Lotto-Elf weltweit einzigartig - Sie traf in Simmertal 22 Mal auf ein Tor - 11.000 Euro für Förderverein Lützelsoon - Marco Reich & Kicker wirbelten wie wild

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Fotos unten - Simmertal. Fröhliches Kinderlachen und wahres Kinderglück sind etwas ganz Besonderes. Längst nicht Alltäglich: Das musste dieses Jahr die Tschernobylhilfe e.V. aus Kirschroth / Bad Sobernheim erfahren, als im August bei einem Gast-Teenager aus der Region Klimowitschi Krebs diagnostiziert wurde. 11.000 Euro kamen für den Förderverein Lützelsoon und „Hilfe für Kinder in Not“ beim Benefizspiel der Ü-40-Auswahl gegen die Lotto-Elf in ihrem 176. Spiel am Flachsberg zusammen. Gewinner waren alle – das Ergebnis für die Nahe-Ü-40 Kicker ärgerlich, aber zweitrangig.

„Das wir Ausrichter sein durften, ehrt und freut uns“, resümierte der Simmertaler VfL-Schatzmeister Willi Heipp. Die Lotto-Elf in Rheinland-Pfalz ist weltweit etwas Einmaliges, etwas Großartiges. Schon vor zwei Jahren gastierte sie mit Zaubermaus Rathino oder TV-Entertainer Guido Cantz beim 11:2 Sieg.in Hennweiler, wo Torwartlegende Wolfgang Kleff an Schüler und Kicker Tipps, Tricks und Kniffe weitergab, von denen sie noch heute schwärmen und profitieren. Im Vorfeld bei der Pressekonferenz sorgte sich der Weltmeister von 1974: „Die Lotto-Elf ist leider ein Auslaufmodell- die Bundesliga-Fußballer chillen auf der Couch und sind zu satt“. Umso höher das Ansehen der grellgelben Lotto-Elf, das Spendenbarometer seit 1999 steht nahe bei 1,7 Millionen Euro.

In Simmertal übernahm diesen Part von Kleff der Bochumer A-Jugendtrainer Darius Wosz – über 40 bis 12-jährige Jugendspieler aus der ganzen Region machten beim Schnuppertraining begeistert mit, Timo Holländer war von VfL-Seite dabei. „Ja, es gibt nach der WM einen Boom im Jugendbereich“, war einhelliges Fazit. Rosi Hein und Britta Rodenbusch betreuten mit der zierlichen Frau des Ex-Nationalspielers, Monika Wosz, den Cheerleader- Tanz und steppten sehr synchron und ausdrucksstark vor einer prächtigen Publikumskulisse.

Den Anstoß am Flachsberg machten RLP-Innen-und Sportminister Roger Lewentz gemeinsam mit Horst Eckel, der für seinen 150. Einsatz geehrt wurde, der anwesende Kölner Wolfgang Overath lief zum 157. Male auf. Wir berichteten ausführlich.

Otzweilerer ließen sich gerne mit FCK-Chef Stefan Kuntz ablichten. Der 83-jährige Simmertaler Eduard Holländer strahlte, noch einmal neben dem ein Jahr jüngeren „Jungspund“ und 54-er Weltmeister Horst Eckel zu stehen. „Edi war gerührt und sehr stolz“ - dies war für „Ob“ Werner Speh und die VfL-Verantwortlichen eine Wohltat, anzusehen. Stand der Abwehrkämpe doch einst in der Simmertaler Traditionsmannschaft mit Torwart Norbert Klopp, dem Schwager des jüngst verstorbenen Simmertaler Alt-„Ob`s“ Willi Heß, und Sohn von BVB-Trainer Jürgen Klopp.

22:0. War das abgekartetes Spiel, Absprache?  Was lief da schief? Im Nachgang haderten die Spieler mit sich selbst, Gott und der Welt, denn jeder Fußballer will nur eins: Auf dem Platz gewinnen. „Leichtfüßig auf dem Bierdeckel ausgetrickst“, „Total die Übersicht verloren“, hörte man oft am Spielfeldrand. Es war nicht so, dass die Ü-40-Nahe-Auswahl kein Pressing gespielt hätte. Hat sie. Da rasselte Timo Engelmann (FCV Merxheim) einmal mit Marco Reich zusammen, da rutschte der Simmertaler Matthias Christian mit Darius Wosz ganz gefährlich durch den Strafraum bis ins Toraus. Aber die „Starkicker“ waren flexibler, geistig topfit und ihre Sieger-Gene ausgeprägter. Obwohl Jörg Maiwald (Merxheim) noch so konsterniert war („Wir bringen auf fünf Meter keinen Pass an den freien Mann“) war das Sportliche absolut zweitrangig.

„Wir wollten verdienten Spielern die Möglichkeit geben, Gutes tun und dabei zu sein. Da verliert man schnell die taktische Übersicht“, sagte Willi Heipp, dessen Enkelkinder Moritz und Anton Wurdel mit dem Seesbacher Bundesliga Schiri Torsten Bauer auflaufen durften. Gewinner waren an diesem Abend alle, auch Michael Naujoks der unter vier Dutzend Tombola-Preisen gleich zwei Mal ViP-Karten für Mainz 05 gewann. Held des Abend war Alfred Wagner aus Oberhausen, Realschullehrer auf Halmen in Kirn, dem seine Schüler diesen Einsatz in der Lotto-Elf ermöglichten.

Tore & Zahlen: Sponsorengelder im Vorfeld und den Eintritt von 650 Zuschauern stockte Lotto RLP auf 11.000 Euro für den Förderverein Lützelsoon auf.  Zweimal 11 Tore fielen auf das gleiche Tor, wo die meisten Zuschauer standen. Neun Tore schoss Matthias Scherz, 6 Peter Peschel, 5 Marco Reich und jeweils eins Dr. Erol Gercek und Tomasz Waldoch.


FCK-Chef Stefan Kuntz und Horst Eckel

Honoratioren, Sieger & Besiegte

Einlauf mit BL-Schiri Torsten Bauer

Otzweiler Bayern und FCK-Fans mit Kuntz

Monika Wosz und Cheerleader-Girls