Limbacher Feuerwehr topfit - klasse-Schnupperkurs im Ort kam an & war Top!

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Fotos UNTEN anklicken: Limbach. Die Dorfwehren schrumpfen aufgrund Alter und hoher Fluktuation - die Anforderungen und Schulungen an Samstagen werden für die Wehrleute immer größer, was berufstätige kaum mehr zu leisten imstande sind: „Das Ehrenamt braucht das Hauptamt, gerade in der Fläche“, werden Rufe nach Feuerwehrtechnischen Einsatzzentralen (FTZ) immer lauter. In den zurückliegenden Jahren reduzierte sich krankheitsbedingt die Zahl der aktiven Limbacher Feuerwehrleute auf sieben. Am Samstagabend sollte eine relaxte „Schnupperübung“ die Notwendigkeit zur tätigen Mithilfe der örtlichen Wehr wecken und alle Sinne sensibilisieren, um die Einsatzstärke wieder in den zweistelligen Bereich zu bringen, erklärte Carsten Korn, der diese öffentliche Info-Übung ausarbeitete. Schließlich erwarten in Kürze die Limbacher ein neues Kleinlöschfahrzeug mit 600 Liter Wasser an Bord. Mit der Wehrführung um Siegmund Matzke und seinem Stellvertreter Matthias Preßnick war das Trio von der Resonanz „restlos begeistert und überwältigt“. Einzige Order war: „Interesse zeigen, eigene Sicherheitsschuhe und Handschuhe mitbringen“.

Carsten Korn ist gebürtiger Limbacher, sein Opa hatte im Dorf die Feuerwehr mitgeprägt. Der 24-jährige erwarb im Alter von 12 Jahren das Rüstzeug in der Jugendfeuerwehr Merxheim, Meddersheim und Kirschroth. Korn ist aktiver Feuerwehrmann in Kirn und seit 2012 in seiner Heimatgemeinde Limbach, wo seitdem nur die Feuerwehrfrau (Buchautorin und Frohnatur) Nadine Krus als taffer Zugang registriert wurde, sagte er. Der Übungsablauf begann am Feuerwehrhaus mit der Vorstellung des Magirus TLF 16/24, was alles wo an Bord verstaut ist und wie ein Einsatz von der Alarmierung bis zur Nacharbeit im Feuerwehrhaus abläuft. Ganz wichtig: Sofort die 112 alarmieren – dann löst die Leitstelle den Alarm aus. Limbach bildet mit den Nachbarwehren eine Ausrückegemeinschaft, und zählt in der südlichen VG Kirner Land zum Brandschutzbereich 1 mit Becherbach, Bärenbach, Meckenbach, Otzweiler und Heimweiler.

Mit stoischer Ruhe wurde von der Verkehrssicherung über das Ausleuchten bis hin zum Verteiler- oder Wasserschlauchaufbau zum Hydrant die Übung besprochen und die Zaungäste und Passanten kurzerhand von den Aktiven eingebunden und in ihre Mitte genommen. In der Gerätehalle von Christoph Schupp wurde ein Brand simuliert und da hatte sich der achtjährige Bub Christopher Preßnick als Komparse versteckt und wurde „gerettet“. Aktiv mit von der Partie waren auch Tina Steffens und Janina Rosenthal: Ja, es habe ihnen sehr viel Freude gemacht und Interesse geweckt- auf Krücken verfolgte der 16-jährige Julian Preßnick die Übung; - er kam als Zehnjähriger in die Jugendfeuerwehr Kirn und wünscht sich nach seiner Hüftgenesung eine Rückkehr in die Feuerwehr. Der Limbacher Straßenwärter Markus Fuchs „schnupperte“, und erstmals hatte der 19-jährige Laurens Rockenbach ein PA auf dem Rücken – der Limbacher FSJ-ler an der Wilhelm Dröscher Förderschule in Kirn will sich als Floriansjünger engagieren und er wurde behutsam von den Geräteträgern Benedikt und Siegmund Matzke, Markus Venter und Carsten Korn unterrichtet. Ruck-zuck war im Handumdrehen ein so genannter Monitor, quasi eine Selbstlöschanlage oder feststehender Wasserwerfer aufgebaut. Am Ende des Tages äußerten sich Carsten Korn und das Team über drei Neuzugänge sehr optimistisch und freuten sich trotz Coronazeiten und AHA-Regeln über diese gewinnbringende Übung.

Limbach blieb von größeren Bränden nicht verschont – „Im Eck“ konnten in den 1990-er Jahren durch beherztes Eingreifen von Heinrich Schmitt Personen in letzter Sekunde gerettet werden – Schmitt wurde vom Land geehrt. Am 12. August 2003 brannte im Ortskern in der Vordergasse ein Bauernhof,– am Ende des Tages waren acht Stück Großvieh, ein Kalb und drei Schweine zu beklagen. Über 70 Feuerwehrleute und die Dorfgemeinschaft meisterten ohne eine Blessur oder einen Kratzer diesen beispielhaften Einsatz mit Bravour, berichtete die Kirner Zeitung. Und am 25. Juli 2019 war eine Rauchsäule bei einem Flächenbrand auf der Gemarkung kilometerweit zu sehen und erforderte bei 40 Grad einen Großeinsatz mit über 250 Einsatzkräften aus mehreren Landkreisen.


Der Bub machte alles mit

...DA gehts lang...

Wasser Marsch!

Jeder hat mal klein angefangen..

Rückblick: Heißer August 2003