Vier Feuerwehr-Drehleiter im Kreis angeschafft - Bundesweit einmaliger Vorgang in Rekordzeit abgehakt! KEHL RENNT: Stürmische Übergabe bei der Taufe!

Kategorie: Blaulicht, Lokale News an Nahe und Glan, Bad Sobernheim

 

Bad Sobernheim. Fotos unten anklicken! Bundesweit einmalig ist die kreisweite Indienststellung von gleich vier Drehleitern der neuesten Generation, rekordverdächtig auch die Beschaffungsphase in weniger als vier Monaten. „Darauf können wir alle stolz sein“ riefen Verbandsgemeinde-(„VG“) Bürgermeister Rolf Kehl und Kreisfeuerwehr-Inspekteur („KFI“) Werner Hofmann voller stolz am Feuerwehrhaus Johannisplatz aus. Pünktlich zur feierlichen Schlüsselübergabe öffnete nach monatelanger Trockenheit der Himmel seine Schleusen. Ein Platzregen taufte die neue Bad Sobernheimer Drehleiter mit der Typenbezeichnung „DLA (K) 23-12 GL T“. Mit glänzenden Augen sprach der designierte VG-Wehrleiter Gerd Baum von „etwas ganz Tollem“ und meinte, die neue Drehleiter habe längst ihre Jungfräulichkeit verloren und ihre Feuertaufe mit Bravour bestanden. VG-Wehrleiter Karlheinz Steinbrecher durfte das Fahrzeug als Krönung seiner Laufbahn aus Ulm überführen: „Der erste Einsatz war eine Menschenrettung und dadurch hat sich die Drehleiter schon bezahlt gemacht“, konstatierte er. 90 Minuten vor der feierlichen Übergabe war sie am Samstag vorsorglich zu einem Saunabrand nach Odernheim, und damit zu ihrem vierten Einsatz alarmiert worden. VG-Chef Rolf Kehl ließ drei Jahrzehnte Revue passieren: Vor fast genau 30 Jahren übergab Landrat Hans Schumm den Sobernheimern eine Drehleiter 23 /12 zum Preis von 430.000 D-Mark. Im Januar 2007 wurde Rolf Kehl erstmals mit der Ersatzbeschaffung konfrontiert, Reparaturen sollten 130.000 Euro kosten. Am 20. September 2010 wurden dann in der Kreisverwaltung die Weichen für den Kauf von vier baugleichen Drehleitern für Kirn, Bad Sobernheim, Meisenheim und Bad Kreuznach gestellt, und durch die Sammelbestellung hunderttausende Euros gespart, wie es Rolf Kehl formulierte. Am 29. November 2010 gab der VG-Rat Bad Sobernheim grünes Licht, gleiche Aufträge erteilten die anderen Städte. Alle Redner und Laudatoren sprachen bei der Beschaffung in der Mehrzahl. Es dauerte keine zwei Monate, wo sich felkestädtische Wehrmänner nach Ulm aufmachten, und nach einer zweitägigen Schulung die Leiter zum Stückpreis von 534.000 Euro in die Felkestadt holten. „Innerhalb von vier Monaten ist uns dies alles gelungen, darauf können wir sehr stolz sein“, sagte Landrat Franz-Josef Diel. Das Land wird sich mit rund 222.000 Euro beteiligen, der Kreis zahlt drei jährliche Raten zu je 30.000 Euro, die VG trägt 222.000 Euro. Kehl dankte ausdrücklich dem Land und dem Landkreis. Die Bürgermeister hatten lediglich die Aufgabe, die Beschlüsse herbei zu führen, die Federführung lag bei KFI Werner Hofmann, der das Einmalige hervorhob und ebenso wie Kehl den politischen Gremien in höchsten Tönen dankte. „Dass wir solch eine High-Tech-Leiter bekommen, davon haben wir alle nur geträumt“, plauderte Karlheinz Steinbrecher aus dem Nähkästchen. Ebenfalls ein Novum: Nach zwei „beinahe“ Unfällen musste er die alte Leiter vor Jahresfrist stilllegen und aus dem Verkehr ziehen. Der Feierstunde wohnten Bürgermeister und Nachbarwehren wie Ehrenwehrleiter Heinz Schmitz bei.


Kehl rennt!

Die Ulm-Crew

Stürmisch wars

Hightech-Übung

alles Gute kommt von