Kirschroth: 11.Adventsfenstergucken stärkt Gemeinschaft - Rückblick

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Fotos unten -Textende- Kirschroth. Höhepunkt der elften Adventsfensteraktion in der kleinen Weinbaugemeinde war am Heiligen Abend eine lebendige Krippe und die Aufführung der Weihnachtsgeschichte wie aus dem Bilderbuch durch eine Laienspielschar mitten im Ortskern „Am Puhl“ vor einer prächtigen Publikumskulisse.

Wer im Advent abends durch Kirschroth fährt oder schlendert ist verblüfft - und in den neuen Medien ist das tägliche Fenstergucken“ aufgrund der großen Resonanz megapräsent: Das Motto lautet: „Das ganze Dorf soll Adventskalender sein – und jeder kann sich bringen ein!“

Es werden Lieder gesungen, Gedichte gelesen, geplaudert und gescherzt. Kinder musizieren, spielen Instrumente und Erwachsene schmücken mit wertvollen Kunstwerken ihre Fenster: „Ja, das Dorf rückt ganz nah` beisammen – die allabendlichen Treffs beleben die Gemeinschaft kolossal“, freuten sich vom Organisationsteam Petra Heß und Anja Schneider ebenso wie die Senioren Elsbeth und Hanfried Lantz. Gisela Franzmann nahm am 24. Dezember Geburtstagsglückwünsche entgegen, seit über 27 Jahren trägt sie unsere Zeitung aus: „Nein, bei den Geschenken bin ich nie zu kurz gekommen“, antwortete sie im Beisein ihrer Mutter auf Nachfragen.

Zaungäste kamen aus vielen Nachbarorten. Der neu gegründete Becherbacher Posaunenchor umrahmte die elfte Kirschrother Veranstaltung mit den schönsten Weihnachtsliedern zu acht mit Stefan und Heilswint Hausmann, Wolfgang Schneider, Markus Scheich, Carmen Kuhn, Kirsten Arnswald, Uwe Barth und Annemarie Rheinländer.

Nacheinander kamen in herrlicher theatralischer Aufmachung und mit originellen Utensilien auf die Bühne zum Brunnen Josef und seine schwangere Frau Maria (Rene` Stangenberg und Judith Ziegler). Es folgten die Hirten Benjamin Reidenbach, Harald Wiemer und Willi Krauth. Den Engel spielte Neli Jäger, und die Heiligen drei Könige mimten Patrick Theis, Philipp Schneider und Alexander Barth – Erzählerin war Anja Schneider.

Letztere dankte allen „Fenstermachern, die prächtig, liebevoll und mit größter Hingabe und sehr kreativ die Adventszeit bereichert und das Miteinander gestärkt haben. Alles hat wieder prima gepasst“, lobte Anja Schneider. Margit Schlarb wurde für die Ordnung der Liedermappen gedankt, Christa Barth für Gedichte, Harald Wiemer für die echten Schafe, Hans-Werner Theis für die Krippe, Martin Fries für die Kerzen, der 81-Jährigen Elfriede Hornung für köstlichen Christstollen und auch die örtliche Jugend erhielt für ihre Waffelbäckerei Sonderapplaus – alle seien ohne großes zurufen da gewesen. Chapeau!

Ein Jahr existiert der gastgebende neue Kulturverein „Wir für uns“ Kirschroth e.V. – vieles wurde fürs Dorf geleistet, dankte der Vorstand, die Zuhörer applaudierten. Das erste „Survival“-Camp für Kinder im Mai sei derart beliebt gewesen, dass es wiederholt werde. Federweißerball, Martinszug, Nikolausaktion sowie „drei fantastische Theateraufführungen vor wenigen Wochen rechtfertigten zu Weihnachten ein dickes Dankeschön in alle Briefkästen“. Für den Gemeindesaal sollen neue Vorhänge angeschafft werden und schon jetzt steht fest, dass es aufgrund großer Nachfrage am 3. Dezember 2016 den zweiten urigen und gemütlichen Dorfweihnachtsmarkt mit zahlreichen exklusiven Ständen rund um den „Puhl“ unter dem Motto „Dorf der Lichter“ geben wird, auch, weil alle Kirschrother „Füchse“ an einem Strang ziehen.

Übrigens: Die sehenswerten Fenster bleiben bis zum 6.Januar 2016 geöffnet, wenn die Heiligen drei Könige durch Kirschroth ziehen, und dann alle gemeinsam wieder „Guter Mond, du gehst so stille…“ singen.


Maria und Josef auf Herbergssuche im Ortskern am Brunnen

Die Laienspielschar bei einer Aufführung Heiligabend 2015

...und beim Theater 3x Nov./Dez. 2015

Natur pur hieß der Kracher

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