Das Marumpark-Singen schwächelte im Vorfeld - ist aber ein Highlight!

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Fotos am textende anklicken! - Bad Sobernheim. Das traditionelle Singen im Marumpark hat nichts von seiner Faszination verloren, auch wenn das Konzert in punkto Service und Ausrichtung im Vorfeld schwächelte und auf der Kippe stand. Dank eingefleischter städtischer „Liederkranz“-Männer und Dirigent Gerhard Wöllstein, der als musikalischer Leiter den Hut aufhatte, dank Stadtchef Michael Greiner und dem städtischen Bauhof, den kulturgut-pflegenden Freunden des Heimatmuseums Priorhof mit 18 Helfern um Anke Wiechert und dem Weingut Holger Barth aus Kirschroth wurde das Chorsingen zu einem wunderschönen Liederabend.

Michael Greiner hieß die Zuhörerschar auf voll besetzten Bänken und an Stehtischen und die sechs Chöre herzlich willkommen. Vorläufer des Marumpark-Konzertes war das Singen mit Chören aus der VG, und die werden künftig verstärkt eingeladen und gebeten, teilzunehmen, dachte der Stadtchef laut nach. Am Mittwochabend bereicherte der Apollochor aus Meddersheim unter Hilde Bens als Dirigentin das Konzert und schloss die Reihen, Pianist Gerhard Wöllstein begleitete so lebendig vorgetragene Urlaubsschlager zum Mitsingen und –klatschen wie „Eviva Espana“ oder ein Zulu-Song aus Südafrika. Die Liedauswahl aus einem breiten Repertoire textstarker und lebensfroher Melodien mit Oldies, Volksliedern, Schlagern oder Musical-Highlights aus allen Genres war gelungen und vom Feinsten.

Der Naheland Männerchor eröffnete den bunten Melodienreigen, die Chorgemeinschaft CIS gemeinsam mit dem evangelischen Kirchenchor folgte. Die Kombinierten sangen „O Täler weit o Höhen“ und entführten dann in skandinavische Gefilde; - beide standen ebenso wie mannOmann unter der Leitung von Gerhard Wöllstein. Fast schon ein kleines Konzert bot der Geschwaderchor unter dem Dirigat von Hendrik Ritter, was die leidenschaftliche Sangesfreude der Männer eindrucksvoll untermauerte. Vier beliebte Ohrwürmer und Evergreens wie „Über 7 Brücken“ oder „Liebeskummer lohnt sich nicht“ sang der gemischte Chor aus Steinhardt unter ihrem Dirigenten Josef Stenzhorn. Keinesfalls stocksteif sondern teils mit ausgebreiteten Armen, mit Pep und Esprit ernteten die mannOmann-Männer um Gerhard Wöllstein den heftigsten Applaus.

In der Pause füllten acht Paare mit Square Dance und fliegenden Petticoats von den felkestädtischen „Barefoot Dance“ den Pavillon, Callerin war Viktoria Blankenburg. Sie stellte die Formation vor und sagte die Schritte und Figuren an, die getanzt wurden.

„Die traditionsreiche Veranstaltung muss weitergehen!“, rief Gerhard Wöllstein nach einem ganz starken Finale aus: Da sang der Naheland-Männerchor nachdenklich machende Chorliteratur wie „Zeit ist ein Geschenk“ oder „Ihr von morgen“ von Udo Jürgens. Gemeinsam mit MannOmann sangen beide Chöre „Benia Calastoria“, jenes voluminöse und emotionale alpenländische Lied von Bepi de Marzi mit durchgängigem Grundton und ernteten Beifallsstürme. Absolutes Sahnehäubchen war jedoch der gemeinsam gesungene „Abendfrieden“, eine Hommage an den Komponisten und Chorleiter Rudolf Desch. Das war Gänsehautfeeling pur eines beliebten Liederabends. Bernd Hey.

Zum "Männer"-Foto am Schluss:  Der gemeinsam gesungene Abendfrieden als Hommage an Rudolf Desch war krönender Abschluss des Marumpark-Singens und sorgte für ein Gänsehautgefühl.


Gerhard Wöllstein - Gesamtleitung

Tolle Kulisse -Dirigentin Hilde Bens, Meddersheim

Barefoot Square-Dance-Club

CIS / + ev. Kirchenchor

Gemeinsam gesungen: Abendfrieden