebende Stimme