Kirschrother Feuerwehr bei 75. Geburtstag: Gaudi, Ehrungen & Wettlaufen

Kategorie: Kirschroth, Lokale News an Nahe und Glan, Blaulicht

 

Fotos UNTEN: Kirschroth. Beim 75-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Kirschroh wurde überdeutlich, dass die Wehren seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert im dörflichen Leben haben: „Früher gab es bei uns nur die Feuerwehr“, erinnerten sich Hans Werner Theis, Gerhard Borger und Friedhelm Schlarb an einer Bildwand. Dichtgedrängt standen die Bürger am Nachmittag und verfolgten Vorführungen, die der Prävention und Vorbeugung von Unfallgefahren dienlich waren.

75 Jahre Freiwillige Feuerwehr bedeuten 75 Jahre bürgerschaftliches Engagement zum Schutze und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger: Um die Sicherheit sei ihm nicht bange, sagte Ortsbürgermeister Heiko Heß und dankte dem starken Nachwuchs, den Aktiven und Angehörigen und namentlich Uli Hehmann und Andreas Schlarb. Heß erinnerte an die Anfangsjahre der Feuerwehr bei ihren ersten Einsätzen im Krieg, als der Ort beschossen wurde und zwei Menschenleben forderte und an 1977, als im Ortskern zwei Scheunen nacheinander ausbrannten. „Die Feuerwehr ist Helfer für alles geworden“ nannte Wehrführer Uli Hehmann Leitmotive und dankte für nimmermüde Tatkraft und dem örtlichen Förderverein und seinen 86 Mitgliedern um Stefan Theis, die „oft finanzielle Lücken schließen“. In diesem Zusammenhang verwahrte sich Landrat Franz-Josef Diel gegen Kritik des Landesrechnungshofes vom Schreibtisch aus: Mit der „Fahrzeugbündelung“ von fünf Drehleitern habe man 600.000 Euro eingespart, gleiche Sparsamkeit herrsche auf allen Gebieten wie beim Digitalfunk oder der effizienten Ausbildung. Das Ehrenamt sei wertvoll, Aktive und ihre Familien verdienten Respekt und Anerkennung. Zudem könne die soziale Komponente der Feuerwehr und die finanzielle Leistung der Fördervereine nicht hoch genug gewürdigt werden, lobte Diel.

FEIERTAG / EHRUNGEN: Zum Stellvertretenden Kirschrother Wehrführer wurde Andreas Schlarb ernannt. Torsten Gram, Stefan Theis, Peter Franzmann, Mario Schlarb, Jörg Werner und Markus Schlarb von der Einheit Kirschroth sowie Conrad Büchel (Einheit Meddersheim) wurden in den nächst höheren Rang durch den VG-Beigeordneten Robert Nicolay  befördert. Ehrungen nahm Landrat Franz-Josef Diel vor und dankte  Wolfgang Draheim aus Lauschied, Werner Rübenich und Gernot Fett (Seesbach) sowie Thomas Weigand (Odernheim) mit dem Goldenen Feuerwehrehrenzeichen für 35-jährigen aktiven Dienst. Gleiches Ehrenzeichen mit Eichenlaub für 45-jährige Pflichttreue erhielt Kamerad Klaus Derschug von der Sobernheimer Wehr, der auch Ausbilder an der Feuerwehrschule Koblenz ist.

Kirschroth: 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr bedeuten 75 Jahre bürgerschaftliches Engagement zum Schutze und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger: Um die Sicherheit sei ihm nicht bange, sagte Orstbürgermeister Heiko Heß und dankte dem starken Nachwuchs, den Aktiven und Angehörigen und namentluch Uli Hehmann und Andreas Schlarb. Heß erinnerte an die Anfangsjahre der Feuerwehr bei ihren ersten Einsätzen im Krieg, als der Ort beschossen wurde und zwei Menschenleben forderte und an 1977, als im Ortskern zwei Scheunen nacheinander ausbrannten. „Die Feuerwehr ist Helfer für alles geworden“ nannte Wehrführer Uli Hehmann Leitmotive und dankte für nimmermüde Tatkraft und dem örtlichen Förderverein und seinen 86 Mitgliedern um Stefan Theis, die „oft finanzielle Lücken schließen“.

Zeitungsartikel dokumentierten die 75-jährige Geschichte. 18 Aktive des Lösch-Halb-Zuges Kirschroth unter Zugführer und Brandmeister Adolf Schätzel wurden zum 1.Januar 1938 an Ortspolizeiverwalter und Amtsbürgermeister Stumm samt Parteimitgliedschaft nach Sobernheim gemeldet. Im Jubiläumsjahr zählt die Wehr ebenso viele Aktive, eine Feuerwehrfrau und vier Jugendliche, die in Merxheim betreut werden. Eine Fahrzeugparade und Gerät samt Drehleiter konnte besichtigt werden. Die Tische waren voll besetzt, die Erbsensuppe mundete köstlich, die Feldküche war fest in „Schlarbe“ Hand: Markus und Andreas kochten mit frischen Zutaten, Rita und Ilse und servierten und hatten alle Hände voll zu tun. Die Kirschrother waren gute und aufmerksame Gastgeber. Edelgard Bauer-Finther dankte namens der Landfrauen, Kurt Bamberger für den Gesangverein „Fröhliche Zecher“ und Sonja Nitsch für den SV überreichten alle „ihrer“ Feuerwehr Geschenke.

„Früher gab es nur die Feuerwehr, die hatte damals einen ganz hohen Stellenwert“ wussten wie Hans- Werner Theis, Gerhard Borger oder Friedhelm Schlarb alle beim betrachten der Bildwand zu erzählen. Noch immer ist die Feuerwehr Kirschroth amtierender Meister von veranstalteten Wettkämpfen, die einst auf den Nahewiesen mit Volksfestcharakter ausgetragen wurden.

Zur Feier des Tages ließen die Kirschrother diese Tradition mit einem historischen Wettlauf aufleben und maßen mit der Meddersheimer Einheit und Aktiven aus St. Alban ihre Schnelligkeit. Dessen Altvorderer und Wehrführer Norbert Weilacher (63) machte mit und war wie beim letzten Aufeinandertreffen vor 26 Jahren über den „riesigen Spaß und die Kameradschaft untereinander“ begeistert. Schließlich ging es um Sekunden und einiges ungewollt zur Freude der anfeuernden Zuschauer schief.


Schlarbs köstliche Erbensuppe mundete

Wasser Marsch, wo wir sind ist vorn!

Am Verteiler happerte es gewaltig!

Ehrungen und Beförderungen