Um Pferdsfeld sorgen 230 Meter-Windräder für Zoff- Anwälte eingeschaltet - Kein gutes Haar an Grünen Ministerin Evelyn Lemke - BUND zahnloser Tiger?

Kategorie: Bad Sobernheim, Kreis KH, Soonwald, Lokale News an Nahe und Glan, Highlights

 

Fotos unten anklicken! Pferdsfeld Entenpfuhl. Der Widerstand der Flugplatz-Randgemeinden am südlichen Soonwald gegen Windräder formiert sich und wächst: Im Januar 20123 soll ein Ballon aufsteigen und die Höhe veranschaulichen, bei den Neujahrsempfängen wollen die Bürgermeister und die Mitglieder der Bürgerinitiative Gegenwind Pferdsfeld („BI“) die Bevölkerung sensibilisieren und wach rütteln. Beim jüngsten Treffen votierte die 40 Mitglieder zählende BI einstimmig für Rechtsbeistand. Die Bürger in den Randgemeinden fürchten um die Hälfte des Wertverlustes ihrer Häuser und Grundstücke.

„Alle zehn anerkannten Umweltverbände haben sich gegen LEP IV in seiner zweiten Auslegung entschieden. Bei der Vorrangfläche 18  beim Verfahren des Teilplans Windenergie zum Regionalen Raumordnungsplan durch die Planungsgemeinschaft Rheinhessen- Nahe liegt ein gravierender Planungsfehler vor", erklärte Ippenschieds Bürgermeister Reinhard Koch. Hätte die Planungsgemeinschaft ihre „Hausaufgaben ordentlich gemacht, wäre es unter den jetzt bekannt gewordenen Windverhältnissen, die nachweislich denen früherer Werte entsprechen, gar nicht zu einer Ausweisung gekommen“. Dieser Sachverhalt ist Grund allen Übels. Koch erläuterte das weitere Prozedere, nachdem die VG Bad Sobernheim mit knapper Mehrheit die im regionalen Raumordnungsplan ausgewiesene Vorrangfläche für Windräder in den Flächennutzungsplan aufgenommen hat. Damit sei der erste Schritt eines juristischen Vorverfahrens eröffnet worden, damit die BI gegen die falschen Vorraussetzungen klagen könne, sagte Rechtsanwalt Hartmut Ungelenk: „Die Bürger können sich die Dimensionen kaum vorstellen“.

BI-Mitglieder nahmen kein Blatt vor den Mund: Durch „die kalte Küche wollen im Naturpark Soonwald Nahe die Betreiber und Konsorten mit 230 Meter hohen Anlagen den Status Quo der als zu gering gemessenen Windhöffigkeit aushebeln“. Wenn die Anlagen, die bis zu 90 Prozent mit Subventionen auf Kosten der Allgemeinheit und lukrativen Steuerabschreibungen gebaut sind, suche sich Juwi, wie andernorts auch, neue Betreiber. Man sei zutiefst empört über die Politik und die Subventionsabzocke unter dem Vorwand der Basisdemokratie: „Evelyn Lemke tut das Gegenteil von dem, was sie sagt. Sie tritt FFH (Flora-Fauna-Habitat) -Ideale, elementare Grüne Vogel-, Natur- und Umweltschutzgrundsätze mit Füßen“, gingen die Mitglieder, allen voran Joachim Mohr aus Gemünden von der „BI Windkraftfreier Soonwald“, mit der Ministerin hart ins Gericht. In Simmern habe sie im November 2011 keine Windräder versprochen,  ein halbes Jahr später beim Baubeginn in die Kamera gelächelt. Die Redner listeten namentlich mehrere Fälle von Mobbing auf, wo Lehrer, gescheite Menschen und kompetente Bürger mundtot gemacht und „angeschwärzt“ werden, oder gar Repressalien fürchten müssten. „Parteisoldaten ohne eigene Meinung schaden der Demokratie in gleichem Maße, wie Windräder Unfrieden in die Dörfer bringen“, war Tenor. Längst sei der BUND in Abhängigkeit zu den Grünen als zahnloser Tiger abhängig von Spenden der Windindustrie; - auch hier wurde „für jeden Laien ersichtlich“ eine Handvoll Gründe und Argumente aufgezählt und verlesen.

„Daubach und Ippenschied haben ihre Hausaufgaben gemacht und stehen mit einem gesunden Haushalt da, jetzt sollen wir krankmachende Windkolosse vor die Nase gesetzt bekommen- ein Skandal“, echauffierte sich Reinhard Koch, wenn jetzt Kommunen mit Windrädern ihre Haushalte sanieren wollten. Von den Pferdsfelder Windrädern hätte die VG ganz wenig bis gar nichts: „Je mehr Solaranlagen und Windräder, desto teurer wird der Strom, - in Frankreich wäre das ganze Volk längst auf der Straße und da würde die Hütte brennen“, sagte Koch.

Zu Bild Nr 6329: Sie haben Rechtsbeistand beschlossen und wollen gegen die geplanten Windräder mit einem bayrischen Fachanwalt Klagen. Mit im Bild Allenfelds Bürgermeister Bernd Rohr (stehend, von links), BI-Gegenwind-Sprecher Michael Post, Daubachs Bürgermeister Franz Höling, Ippenschieds „Ob“ Reinhard Koch und Rechtsanwalt Hartmut Ungelenk.


Nr. 6329-Weihnachten 2012: Gegner, Bürgermeister, Anwälte

Holztafel an der Eckweiler Kirche

Der Tower jagt heute Opel über die Startbahn

Stadtrat Bad Sobernheim-Herbst 2012