GewerbeInitiative Kirn: klasse Info-und Beratungsschau ignoriert. Wo blieben die Gäste, Bauherren, Häuslebauer und -besitzer bei Autofrühling am Muttertag?

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Kirn. Fotos UNTEN anklicken: Der erste Info- und Beratungstag der Gewerbeinitiative Kirn (“GiK“) rund ums Gesellschaftshaus beim Kirner Autofrühling ist ausbaufähig: „Die beste Energie ist gesparte Energie“, so war es über dem Stand der Landesenergieagentur EOR (EffizienzOffensiveRheinland-Pfalz e.V.) zu lesen. Thorsten Henkes und Jonas Wolf stellten die ambitionierten und klar definierten Ziele sowie auf Nachfrage die Abwicklung der Förderprogramme detailliert vor. Dennoch dachten mehrere Gäste laut nach, wie und warum weniger Verbrauch immer mehr Euros aus dem Portemonnaie ziehen. Unsicherheit schwang mit, inwieweit das Umweltministerium oder Teile davon ins Wirtschaftsministerium der neuen Rot/Grünen Landesregierung wechseln. Festlegen, wie die Prioritäten künftig noch effektiver verteilt werden, konnten und wollten sich die jungen EOR- Mitarbeiter an der TU Kaiserslautern nicht. Jedenfalls sieht nach wie vor das Förderprogramm „Unser Ener“ für hochenergieeffizienten Gebäudeumbau bis 10.000 Euro Landeszuschuss vor. Die Zielgruppe der GiK- Infobörse waren Besitzer von Ein- und Mehrfamilienhäusern, aber auch Gewerbebauten. „Wir wollen völlig Firmen- und Herstellerneutral aufzeigen und informieren, wo Energie und somit Kosten eingespart werden können“, sagte GiK Vorsitzender Rolf Lagrange bei der Begrüßung. An den jeweiligen Fachständen war es möglich, gewerkeübergreifend alle relevanten Fragen bis hin zu einem Komplettpaket je nach verfügbarem Budget mit Finanzierungs- und staatlichen Fördermöglichkeiten zu schnüren. Lagrange sprach von einer „dynamischen Entwicklung in Kirn“, und auch Stadtbürgermeister Fritz Wagner schlug bei der Begrüßung in die gleiche Kerbe: „Die Stimmung in wirtschaftlicher Hinsicht hat sich zum positiven gewandelt“, sagte Wagner, die öffentliche Hand habe auch in ihrem Umfeld und in Gebäuden „noch jede Menge zu tun und Investitionen vor sich“. Fachvorträge über die energetische Sanierung im Alt- oder Neubau, oder wie modernste Anlagentechniken sinnvoll und kostenbewusst im Wohnhaus integriert werden, rundete das Programm ab. Ganz wichtig: Garantien, Versicherungs-, Blitz- und Überspannungsschutz. In der Langgasse standen das Solar Mobil sowie ein weiteres 13-Meter-Fahrzeug von Vissmann. Hier wurden alle Synergieeffekte und Einsparmöglichkeiten erneuerbarer Energien anschaulich demonstriert, wie Sonnenkollektoren, Holzkessel, Öl-, Gas- und Pelletheizungen funktionieren. Checklisten zum Abhaken lagen aus, die Veranstalter machten es den Besuchern einfach.

Nur wenige nutzen das Angebot im Gesellschaftshaus, lediglich die Fachvorträge zu jeder vollen Stunde waren einigermaßen gut besucht. Das kompakte kostenlose Angebot des 1. Informations- und Beratungstages unter dem Motto „Energetisches Bauen und Sanieren“ und das tolle Kuchenangebot mit Schmankerln der Oberhauser Landfrauen zum Muttertag hätten mehr Besucher verdient gehabt.


Oberhauser Landfrauen warteten auf Gäste

Rolf Stumm (2.v.r.) bei Kundenberatung

Die Organisatoren waren etwas ratlos

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