Unberechenbare Nahe: "Die Wilde" und Naturgewalten brachten viel Unheil!

Kategorie: Einst & Heute, Highlights, Lokale News an Nahe und Glan

 

Unser Rückblick auf besondere Ereignisse wird ständig fortgestezt!

Nahe-Rückblick: Verheerende Hochwasser und Stürme entlang der „Wilden“ (Nahe). Die Nahe trägt von altersher aus Überlieferungen den Beinamen „die Wilde“. In der Nacht vom 4. auf den 5. August 1875 richtete ein durch Wolkenbruch verursachtes Hochwasser schwerste Schäden an und kostete 32 Menschen am Hahnenbach und in Kirn das Leben. Im Jahre 1893 traf eine weitere Katastrophe die Stadt: Ein mit Sprengpulver beladener Pferdewagen explodierte auf dem Marktplatz, mehrere Menschen verloren ihr Leben oder wurden schwerstverletzt. (Lesen Sie mehr dazu im Archiv>>>)

Das Hochwasser von 1875 hatte auch die simultane Pfarrkirche in ihren Grundfesten beschädigt. Daraufhin trennten sich nach längeren Verhandlungen die Konfessionen. 1894 weihte die katholische Gemeinde ihre neugotische Pfarrkirche auf Halmen ein („St. Pankratius“), der ältere Bau in der Stadt am Hahnenbach verblieb den Evangelischen und wurde 1895 eingeweiht. Wie auf den Bildern zu erkennen, halfen damals, 1875, Pioniere. Ebenfalls Hochwasser führte die Nahe 1918, als sich eine Zugkatastrophe zwischen Kirn und Hochstetten wegen unterspülter Gleise ereignete und Tote forderte. Weitere Überschwemmungen gab es 1947, 1981 und im Januar 1993. Elf Monate später, am 21. und 22. Dezember 1993 beim Jahrhundert-Hochwasser stattete der damalige Verteidigungsminister Volker Rühe seinen helfenden Soldaten in Kirn einen Arbeitsbesuch ab! Rasend schnell kam die große Flut über Nacht, berichteten die Chronisten und entlang der ganzen Nahe gab es fürchterliche Hochwasserschäden. Im Frühjahr 1990 wütete der Orkan „Wiebke“ und schwemmte ganze Holzlager entlang der Nahe an Schliffgesmühle weg, die man dort unter anderem wegen der Bewässerung gegen den Borkenkäfer angelegt hatte. Die Meddersheimer Brücke bei Bad Sobernheim wurde teils weggerissen. 1918 wurde sie schon einmal weggerissen (siehe Fotos unten) 1993 erneut! Nach der Dezemberflut 1993 wurde die Region am 29. Januar 1994 von einer Sturmnacht heimgesucht! Bilder unten: Blick Richtung Stadt Kirn und zu den Oberhauser Felsen, die Meddersheimer Brücke und der Altenberger Bach, der zum reißenden Strom werden kann...


Verheerende Unwetter

gab es um Kirn

Braune Brühe Altenberger Bach

Meddersheimer Brücke 1918+1993