Beim Eisessen Menscherettung hautnah erlebt - Kirner Jugendwehr wird 30

Kategorie: Kirn, Blaulicht, Lokale News an Nahe und Glan

 

Fotos unten: Kirn. Aus einem Geschäftshaus am Kirner Marktplatz quillt dicker Rauch aus dem zweiten Stock. Buben zündelten, es gab einen Knall, das Stockwerk ist verraucht: Ein Junge fuchtelt wild mit den Armen, schreit am Fenstersims laut um Hilfe, die Feuerwehr zu rufen. Aber die spielenden Kinder um den St.Georgs-Brunnen hören wegen dem plätschernden Wasser die Hilferufe nicht. Besucher der Eisdiele und Passanten alarmieren die Feuerwehr. Das neue Erstangriffsfahrzeug HLF 20/16 und Kirner „Arbeitstier“ fährt mit lautem tatütata vor. Dann geht alles routiniert blitzschnell: In der vorgeschriebenen Zeit von 30 Sekunden steht das quadratische Sprungpolster, aber der Bub im dritten Stock springt nicht. Warum, hat er Angst? Nein. Grund: Auch zu Übungszwecken darf man das nicht, die Gefahr, dass etwas passiert, sei zu groß. Der Junge wartet lieber auf die neue Drehleiter und wird mit dem Rettungskorb heruntergefahren. Mit dem Eintreffen der Feuerwehr stürmt gleichzeitig ein Trupp Atemschutzgeräteträger in die Wohnung, sucht und findet dank Wärmebildkamera einen zweiten Jungen, der ebenfalls mit der Rettungstrage am Förderkorb von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht und der örtlichen DRK-Bereitschaft Kirn- / Kirn-Land übergeben wird. Diese Übung auf dem Markplatz vor einer breiten Öffentlichkeit bildete quasi den Auftakt „30 Jahre Kirner Jugendfeuerwehr“, was am letzten Augustwochenende im Feuerwehrgerätehaus und mit einem Gottesdienst gebührend gefeiert werden soll, informierte Kirns Wehrleiter Mario Wagner. Eltern und Jugendliche waren genügend auf dem Kirner Marktplatz versammelt, und sie stellten Fragen, gingen auf Tuchfühlung mit den Feuerwehrleuten und den Mitgliedern der Kirner Jugendfeuerwehr, und von daher sei diese Übung ein voller Erfolg gewesen, hieß es bei der „Manöverkritik“.


Marktplatz in Kirn:

Nahe der Eisdiele..

...rauchts gewaltig.

Den Bub am Fenster

hören Kinder nicht