Kirschroth/Meddersheim. Neue Simona-Wasserleitung eingepflügt -200.000€

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Fotos unten. Meddersheim / Kirschroth. 20 Mal musste die marode Wasserleitung zwischen den Weinbaugemeinden geflickt und repariert werden – am Dienstagnachmittag wurde mit einem Föckersperger Kabelpflug und einem davor gespannten kettenangetriebenen Raupenwinden-Fahrzeug mit 450 PS und 100 Tonnen Zugkraft damit begonnen, das 2,8 Kilometer lange Simona Polyethylenrohr (PE) von der Startgrube hinter Alfred Hahns Feldscheune in der Meddersheimer Römerstraße bis vor Kirschroth einzupflügen. Hier sitzt auch ein Druckminderer, der den Wasserdruck von 13,5 auf sechs Bar reduziert; - in den Graben wurde auch ein Leerrohr eingezogen.

Die 200.000 Euro Maßnahme war ausgeschrieben und erledigte das Baden Badener „Cable and Pipe Laying Team“ der Firma Josef Schnell, ein europaweit tätiges Unternehmen mit 200 Mitarbeitern. Vor Ort an der Start- und Zielgrube war die Merxheimer Baufirma Schneider tätig, die auch die Endmontage erledigen wird.

Wochenlange intensive Arbeiten waren auf der Strecke und an der Start- und Zielgrube nötig. Die 144 jeweils 20 Meter langen PE-Rohre mit einem Einzelgewicht von 153 Kilogramm (insgesamt über 22 Tonnen) mussten im Extrusionsschweißverfahren endlos verbunden werden und wurden zur Kontrolle mit drei Bar Luft abgedrückt.

Das Rohr hält 16 Bar Druck aus, hat ein Leitungsvolumen von 50 Kubikmeter, bei einem Leitungsquerschnitt von 147 Millimeter fließen in der Stunde bis 200 Kubikmeter, 200.000 Liter Wasser hindurch.

Die maximale Verlegeleistung beträgt je nach Untergrund bis zu zwei Kilometer täglich – am  Ortsausgang in Meddersheim war der Dienstagnachmittag am kritischsten. Zum einen lagen in Ortsrandlage mitten im Rapsfeld Telefon- und Versorgungsleitungen, von denen niemand etwas wusste, darüber hinaus verlief auf der ersten Teilstrecke direkt unter der 1,60 Meter eingegrabenen neuen Leitung die alte nur 20 Zentimeter tiefer.

„Wenn wir die erwischen, leiden wir quasi Schiffbruch. Bisher sind wir witterungsmäßig sehr zufrieden und hoffen, dass alles reibungslos und unfallfrei verläuft“, informierte der Vorarbeiter der VG-Wasserkolonne, Andreas Bender. Noch in dieser Woche wird die Wasserleitung fertig – danach wird sie mit Wasser, dem 1,5 fachen Nenndruck und mit 21 Bar abgedrückt. Es folgt das durchspülen und desinfizieren, dann werden Wasserproben entnommen und im Labor überprüft, noch im Mai wird die neue Leitung ins bestehende System eigebunden werden, so der VG-Wassermeister und Bad Sobernheimer Wehrführer Andreas Bender.