DonnaWetter-Divas bei zwei ausverkauften Konzerten in Kirn viel umjubelt!

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Fotos unten Textende. Kirn. 30 Frauen aus über zehn Orten an Nahe und Glan: Das ist geballte Frauenpower um Sandra Weiss, die sich damit selbst und mit ihren „Mädels“ einen Traum erfüllte. Sie füllen Säle, Hallen, Plätze mit einem ganz neuen Chorspirit.

Sprengt die Ketten, („Brake the Chain!"). Steht auf. Tanzt: Am 14. Februar war „One Billion Rising“- Tag, wo in einem Fanal weltweit in 190 Ländern und 140 Städten in Deutschland Menschen tanzend und singend ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen setzen. Diese Aktion war ein Highlight bei den beiden lange ausverkauften „DonnaWetter- Konzerten am 13. und 14. Februar 2016 im Kirner Gesellschaftshaus. Aktivistinnen vergangener Jahre tanzten im Saal und animierten zum Mitmachen, Popchor-Solistinnen trugen schonungslos beklemmend ihre Fürbitten vor. Denn: Gewalt ist auch hierzulande Thema; - nur 20 Prozent der Frauen outen sich und suchen Hilfe. Noch immer erfährt jede dritte Frau weltweit häusliche Gewalt an Körper, Geist und Seele. 2013 fand die Aktion auf dem Bad Sobernheimer Marktplatz statt, wo 600 Leute bei minus 18 Grad tanzten. 2014 war Merxheim Austragungsort, 2015 wurde die Aktion im Bad Sobernheimer Fitnesscenter an der Brückenmühle mit einer Spende ans Frauenhaus Bad Kreuznach verbunden. Jetzt wurde diese Kampagne ins „DonnaWetter“ Power-Frauen-Konzert integriert.

Beide Konzerte waren mit dem Premierenauftritt am 21. November 2015 mit über 450 Zuhörern in der Simmertaler VfL-Halle identisch. Warum sollte man etwas ändern, was nicht zu toppen ist? Das Nachfolgekonzert war in wenigen Stunden ausgebucht – gleiches beim dritten Konzert: Ruckzuck ausverkauft!

Spannung und Probenfleiß via Share übers Internet der mittlerweile 30 Frauen aus mehr als zehn Orten an Nahe und Glan stiegen: „Wir halten es echt fast nicht mehr aus vor Vorfreude“, mailte drei Tage zuvot Leiterin Sandra Weiss. Erklärtes Ziel: „Das Publikum begeistern, berühren, mitreißen!“. Jede Szene mit ganz starken Texten war optisch ein grandioser Augen- und Ohrenschmaus für alle Sinne – dank klasse Performance Sternstunde und Feuerwerk für leidenschaftlich interpretierten Chorgesang.

Die im Oktober 2014 gegründete Formation ging ein Jahr lang intensiv in Klausur und bezeichnete sich bei ihrer fröhlichen Vorstellung zum Song „It´s Raining Men“ selbst als „Fleisch gewordener Traum ihrer Chorleiterin Sandra Weiss; - lauter verrückte Weiwer, die uff englisch singe“ – schon die mehrsprachige Begrüßung war ganz großes Kino und Einstiegskracher.

Fesselnd, gefühlvoll interpretiert und dezent musikalisch von Heidrun Eggert-Schmidt, Lukas Rauter (Cajon) und Gitarrist Gregor Prinz begleitet, verbreiteten im ersten Teil die 007-Filmmelodie „Skyfall“ von Adele, die „Run“-Ballade im Original von Leona Lewis, „Follow me“ von Uncle Cracker, „Chasing Cars“ von Snow Patrol, „Royals“ von Lorde oder „All about that Bass“ von Meghan Trainor, wo atemberaubend schön die Rundungen der Frau beschrieben werden, Gänsehautfeeling pur.

Veranstalter und guter Gastgeber war die Musikschule Kirn-Meisenheim-Bad Sobernheim, wo für viele (musikalisch) die Wiege stand. Auffallend viel Jugend kam.

„Die Akustik und das Ambiente sind fantastisch – der mit Begeisterung und Enthusiasmus vorgetragene Gesang auf Augenhöhe mit dem Publikum ist genial“, lobte zur Pause Perkussion-Begleiter Andreas Heinrich. Alle Befragten äußerten unisono, dass sie von der Choreografie und dem brillanten showmäßigen Entertainment wie aus einem Guss fasziniert seien.

Mit dem Publikum als vierstimmigem Chor, wo jeder Block ein anderes Wort sang („Hallo – Donnas – Bühne - Let´s go!“)  rief Sandra Weiss die Powerfrauen auf die Bühne zurück zu einem fulminanten Schluss-Feuerwerk. Heimspiel hatte Silke Dressel aus Kirn, die „Angel“ von Sarah Mc Lachlan anmoderierte und aus dem Nähkästchen über Proben plauderte, wenn die Mädels musikalisch in Stellas Biergarten am Simmertaler Dreieck einlaufen oder von Weitem ihr Getränk bestellen. Den tiefgründigen Songtext „Born this Way“ von Lady Gaga,  „Es ist egal… es ist Dein Weg…“ las Sabine Schossig-Roevenich und voller Esprit und Leidenschaft folgte der Hymnus „Auf uns – Ein Hoch aufs Leben“, auf die Freundschaft und einen wundervollen Abend, den „man am liebsten einfrieren möchte“, wie es Britta Rodenbusch umschrieb. Ute Heinrich holte sich zur Anmoderation von „Ain`t no Mountain“ quasi als „Nummerngirl“ einen gutaussehenden jungen Mann aus dem Publikum auf die Bühne, während sich der Chor zum Filmklassiker aus Sister Act 2 mit Whoopi Goldberg umkleidete. Stehende Ovationen und lauten Applaus dankten die Frauen mit den beiden Zugaben „Royals“ und „Born this Way“, die noch lange als so genannte „Ohrwürmer“ in Erinnerung blieben.

Für das kurzweilige tänzerische Kontrastprogramm passte sich das Tanzensemble „Alimar“ aus Bingen dem ganz hohen Niveau an. Kopf und Trainerin des bis zu siebenköpfigen Ensembles ist Melanie Ehler. In die klassischen orientalischen Tänze fließen Jazz, Rap oder Flamencoelemente ein. Bernd Hey.

>Am 19. März ist „DonnaWetter“ beim Jubiläum von Soonwaldstiftung und Förderverein Lützelsoon zu Gast, am 20. Mai 2016 wird das gleiche Programm  beim Soo Nahe Livekonzert in der Felkestadt auf Bühnenbretter („On Stage“) gebracht.

 


synchrone Choreo..

leidenschaftlich, dynamisch

eine Augenweide

sehr ausdrucksstark

...und mitreißend!