Leinenborn II kommt nicht voran - Seit Jahren hakts an allen Ecken und Enden

Kategorie: Bad Sobernheim, Lokale News an Nahe und Glan

 

Fotos unten anklicken: Bad Sobernheim. Am Montag, 1. August, hätten die Arbeiten am Spielplatz in Leinenborn II beginnen sollen. So berichteten es Anfang Juli mit fester Zusage und dem Baubeginn die Tageszeitungen nach Ortstermin. Am Montag aber ruderte Beigeordneter Alois Bruckmeier zurück: „Planungsbeginn war da - nicht Baubeginn. Da wurde wieder mal etwas falsch verstanden“, war die lakonische Antwort. Am 1. August (nicht am 1. April) rückte hoch droben in Leinenborn 2 nichts an, kein Bagger nichts. Nur Andreas Steitz war da. Wegen der Ferien- und Urlaubszeit ist auch ein viel späterer Baubeginn des Kinderspielplatzes möglich, sagte nun Bruckmeier von der Stadt. Aber: Hätte man das mit den Ferien und dem Urlaub nicht wissen können? Verschaukelt fühlen sich in jedem Falle die wenigen Anwohner, die dort wohnen und winken ab. Ja, vom Baubeginn am 1. August hätten sie auch gehört, aber sie glauben längst nicht mehr an gemachte Versprechen, reden von einer Hinhaltetaktik seit Jahren, und haben sich längst ihre Spielgeräte für die Kinder, Sandkasten und Schaukel, selbst gekauft. Der zuständige Sachbearbeiter bei der Firma Thomas Bau mit Sitz in Ingelheim, Bezirksleiter Rolf Neyer, hat jedenfalls zurückgerufen und sich gemeldet. Vielleicht gehe es ja am kommenden Montag los mit dem Baustelle einrichten, am Freitag will er noch einmal Bescheid geben. Na also, Besserung ist in Sicht. Die fünf provisorisch befestigten Seitenstraßen sollen schon bald ausgebaut werden. Und: Der rund 1,6 Kilometer lange Weg am Wasserhäuschen vorbei nach Steinhardt – die teure und offizielle Nordanbindung dürfte in den nächsten Jahren kaum realisiert werden – wird offenkundig in einen Zubringer zur B 41 umgewandelt. Aber bis es soweit ist, dauert es. Schon 1994 war über die Erschließung von Leinenborn 2 diskutiert worden; rund zehn Jahre dauerte es dann bis zur Umsetzung. Die Thomas Bau übernahm das Areal komplett, legte in Bauabschnitt 1 34 Plätze zwischen 500 und 700 Quadratmetern an. Davon sind heute 13 bebaut. Preis pro erschlossenem Quadratmeter: 75 Euro. Davon fließen 4 Euro als Infrastrukturbeitrag an die Stadt. Abschnitt 2, nordöstlich von Abschnitt 1 gelegen, brächte noch einmal 30 Bauplätze. Doch an deren Erschließung ist nicht zu denken. 2010 wurden in Deutschland nur noch 65 000 Einfamilienhäuser gebaut; in den Vorjahren waren es im Schnitt drei mal soviel. Das zeigt die ganze Misere durch politische „Weichenstellungen“. "Wir haben immer weniger Netto vom Brutto und der Wegfall der Eigenheimzulage war kontraproduktiv", so sagen und sehen es ungefragt die Anwohner zu dem Thema, die dort wohnen.


Leinenborn II: Keine Bagger da, wo der Spielplatz hin soll

Hier soll der Spielplatz hin. Der Mischer steht schon länger da!