GV Apollo Meddersheim stellt im 160. Jahr seines Bestehens die Weichen Richtung Jugend mit Chor "Projekt 2010" - Klaus Winter seit 30 Jahren Pianist

Kategorie: Kunst und Kultur, Lokale News an Nahe und Glan, Meddersheim

 

Meddersheim. Der Premierenauftritt des Chores „Projekt 2010“ war beim Apollo-Stuhlkonzert „vun allem ebbes“ gefeierter Höhepunkt. Apollo widmet seine ganze Intensität einem relativ jungen, 20 Stimmen zählenden Chor „Projekt 2010“. Susanne Dieter und Armin Dönnhoff sind Motivatoren und Antriebsfedern, seit Oktober wird ein Mal im Monat mit Chordirektor Jürgen Frank geprobt. Bei ihrem Debüt überraschten sie mit drei englisch gesungenen Liedern von Billy Joel „For the longest time“, mit „Donna Donna“ und „Only you“ von Vincent John Martin, und sangen auch mit ihrem Paten „Apollo“ die Zugabe „Halleluja“. Zahlreiche reaktivierte Stimmen, Idealisten und Chorsänger bilden das neue Ensemble, der harmonische Chorklang beeindruckte: „Irgendwie müssen wir als solch alter Verein gegenlenken und sehen, dass es weiter geht. Die Jüngeren wollen Singen!“, freute sich Vorsitzende Hilde Bens, die diesen „Ableger“ als Saat hegen und pflegen möchte, damit dieses „Projekt 2010“ noch stärker wird. Im 160.Apollo-Jahr feierte Klaus Winter am Klavier sein 30-jähriges Jubiläum, und durfte sich selbst, zumindest phasenweise, zurücklehnen und genießen. Denn die Meddersheimer hatten das Mandolinen-Orchester Gumbsweiler zu Gast. Über zwei Dutzend profilierte und hoch konzentrierte Instrumentalisten um Dirigentin Susanne Linn kamen aus St. Julian, die mit Blasinstrumenten, Saxphon und Quetschkommod`, E-Bass, Keyboard und Schlagzeug, Mandolinen und zwei Mandolas ihrem Namen als Orchester alle Ehre machten und das Publikum faszinierten. Conferencier Wolfhart Dhonau unterhielt gekonnt amüsant und poetisch, besprach „ein ganzes Füllhorn“ gesungener und beliebter Werke und führte durchs Programm. Apollo sah man die 160 Jahre nicht an: „Froh soll unser Lied erklingen- willkommen“, so begrüßte der Gastgeber eingangs und überraschte gesanglich auf höchstem Niveau mit zwei A-capella Madrigals aus dem 16. Jahrhundert „Wir lieben sehr im Herzen“ und „An hellen Tagen“ und erntete Beifallsstürme. Textlich wurde dabei der lieben Musik, dem Jungfräulein und dem frischen Wein gehuldigt, und so schloss sich der Kreis, „vun allem ebbes“, als Motto. „Melodien zum Verlieben“ oder Paul Gerhardts „Geh aus mein Herz..“ im Satz von Ekkehart Nickel sowie Lieder aus einem ganz breiten Repertoire kamen vor vollbesetzten Reihen zu Gehör. Übrigens: Der neue Chor „Projekt 2010“ soll aktiv beworben und zart „begossen“ werden, damit er das vierte Schlagercafe am 23. Oktober bereichern kann.


Apollo und MO Gumbsweiler

Der neue Chor "Projekt 2010"