Bärenbacher ließen es mächtig krachen: Neuer Rasenplatz - 90 Jahre FCB, 40 Jahre Gymnastikfrauen, VG-Pokalfinale- Martin Weller & Menschenkicker

Kategorie: Bärenbach, Lokale News an Nahe und Glan, Sport

 

Fotos UNTEN anklicken: Bärenbach. Mit neuem Rasenplatz in eine neue Fußball-Ära: Drei Tage lang ließ es der FC Bärenbach am Lerchenkopf mächtig krachen und feierte mit großem Rahmenprogramm und Ehrungen, dem VG-Pokalfinale und Menschenkicker bei einem dreitägigen Sportfest 90. Geburtstag, 40 Jahre Damengymnastikabteilung und Sportplatzeinweihung.

Interessantes bringt die wechselvolle Vereinsgeschichte zutage: 16 Fußballbegeisterte gründeten im Gasthaus Nagel (Zum Rothenberg) am 23. August 1921 unter Aloys Collet den FC Bärenbach, der in den Vereinsfarben schwarz/weiß dem Sportverband Nahe-Land beitrat. Auf „Pfaffenich“ wurde gerodet, abgeholzt und gebolzt. Eine fehlende Entschuldigung unter Mitgliedern kostet das erste Mal 10 Reichsmark, das zweite Mal 20, und wurde beim dritten Mal mit Spielausschluss bestraft. Nach dem Krieg wurde 195o der FCB unter Vorsitz von Wilhelm Grub und mit Beitritt zum SWFV reaktiviert. 1951 half die Gemeinde beim Sportplatzbau „Im Bachgarten“. Am 31. März 1964 war der „schwärzeste Tag“ in der Vereinsgeschichte: Morgens wurden die Parzellen zweier Eigentümer umgepflügt, und die beiden letzten Saisonspiele mussten quasi „in Feindesland“, auf dem Schmidthachenbacher Sportplatz, ausgetragen werden. Der heutige Sportplatz am Lerchenkopf wurde plan geschoben und konnte erst dank der Mithilfe der in Baumholder stationierten Amerikaner am 5. August 1967 eingeweiht werden. Ein Hubschrauber warf den Spielball ab. Der Neuausbau schlug 1983 mit 320.000 D-Mark zu Buche. Zu allen Zeiten herrschte finanzieller Mangel, der heutige Rasenplatz fand um die Jahrtausendwende noch mehr Gegner als Befürworter. Letztlich war der Hartplatz nicht mehr zeitgemäß: „Fußball ist unser Leben“, rief Ortsbürgermeister Jürgen Schmidt aus und lobte die umfangreiche FCB- Hallenrenovierung 2008, die vorbildliche Jugendarbeit und die Rasen-Investition als eine „eindrucksvolle Leistung, die allerhöchsten Respekt und Anerkennung“ verdiene. Schmidt beglückwünschte FCB-Chef Friedhelm Jakoby und überreichte Präsent und Fußball. Ganz viele Spieler haben über 500 Spiele absolviert, Michael Kaiser kam neu hinzu. Heute spielt die erste Mannschaft des FCB mit 95 Prozent Bärenbachern in der Kreisliga Nahe West 1, die Reserve in der Kreisklasse Nahe Ost 3. In der AH sowie im Jugendbereich besteht eine Spielgemeinschaft mit dem TuS Becherbach und dem SV Schmidthachenbach, es sind C-, D-, E-,F- und G-Jugend gemeldet. Fußball, Feldbogen-Abteilung, Frauen-Gymnastik und Jazztanz sind Standbeine des FCB.

Die Jazztanzformation „Shut up and Dance“ um Nadine Mildenberger tanzte, nach dem Kommers trat Martin Weller auf. Der Hochwaldcowboy ist einer der Ihren, Mitglied des FCB in der Feldbogenabteilung „Bäfelbosch“. Aus seinem Repertoire „Schön` Musik unn dumm Geschwätz“ hatte er Heimspiel und lief zur Höchstform auf, als er über Weltstar „Willise Bruce“ aus dem Nähkästen und aus der gemeinsamen Kinderstube „Keltenstraße“ plauderte. Als der dem CNN-Sender ein Exklusivinterview gab und niemand wusste, wo Idar-Oberstein liegt, kam mit dem Zusatz, das Martin Weller auch dort wohnte, das „Aha“-Erlebnis und da wussten alle Bescheid!

Geehrt vom Sportbund Rheinhessen und Karl-Heinz Adam als Vertreter der Nahe Vereine wurden mit der Silbernen Ehrennadel Willi Noll, Emil Porger, Erich Grub und Dieter Grub. Karl-Heinz Thömmes überreichte für den DFB und den SWFV Joachim Römer und Reinhold Steinmetz die Verbandsehrennadel, sie wird Manfred Hohlreiter und Hans Grub nachgereicht. Der Verein ernannte Erich Grub und Hans Norbert Collet zu Ehrenmitgliedern, für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Erich Grub, Erich Barth und Paul Gerhard Grub geehrt. Weiter wurden Ralph Winkler, Heike Ulrich, Jörg Neeß, Volker Barth, Marcel Grub, Björn Gutheil, Markus Henrich, Aljoscha Klein, Armin Litzenburger, Frank Litzenburger Daniel Sauer, Jens Schmidt, Florian Stranz, Michael Ulrich und Sebastian Ulrich geehrt.

Bärenbach. Als der Verein vor gut 40 Jahren seine „Notkirche“ als Domizil erhielt, musste die natürlich geputzt, genutzt und sauber gehalten werden. Mit dieser ironisch-humorvollen Einleitung erntete Gymnastikchefin Herta Weinz Applaus für die aktive Damen-Gymnastikabteilung. 1970 markierte eine aus Koblenz importierte Notkirche der katholischen Kirchengemeinde in der Bärenbacher FC-Vereinsgeschichte einen weiteren Meilenstein. Von überall her kamen Frauen turnen, es wurden zwei Gruppen gebildet. 2005 wurde die Halle zu einem Schmuckstück saniert. Die sieben Gründungsmitglieder der Gymnastikabteilung sind Herta Weinz, Loni Götz, Inge Keller, Ilse Minnich, Irene Schummer, Hilde Wensky und Helga Zuck. Kurzerhand erhielten alle anwesenden Gymnastikdamen Rosen, denn nach wie vor sei es nicht allein das Turnen, sondern das Feiern „und die Kameradschaft, die uns jung und zusammenhält“, sagte Herta Weinz.


Belebendes Element sind die Frauen um Herta Weinz

Martin Weller ist Mitglied der Abteilung "Bäfelbosch"

Fun: Menschenkicker

Altvordere geehrt...

und vom FCB gedankt