Coffee to Go: Im Felke-Cup-Pfandbecher schmeckt der Kaffee viel besser!

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NEU: Fotos Textende: Bad Sobernheim. Mit dem neuen Felke-Cup als „Coffee to Go“ Mehrweg-Pfandbecher setzt die Felkestadt ein positives Zeichen in Sachen Umweltschutz und Müllvermeidung. Neun Cafe`s in der Innenstadt machen mit und ziehen an einem Strang: „Wir alle sind sehr zuversichtlich, dass dieser Felke-Cup ein Gewinn für alle wird – unsere Kunden werden immer umweltbewusster, und hierzulande wird das Pfandsystem von Handwerkern, Jugendlichen oder Schülern wertgeschätzt“, sagte Sandra Friedrichs von der Kallenfelser Bäckerei, die in der Felkestadt drei Cafe´s betreibt. Der Anfang ist gemacht – etwas Vergleichbares gab es bisher nicht.

Bilder und Filme von verschmutzten Weltmeeren, Vögel mit Mägen voller Plastikmüll waren nach einer Ausstellung vom NABU in Zürich und übervolle Müllbehälter in Zügen, Parks und Städten mit Bechern Initialzündung bei Marianne Goertz von den Grünen, etwas Grundlegendes für Umwelt und Natur zu tun. Von Anfang an sie von Barbara Lehne` begleitet und unterstützt. In Sachen Plastiktüten habe sich erfreulicherweise in Bad Sobernheim einiges getan, die Tendenz gehe zu Null.

Initiatorin Marianne Goertz machte sich im Abfallwirtschaftsamt in Freiburg kundig und kam zu einem Start-Up Unternehmen in Rosenheim, die mittlerweile bundesweit in Sachen Pfandbecher tätig sind. Nach Experimenten im Vorfeld mit heißem Wasser entschieden sich die felkestädtischen „Felke-Cup-Franchiser“ und Fürsprecher wie etwa Alois Bruckmeier oder Marktmeisterin Sonja Nitsch für diese Variante, die ein führendes Münchner Unternehmen herstellt. Übrigens werden dort gerade Einweg-Becher verboten. Beate Schmell von B+D Design aus Monzingen gestaltete kostenlos das Logo mit dem Konterfei des Lehmpastors Emanuel Felke mit weniger Farben, damit es drucktechnisch verwendet werden konnte, und sie sorgt auch für das Werbematerial mit Flyern und Plakaten. „Alles klappte reibungslos, überall lief ich offene Türen ein. Danke euch allen, die sehr kooperativ mitgemacht haben“, lobte Marianne Goertz bei der Präsentation im Rathaus, die sensibilisierte und für eine Schonung der Ressourcen und Umwelt plädierte. 2,8 Milliarden Pappbecher werden allein in Deutschland pro Jahr weggeworfen - 320.000 pro Stunde. Dafür werden laut Deutscher Umwelthilfe 64.000 Tonnen Holz, 29.000 Tonnen Papier, 11.000 Tonnen Kunststoff, 1,5 Milliarden Liter Wasser plus 320 Millionen kWh Energie verbraucht

1050 am oberen Rand verstärkte Becher und die doppelte Anzahl von Deckeln wurden bestellt und am Donnerstag in die neun innerstädtischen Cafe´s verteilt.

Stadtbürgermeister Michael Greiner dankte den Organisatoren, dass sie die Initiative ergriffen haben und der Werbegemeinschaft So-aktuell, die das ganze begleitet und finanziell abgedeckt habe – symbolisch und ideell trugen Stadt und WiföG ihren Obolus dazu bei: „Eine sinnvolle Sache. Im Bahnhofsumfeld oder im Marumpark sieht man die Notwendigkeit“, sagte Greiner, und Ralf Schneberger sah in dem Felke-Cup mit Emanuel Felke und seinen Idealen von Licht, Luft, Wasser und Erde über die Stadtgrenzen hinaus einen symphytischen Werbeträger, sollte der Becher einmal nicht zurückgegeben werden oder als Souvenir Verwendung finden.

Der Austausch untereinander oder eventuelle Nachbestellungen, möglicherweise auch größere Becher, soll kollektiv über E-Mail mit Marianne Goertz und So-aktuell erfolgen, plädierte deren Schatzmeister Armin Scheliga. Bernd Hey.

„COFFEE TO GO“ gibt es jetzt im Pfandbecher: Der Kunde leiht den Becher, zahlt ein Euro Pfand und kann ihn leer und ungespült bei allen teilnehmenden Anbietern zurückgeben. Der Kunde erhält das Pfand zurück. In Bad Sobernheim beteiligen sich die Bäckerei Andrae, Eiscafe` Cortina, Bäckerei Fickinger, Bäckerei Friedrichs im Netto und im Real, Mein Stadtcafe`, Cafe` Heimatglück, die Schatzkammer sowie Cafe`-Konditorei Speh.

Zu den Fotos: Sie alle zogen an einem Strang in die gleiche Richtung: Ab sofort gibt es in neun Bäckereien und Cafe`s in der Felkestadt mit dem neuen Felke-Cup einen umweltschonenden Mehrwegbecher. Ein Euro Pfand erhält der Kunde bei Leergut-Rückgabe voll erstattet