Einkehrmöglichkeiten fehlen- Hunsrück-Schiefer-& Burgenstraße kommt NEU

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Kirn-Land. / Rhaunen. Einstampfen oder mit neuer Konzeption Reorganisieren? Der Förderverein der Hunsrück- Schiefer- und Burgenstraße (HSB) stand vor einer gravierenden Entscheidung und entschied sich für Letzteres. Neuer erster Vorsitzender ist der Rhauner VG-Bürgermeister Georg Dräger, der seit Gründung der HSB im Jahre 1989 Kirn-Lands früheren Bürgermeister Günter Schwenk (Hennweiler) ablöste.

Das Gebiet der HSB im mittleren Hunsrück bis hinunter ins Nahetal liegt in einer faszinierenden Mittelgebirgslandschaft und ist von wildromantischer Schönheit, jahrtausende alter Sehenswürdigkeiten und unberührter Natur, das steht außer Frage. Aber: Es gelte, die Pfründe entlang der HSB zu reaktivieren und zu bündeln. Dabei habe der Hunsrück als Gebietskulisse gegenüber „SooNahe“ Nachholbedarf und müsse Alleinstellungsmerkmale erst noch implizieren und verankern, nannte Dräger Prioritäten. Ganz stark: Drei VG´s hätten die Hahnenbachschleife und das Tal mit Wassererlebnispfad zu einem renommierten Vorzeigeobjekt aufgewertet; - in die Region Bundenbach mit Museum, Ruine Schmidtburg und Gruben seien 300.000 Euro in die Infrastruktur geflossen. Beachtliche Mittel, aber: Hauptaufgabe und Knackpunkt sei das im Argen liegende professionelle Beherbergungswesen. Hier sollten „private Investoren und Betreiber bereit sein, mit uns und den Kommunen weitere Schritte zu gehen“, forderte Dräger unverblümt, weil ansonsten alle touristischen Investitionen konterkariert werden. Sein Kollege Werner Müller will ausloten, inwieweit Gemeinden und Vereine im Kirner Land Lücken schließen können. Erklärtes Ziel: Gastwirtschaften, Beherbergungsbetriebe und zusätzliche Einkehrmöglichkeiten seien das A und O.

„Kein Kirchturmdenken“, sprach Werner Müller die Problematik des Förderprogramms Leader plus an, wonach bisher räumlich der nördliche Teil von Kirn-Land gefördert wurde.Es gelte auch im südlichen Teil „touristische Pflänzchen zu gießen und zu pflegen“. Erste Maßnahmen waren die Vitaltouren und Agenda-Tafeln, für den geplanten Kultur- und Landschaftspfad mit zwei Rundwegen um Heimweiler / Becherbach sei die Hälfte der Kosten in Höhe von 25.000 Euro bewilligt. Weiterer Lichtblick sei Schloss Dhaun, wo in Kürze Zukunftsinvestitionen beginnen und ein Beherbergungskonzept über den Seminarbereich hinaus erarbeitet wird. Von 257.000 Euro Gesamtkosten habe man 145.000 Euro bewilligt bekommen.

Die neue HSB-Geschäftsführerin Gabi Vogt stellte die in Arbeit befindliche neue Internetpräsenz (Freischaltung Ende August) vor. Sie habe oberste Priorität: Alle 113 Institutionen, qualifizierte Ferienwohnungen und Mitgliedsbetriebe der HSB sind präsent, Orte direkt verlinkt. Gemäß dem Trend der Zeit sind viele Bilder eingestellt, Freizeiteinrichtungen, Burgen, Schlösser, Vitaltouren, Restaurants, Bäder oder Sportanlagen sind kurz beschrieben, Tipps, Infos und Service gibt es zum Downloaden: Durch eine gut verlinkte Internetpräsenz sei man stets auf dem neuesten Stand, sagte der neue HSB-Vorsitzende Georg Dräger. Bernd Hey.

IM DETAIL: Rhaunens VG-Bürgermeister Georg Dräger ist Vorsitzender der HSB, Stellvertreter sind Werner Müller (VG-Bürgermeister Kirn-Land) und Michael Brzoska (Bundenbach). Gabi Vogt ist Geschäftsführerin, aus der VG Rhaunen arbeitet sie mit Claudia Jörg zusammen. Beisitzer sind Dieter Kaiser (Gemünden), Guido Conrath (Sulzbach), Günter Schwenk (Hennweiler), Hans-Jürgen Dinig (Hochstetten-Dhaun), Fritz Wagner (Stadt Kirn), Harald Rosenbaum (Bürgermeister VG Kirchberg). Weitere Ansprechpartner sind Dietmar Klein und Verena Lang (Kirn), Hans-Werner Johann (VG Kirchberg) und Sonja Schmidt (VG Rhaunen).


Werner Müller (li.) Gabi Vogt, Georg Dräger