Ich bin dabei - Initiative von MP Malu Dreyer startet März 2017 in Felkestadt

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Bad Sobernheim. Am 3.März um 15 Uhr laden die Verbandsgemeinde Bad Sobernheim mit Rolf Kehl und der Beauftragte der Ministerpräsidentin für ehrenamtliches Engagement, Bernhard Nacke zur Auftaktveranstaltung „Ich bin dabei“ in den Kaisersaal ein. Am 29. und 30. März sind dann zur zweitägigen Projektewerkstatt von 10 bis 16 Uhr und danach im vierwöchigen Rhythmus an gleicher Stätte Rentner, Pensionäre, Vorruheständler, Menschen mit Zeit und Lebenserfahrung und mit Bereitschaft zum Engagement in einzelnen Neigungsgruppen  und mit einem „Kümmerer“ eingeladen, dabei zu sein. Über 3.000 persönliche Einladungen für Menschen zwischen 60 und 75 Jahren werden in der VG verschickt.

Die Initiative von Ministerpräsidentin Malu Dreyer geht in der neuen Legislaturperiode weiter und startet mit fünf weiteren Kommunen in die vierte Staffel: „Es ist mir eine große Freude, mit den Kommunen gemeinsam das Ehrenamt weiter zu fördern. Dadurch wird vielen Senioren und Seniorinnen ein Weg zu neuem freiwilligem und eigenständigem Engagement eröffnet“, sagte sie jetzt in der Mainzer Staatskanzlei. Mittlerweile engagierten sich 48 Prozent der Rheinland-Pfälzer ehrenamtlich – zum Ende der dritten Staffel waren in 156 Projektgruppen über 1.600 Menschen aktiv – es wurden zahlreiche Broschüren und Schriften über die verschiedensten Aktivitäten, die Stärkung der Vereine, die Entwicklung und Wertschätzung einer Anerkennungskultur sowie über aktiv sein im Alter gedruckt.

In Bad Sobernheim hat sich nach Treffs der Zukunftswerkstatt 2013 im Rathaus und Kaisersaal im Nachgang am 29. Juni 2015 mit 42 Personen der sehr rege Verein „So gut Leben im Alter“ gegründet. Er steht Pate, beteiligt sich quasi als Geburtshelfer, Hebamme für die Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei“. Wir fragten nach.

>>Bekommt jetzt der Verein „So gut leben im Alter“ Konkurrenz?

Elke Kiltz antwortet: Nein, das eine hat mit dem anderen rein gar nichts gemein – läuft parallel. Der Verein hat eine Satzung und ein Ziel. Darin steht, Anlaufstelle für ältere Menschen zu sein und Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben zu schaffen. Man kann sich gegenseitig beflügeln, wenn es die gleiche Klientel ist – der Beauftragte Bernhard Nacke sieht eine Ergänzung und lobt vorhandenes Potential.

>>Die Aktion „Ich bin dabei“ hat also einen ganz anderen Ansatz?

Elke Kiltz: Richtig! `Ich bin dabei` ist für die jungen Alten und die sehr erfolgreiche Initiative von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. In jeder der neuen fünf Kommunen gibt es ein Moderatorenteam von vier Personen. Marlene Jänsch aus Odernheim ist die Person mit sozialpädagogischem Hintergrund, Karin Ritter ist vor Ort die Fachfrau der Verwaltung, und ich kenne mich im Ehrenamt aus. Zwingend gesucht wird die vierte Person, ein Multiplikator in Sachen Seniorenarbeit. Wir haben bereits mehrere spannende Tage Schulung hinter uns und viel über die Strukturen im Ehrenamt und `Ich bin dabei` gelernt und wie wir den Prozess in der VG Bad Sobernheim begleiten und Hilfestellung geben können.

>>Was fehlt in der VG Bad Sobernheim. An was denkt ihr spontan?

Marlene Jänsch und Karin Ritter antworten: In der Projekte-Werkstatt `Ich bin dabei` werden ältere Interessierte in einer Kommune durch direkte und persönliche Ansprache dazu animiert, etwas Liebgewonnenem, einem Hobby oder was sie schon immer realisieren wollten, mit Gleichgesinnten anzugehen. Ein Daubacher möchte eine Reparaturanlaufstelle für Elektro- oder Kleinteile anbieten. Wir denken an Workshops, Kochen, Kultur, eine Senioren-Sing-Gruppe, in der Kita vorlesen. Die rüstigen Rentner im Ort sind das beste Beispiel. Helmut Gebhard mit dem Singkreis 60-plus und seinem Seniorenkabarett hat dies beispielhaft und grandios initiiert.

>>Ihr seid sehr euphorisch?

Karin Ritter antwortet: Oh, ja! `Ich bin dabei` lebt vom Mitmachen, von kreativen Ideen und ist absolut auf Nachhaltigkeit angelegt. In der Projektewerkstatt wird eruiert, wer, was und wie machen will. Das geht von den Bürgern und Teilnehmern aus. Alles ist möglich. Sowohl die erste Staffel mit Beteiligung der VG Kirn-Land und die dritte Serie mit der Stadt Kirn und mit einem Dutzend aktiven Gruppen waren absolut vom Erfolg gekrönt und sind ganz beliebte Selbstläufer geworden.


Karin Ritter, Marlene Jänsch und Elke Kiltz