Letzter Akt für Angie: Weiter so? "Das schaffen wir" ---nicht!

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Pünktlich zum Frühlingserwachen ist es amtlich. Weiter so? Weiter so mit Mutti! Ja aber: -- Freude kommt nach der längsten, 167 Tage Regierungsbildung nicht auf. Es müssen wiederholt Leute heiraten, die sich nicht grün sind – paralytisch wie ein Mantra wird die deutsche Margarinereklame „…im Land, wo man gut und gern lebt“ gebetsmühlenartig bemüht. Angezählte Newcomer, "Vernetzte", die im Breitbandausbau total versagten!, Politprotagonisten aus der zweiten Reihe stützen sich gegenseitig und müssen sich ihre Sporen erst noch verdienen. Die Frage muss erlaubt sein. Wer bitteschön ist Svenja Schulze? Wer Franziska Giffey (SPD-Familie) und wer Anja Karliczek (CDU-Bildung)? Und kann sich D gerade in diesen Ministerien solch ein Versagen, Chaos und "Spiegel"-Bild wie in RLP leisten? Werte wie Profil, Rückgrat, Kompetenz? No name, out, nicht mehr gefragt - nur präsenz auf Twitter, Facebook und Co.!

Aber, obacht: Aufgrund der multiplen und verwaisten Baustellen, dem Nichtstun bislang könnten die "Neuen" mit Leichtigkeit so erfolgreich werden, wie keine Regierung jemals zuvor! Im vereinbarten Koalitionsvertrag stehe nix drin, was Land und Leute weiterbringe und selbst die Italiener Matteo Renzi, Berlusconi und Grillo posaunten im Wahlkampf „…so schlecht wie Deutschland stehen wir nicht da“, wetterten internationale Hauptstadt-Journalisten wie etwa vom Politmagazin Cicero Christoph Schwennicke oder Robin Alexander (Die Zeit).

Ich will nicht den Teufel an die Wand malen – kein Politiker-Bashing betreiben. Aber: Es ist fünf nach zwölf. Vieles wird nicht besser, nur weil jede und jeder Profiteur Absichtserklärungen mit grauem Bart so alt wie Methusalem überall wo das Rotlicht einer Kamera blinkt, hineinposaunt und wiederholt. Das System des Turbokapitalismus ist klar: Gewinne werden privatisiert, Kosten sozialisiert, 1,8 Millionen Bedürftige in fast 1000 Tafeln geschickt und 8.000 Pflegekräfte für einen Hungerlohn aus dem Hut und Entwicklungsländern gezaubert. Reiches, armes Deutschland.

Investigativen Journalismus scheuen Lobbyisten und Politiker wie der Teufel das Weihwasser- jeder macht seinen Schnitt, seinen Reibach, die Angst geht um. Ja, der Umsatz der Autoindustrie ist größer als der bundesdeutsche Staatshalt und arbeitsmarktpolitisch riesig – aber: Höchstrichterlich sollen die Diesel-Autofahrer „Abstriche“ und Werteverluste hinnehmen müssen. Hallo? Es ist eben so eine Sache mit der Gerechtigkeit bei Gericht wie auf hoher See…Da bleibt man in Gottes Hand!

„Narren“, Kabarettisten und Komiker haben Hochkonjunktur, decken bittersüß zum x-ten Male grotesken Nonsens auf und wiederholen peinliche Absichtserklärungen der letzten 15 Jahre. Durch Nichtstun wird daraus vorsätzlicher Betrug, denn Schaden wird vom Deutschen Volk nicht abgewendet. Einzig und allein die Bild-Zeitung „regiert“, ist Trendsetter und Taktgeber…

Die geopolitische Lage war nach dem Kalten Krieg nie so prekär und beängstigend wie heute. Putin verspricht das Blaue vom Himmel –Trump zettelt mit „Amerika first“ einen Handelskrieg an, Kriegstreiber morden überall –Bomben auf Kinder, Alte und Zivilisten.

„Wir sind auf einem guten Weg“ – sagt Ursula von der Leyen. Hallo, geht’s noch? Wo lebt die Hochglanz-Schönfärberei-Frau, ein Schelm, wer Böses denkt. Rüstungsindustrie und Wirtschaft boomen wie nie zuvor, ja  – aber: Was hat die Bundeswehr, was haben die Soldaten in Mali und am Hindukusch davon? Wie kann man fremde Länder „befrieden“, wo das Volk Hasch und Kath kaut und sonst nichts zu beißen hat und wo jede Infrastruktur fehlt, Oligarchen, Warlords und Diktatoren das Volk dumm halten, Analphabeten weder lesen noch schreiben können…

Wir sollten vor unserer Haustür kehren, koste es, was es wolle und unseren Laden in Sachen Subventionen, Selbstbedienungsmentalität, Altersarmut und sozial-gefühlte Gerechtigkeit aufräumen, damit die Margarine-Reklame aus Wirtschaftswunderjahren in so einem wirklich reichen Land Sinn macht – das Leben ist viel zu kurz…