Fünf Sterne für Schneider-Bau: "Meisterhaft"- Siegel ist Ritterschlag

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Merxheim. Schneider-Bau wurde Ende August 2015 mit dem fünf Sterne „Meisterhaft“- Siegel durch den Baugewerbeverband Rheinland-Pfalz ausgezeichnet; - es ist die höchste Auszeichnung der Deutschen Bauwirtschaft. „Meisterhaft geprüft ist etwas höherwertiges, Qualitätsmäßig herausragend – die Creme de la Creme“, lobte deren Repräsentant und Hauptgeschäftsführer, Dr. Harald Weber, bei der Verleihung. Landesweit gibt es das Zertifikat quer durch alle Sparten und Gewerke nur 70 Mal. Es ist gültig bis 2017 und muss dann neu erworben werden, auf den Lorbeeren ausruhen, gehe nicht, sagte Weber. Die Merxheimer Firma liefert Komplettlösungen, ist qualifizierter Ausbildungsbetrieb, beschäftigt sechs Meister, neun geprüfte Poliere und in drei Jahrgängen 25 Auszubildende – gerade wurden elf neu eingestellt.

Die Qualitätsoffensive „Meisterhaft“ sei keinesfalls eine Marketing- oder „Public Relations“-Kampagne, sondern eine auf Nachhaltigkeit basierende  Qualifizierungsmaßnahme des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes und seiner Landesverbände. „Meisterhaft“ gebe auf den ersten Blick über die qualitativen Leistungen eines jeden einzelnen Betriebes Auskunft. Die an der Qualitätsoffensive teilnehmenden Unternehmen stellen unter Beweis, dass sie ihr fachliches Know-how freiwillig nach streng festgelegten Kriterien immer auf dem neuesten Stand der Technik halten, mit dem Ziel, noch professioneller, noch kompetenter, noch zuverlässiger und noch qualitativ hochwertigere Aufträge ausführen zu können.

Unternehmer Bruno Schneider sagte, man sei schon immer Ausbildungsbetrieb gewesen. Jüngst wurde mit der kooperativen Realschule plus „Auf Halmen“ in Kirn eine Partnerschaft eingegangen, eine weitere steht mit der „Crucenia“ Realschule plus in Bad Kreuznach an der Heidenmauer vor dem Abschluss. Prinzipiell schwächele die Außendarstellung der Handwerksberufe im gewerblichen Bereich, sagte Schneider. Mit der Novellierung der Handwerksordnung in Zusammenhang mit der Abschaffung der Meisterpflicht hat das Handwerk vor elf Jahren eine empfindliche Klatsche erhalten. Kompetenzvorsprünge siechten dahin und wurden vernichtet, weil in der Folge viele subventionierte „Neu-Firmengründer“ mangels Grundkenntnisse und Finanzausstattung das „Messer in der Sau“ stecken ließen und Konkurs anmeldeten.

Die Erweiterung der EU und der damit einhergehende Druck auf den deutschen Arbeitsmarkt mit dem zunehmenden Fachkräftemangel vor dem Hintergrund des demografischen Wandels erhöhen weiter den Wettbewerbsdruck vieler Betriebe. Angesichts dieser Situation habe gerade der Privatkunde einen hohen Absicherungsbedarf, wenn er sich für den Bau eines Hauses oder eine größere Umbaumaßnahme entscheiden soll: „Er vermisst eine neutrale Beratungsinstanz, der er vertrauen kann und hat Angst, sein Geld an windige und unseriöse Anbieter zu verlieren“, sagte Weber. „Um hohe Qualität abzuliefern, braucht’s gut ausgebildete Fachkräfte- wir sind Vorreiter im dualen System und erfüllen auch die Frauenquote“, sagte Bruno Schneider stolz, man sei auf einem guten Weg.


Dr. Harald Weber, (v.l.), Bruno, Michel und Johannes Schneider