BiLaBA & Zahnarztpraxis Runkel in Kirn neu-Nachfolge geregelt!

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Fotos Textende-unten-Kirn. Weihnachtsferien und fünfte Jahreszeit `18 sind gelaufen: Firmen arbeiten, es ist wieder Licht und Leben in den Umbau der Kreissparkasse Birkenfeld, Ecke Gerbergasse/ Lindengasse, und in die Zahnarztpraxis Runkel obendrüber gekommen. „Es geht weiter!“, konstatierte die gebürtige Kirner Zahnärztin Gabriele Runkel, eine geborene Schmitthöfer, in mehrfacher Hinsicht und darüber, dass sie allen Spekulationen und Gerüchten den Wind aus den Segeln nehmen kann - alle Beteiligten sprechen von einer Win-win-Situation und gehen in ein spannendes neues Jahr.

Zum Sachstand der Reihe nach: Der Kirner Architekt, Waidmann und Jagdpächter Manfred Kuhn, ist mit dem Umbau der neuen Geschäftsstelle Kreissparkasse Birkenfeld in der Lindenstraße 6 beauftragt. In der Bestandskonstruktion verzögerten sich die Rohbauarbeiten, weil das markante und stadtbildprägende Haus aus den 1920-er Jahren aufgestockt wird, und deshalb zusätzliche Stahlbauarbeiten und Stützen tief ins Erdreich getrieben wurden. Diese Kärrnerarbeit ist erledigt. Ab Ende Februar beginnen die Innenausbauarbeiten mit der komplett neuen Haustechnik - parallel dazu werden Dachstuhl- und Fassadenarbeiten ausgeführt und ein Aufzug angebracht. Damit ist gewährleistet, dass die beiden über der Bank liegenden Arztpraxen auf zwei Ebenen sowie das darüber liegende Wohngeschoss mit zwei Wohnungen über zwei Geschossen samt Dachterrasse barrierefrei zu erreichen sein werden.

Manfred Kuhn nennt trotz boomender Braubranche und voller Auftragsbücher Ende Oktober – dann sollen die Geschäftsräume der einst so genannten „Bilaba“ (Birkenfelder Landesbank) mit dem komplett integrierten früheren Cafe` von Paul Sichler bezugsfertig sein.

Das Gebäude wird auf Jahrzehnte zukunftsfit energetisch saniert und ausgebaut, will heißen, dass aus brandschutztechnischen Gründen in jeder Etage eine F 90-Decke eingebaut sowie T-30 Türen installiert und Fluchtwege bereitgehalten werden – der Umbau umfasst neben der neuen Geschäftsstelle in den beiden Obergeschossen jeweils etwa 270 Quadratmeter und im Dachgeschoss weitere zwei Wohnungen plus einer Dachterrasse.

„Es wird nie mehr eine Heizung absaufen“, informierte der gerade vierfach-gewordene Opa Manfred Kuhn – Heizung und Haustechnik befinden sich im ersten Obergeschoss – damit wurde genau 100 Jahre nach dem verheerenden Kirner Hochwasser mit der Zugkatastrophe am 16. Januar 1918 und weiteren Überflutungen 1993 und 1995 Rechnung getragen.

Sukzessive wird die Zahnarztpraxis von Bernhard und Gabriele Runkel modernisiert und auf den modernsten und hochwertigsten Stand der Zahnmedizin gebracht, denn: Das Ehepaar mit zehn Mitarbeitern betreibt im 36.ten Jahr in der Stadt die Zahnarztpraxis und konnte mit dem 32-jährigen Manuel Westermann aus Bad Sobernheim einen Nachfolger präsentieren. Somit erschließt sich bei den Investitionen im sechststelligen Euro-Bereich eine längerfristige Perspektive. Nach seinem Abi am Emanuel Felke Gymnasium hat er in Bad Kreuznach Zahntechniker gelernt, in Mainz parallel während seiner Arbeit Zahntechnik studiert und bei der renommierten Facharztpraxis für Oralchirurgie, Dr. Kraus und Kollegen in Mainz, seine zweijährige Assistenzzeit absolviert. „Wir alle sind in der heutigen Zeit froh und glücklich, einen würdigen Zahnarzt-Nachfolger mit Kassenzulassung gefunden zu haben“, freute sich Dr. Bernhard Runkel, der vor 36 Jahren die Praxis gründete: „Heute kommen unsere ersten Patienten mit ihren Enkeln herein“, schmunzelt er. „Die Botschaft, dass im hiesigen Raum und in der heutigen Zeit eine optimale wissenschaftlich-hochwertige Zahnmedizin auf dem neuesten Stand in der Stadt vorgehalten wird, ist eine absolut positive Nachricht“, sagte Runkel. „In modernem Ambiente wird das ganze Behandlungsspektrum angeboten, barrierefrei – der Aufzug wird ein Highlight“, ergänzt Manuel Westermann. Das Ehepaar Runkel mit Team wird den Nachfolger, der nach eigenen Worten „im Freundeskreis zu Hause angekommen ist“ und für den Heimat zählt, einarbeiten. Die Praxis sei dafür ausgelegt, außerdem müsse der jahrzehntelang gewachsene und aufgebaute Patientenstamm mit zufriedenen Kunden geordnet übergeben werden.

„Beginnend im März wird der umfangreiche Umbau unserer Praxis beginnen und separat fertig gestellt. Dann wird um uns herum weiter gebaut – lange schließen werden wir keinesfalls!“, strahlten alle drei über eine langfristige und innovative Zukunftsperspektive. Nichtsdestotrotz werde es wegen der Modernisierung von Grund auf kurzzeitig zu Einschränkungen kommen, wirbt Gabriele Runkel um Verständnis – aber dies sei es wert. Bernd Hey.

Zu den zwei Fotos: Entspannt und optimistisch geht`s ins neue Jahr: Architekt Manfred Kuhn nahm auf dem Behandlungsstuhl Platz. Das Zahnarzt-Ehepaar Bernhard und Gabriele Runkel hat spannende Monate vor sich – mit dem Bad Sobernheimer Manuel Westermann (mitte) wurde ein profunder Nachfolger gefunden.