Westkurve brennt- Ultras feiern sich - FCK schaut weg - Meier redet schön!

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Fotos Textende- Die Westkurve brennt gegen 1.FCN – Ordner schauen weg – Verantwortliche überfordert: „Pyro geht gar nicht!“ Hurra, FCK - 2.Liga gerettet – weiter so? Rückschlag auf Rückschlag erlebten die treuesten Fans auf dem Betze – zuletzt nach dem „Herzschlagfinale“, der 1:2 Heimpleite gegen St. Pauli – von roten Teufeln keine Spur. Ein aufgeschreckter Hühnerhaufen wurde vorgeführt, erhielt eine Lehrstunde. Davor drei Punkte-Gewinn dank Eigentort von 1860 München im Kellerduell – was die treuesten der treuen Fans bewog, am liebsten den FCK-Spielern in Aue bei der 1:0 Niederlage die Huke voll Prügel zu geben – „die Fresse polieren“ wie Mitgereiste empört riefen. Grottenschlechte Offensivschwäche: Meier „kündigt an“, „will“,  schwadronierte, in Aue den Sack zuzumachen, spricht „von Kräfte mobilisieren“, möchte, würde gern, redet schön: Passiert ist nix. Null. Ein weiter so darf es nicht geben!

Das Einzige was lebt und worauf der FCK stolz sein kann, ist die Begeisterung seiner Getreuen in der proppenvollen Westkurve. Sie schönten beim Saisonabschluss gegen Nürnberg die Optik – denn das 49.780 Zuschauer fassende weite Rund hatte große Lücken, bei 38.423 Zuschauer blieb die Haupttribüne halb leer! Und trotzdem haben die Stadtväter um OB Weichel mit der EM Absage 2024 einen Fehler gemacht. Eine Europameisterschaft ist mit dem Betze-Gekicke nicht zu vergleichen und finanziell "Aua" schreien, bevor es Wehtut ist unfair und ein Foul. Was ist Lautern ohne Fußball??

Die Westkurve brannte beim Nürnberg-Spiel ein Feuerwerk ab – steht auf wenn ihr Lauterer seid- wenn ein Roter das runde Leder nur stoppen und unter Kontrolle bringen konnte. Die Ultras feierten sich selbst und ihr Zehnjähriges, und brannten friedlich eine Pyro-Orgie ab, die viel Geld kosten wird.

Auf dem Rasen spielte Not gegen Elend, ab der 65. Minute verteidigte der FCK das 1:0, zitterte sich durch Zeitverzögerung und Spielerwechsel dem Abpfiff entgegen.

Jetzt soll alles gut sein? Hurra gewonnen!?!?. Zweite Liga gerettet, kann das bei allem Missmanagement der Anspruch nach dem 34. Spieltag sein? Ein Hype wurde aus dem „Abstiegskampf“ gemacht, der 12. Mann beschworen. Nur wenn die noch schlechter platzierten Arminia Bielefeld und TSV 1860 auswärts!! gewonnen und der FCK verloren hätte, müsste die von Norbert Meier schöngeredete Betze-Elf gegen den Abstieg aus Liga 2 in die Relegation.

Was für ein Armutszeugnis hoch zehn im Quadrat – nicht um den FCK mit seinen begrenzten Möglichkeiten schlecht zu machen -nein! Die Spieler umso mehr; - Kerk und Zoua bei finanziell permanenter Unterdeckung sind Fehleinkäufe. „FCK-eigene“ Journalisten lassen auf der offiziellen Webseite kein gutes Haar am Verein – und welcher Investor oder Sponsor lässt sich bei solch einer Truppe vor den Karren spannen? – bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis beißt sich der Hund in den Schwanz; - obwohl bei drei Punkten mehr sogar ein einstelliger Tabellenplatz möglich gewesen wäre.

Gegen Nürnberg waren 50 Sekunden gespielt, als der (beste!) FCK-Spieler mit der Nummer 34 (Naser Aliji) im FCN-Strafraum einen Meter über den Ball trat und beim anschließenden Torschuss mutterseelenallein auf das Nürnberger Gehäuse das Eckfähnchen traf…

Das zu sehen bezahlen Zuschauer Eintritt? Für Sarkasmus bei Endzeitstimmung? Auch sonst hat der Betze nichts, rein gar nichts, mit seiner traditions- und ruhmreichen Vergangenheit, mit Charakteren aus der Region, mit Schweiß und Herzblut, mit Lust, Kampfgeist und Leidenschaft gemein. Außer dass „Mit Herzblut zurück“ oder „Nur zusammen sind wir Lautern“ auf den Shirts steht, und der Mythos propagiert werden muss, die Spielbank das Eckenverhältnis zählt, die Rheinpfalz die „Pfalz lebt“, Auto Kehry die Zuschauerzahl präsentiert. Früher war „Zuschauer König Kunde“, heute wird auf der Anzeigentafel 90 Minuten lang nur die Ein- und Auswechselung eingeblendet, Spiegelreflexkameras sind verboten - der Schweizer „Justpay“  Kartenzahler-Betreiber ist insolvent, pleite, Guthabenbesitzer blicken in die Röhre. Das passt ins Bild.

Als FCK-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Nikolai Riesenkampff (O-ton: „…sind finanziell ins Risiko gegangen“) im Mai im SWR-Flutlicht zu Gast war, hatte der schwache Moderator ein Dutzend Fragen vom Blatt abgelesen: Warum er in Berlin lebe und selbst nicht auf Sponsorensuche gehe, was mit Fröner Hof, Fan-Anleihe, Sportpark Rote Teufel, der „Söldner-Truppe“ passiert und warum Wunsch und Wirklichkeit wie Himmel und Hölle auseinanderklaffen, darauf gab es keine Antworten.

Finanzvorstand Michael Klatt am 21. Mai im Flutlicht: „Wir müssen noch kleinere Brötchen backen“. Dutzende fette Halogen-Dampf-Lampe bis 1.500 Lux Leuchtenstärke (keine LED´s!) brannten am helllichten Tag bei strahlendem Sonnenschein noch einmal so richtig, bevor am Betze endgültig die Lichter ausgehen. Jeder ist eben seines Glückes Schmied - aber ein "weiter so" darf es nicht geben!


Feuerwerk -leider Abseits

Das 1:0 durch Halfar, 19.Min.

Treue Betze-Fans

Bar Cash auf die Kralle!

Flutlicht -im Pulverdampf