Es sieht raulich aus - Schlagzeilen Juni 2013 - Wie das Wetter so die Leut`?

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Schlagzeilen im Juni 2013 - Unternehmer sind in der Regel Leute, die etwas „unternehmen“, Selbstständige sind Menschen, die „selbst ständig“ arbeiten. Es sind Kämpfernaturen- Stehaufmännchen, Optimisten, Macher, Selfmade-Männer und Malocher.

Aber jene Antriebsgeneratoren klagen immer öfter unter ihrer Bürde. Wer hilft ihnen? Wer hilft den Helfern? Zum meteorologischen Sommeranfang gibts Regen, nichts als Regen. Ein Rapport in den ersten Junitagen aus dem Tageszeitungs-Blätterwald ist wie Aprilwetter und gleicht einem Rundumschlag, aber es ist, wie es ist.

Das Hochstetter Autohaus Dinig, wo vier Mal tausende Kinder ein wahres Kinderfestival mit 40 Spielstationen feierten, hat fertig! Schluss. Warum? Alleingelassen? Die wahren Gründe „gehören nicht in die Öffentlichkeit“ –zu intensiv, zuviel Aufwand. Vielleicht zogen sich Sponsoren zurück- wer weiß? Und am Ende ist das Finanzamt noch größter Nutznießer, vermuten die, die es wissen müssen. Schade eigentlich.

Die Veranstaltungsreihe „In Kirn spielt freitags die Musik“ fällt ins Wasser, das Martin Weller-Konzert auf der Kyrburg auch. Schausteller, die Gastronomie, Wirte und Vereine klagen über Wetterkapriolen und mehr als 60 Prozent Umsatzverlust. Sie darben – unternehmerisches Risiko, sagt man dazu. Verluste wohlgemerkt, die in diesem Jahr nie mehr aufzuholen sind, und die Kosten laufen weiter aus dem Ruder. In Bad Kreuznach allein geht’s um 50 Straßencafes. Enorme Umsatzeinbußen auch bei Großveranstaltungen wie beim KH-Automobilsalon. Zu „Happy Mosel“ kamen 1000, erwartet wurden 60.000 Besucher.

Das Traditionslokal Hohe Burg in Bad Sobernheim schließt, die Wollstube am Markt auch. Die Kirner Brauerei hat den Geschäftsführer geschasst, sponsert mangels Masse nach 25 Jahren in der neuen Saison Mainz 05 nicht mehr. Weingüter wollen die SooNahe-Bad Sobernheimer Wein-und Feinschmecker-Kompositionen im Kaisersaal nicht mehr - gestrichen, ein Zusatzgeschäft- die Alarmglocken schrillen…..

In der Felkestadt Bad Sobernheim entbrannte ein monatelanger heißer Disput gegen die Marktplatzschirme, die dort Nurretin Durmus aufspannt. Als er seine Shisha-Raucher-Lounge eröffnete, wurde er ebenfalls mit Paragrafen überzogen und vom Ordnungsamt belehrt. Jedes Mal musste die Eröffnung verschoben werden. „Weil ich Türke bin“ vermutete er süffisant. Nein- kontert die Verwaltung- auch Türken müssten Auflagen und Gesetze erfüllen. Unternehmern werden Steine in den Weg gelegt, sagen die Betroffenen- die Firmen machen was sie wollen, sagen die, die die Hand aufhalten und die Billig-Linie und Geiz ist geil-Brille aufsitzen haben. Unter anderem ging es im hinteren Bereich um eine feuerverzinkte Stahltür- obwohl in dem Raucherlokal zur Großstraße hin zwei Türen offen stehen – und bei 50 Prozent Glasfront  zur Großstraße hin niemals wirklich jemand nur ansatzweise gefährdet werden würde, wenn überhaupt einmal Gäste in dem Lokal sitzen. Solche Amtsschimmel wiehern zunehmend überall. Wenn einmal ein Lokal zu ist, kann es wegen überbordender und draufgesattelter Bestimmungen, Bürokratie und Gesetzen kaum wieder vom Nachfolger eröffnet werden. Gefühlte Repressalien. Vielleicht ist die Hütte zum Jahresende wieder zu – dann aber mit Stahltür.

Bürgerbeteiligung und Transparenz wird von Wahlkampfwürdenträgern propagiert, am 1. Juni 2013 meldeten Tageszeitungen, dass vermehrt Ausschuss- und Ratssitzungen nichtöffentlich hinter verschlossenen Türen statt finden. Ergo sei Mauschelei Tür und Tor geöffnet. Die Bürger verstehen die Geheimniskrämerei um ihre Steuergelder nicht, gerade wenn es um Grundstücke und Personengeschachere geht (siehe Dilemma Nils Pörksen, KH, Rhaunen, Windräder). Allen Unkenrufen zum Trotz über Angela Merkels 28,5? Milliarden-Füllhorn-Ausschüttungsentlastungsdeal für die Bürger als Wahlgeschenk auf Pump mit Ansage wenden sich Bürger und Parteien ab. Sie erntet Spott, das Entrüstungspotential nimmt zu. Aber die Börse steigt und das Privatvermögen nimmt zu - Augen zu und durch.

„Frankreich am Tropf“, „Zahl der Raubüberfälle in der Region drastisch gestiegen“, „Zucker-Preisabsprachen weiten sich aus“, „vier Lebensmittelkonzerne beherrschen 85 % Marktanteile“, „Drohnenfiasko“, „Blockupy  gegen EU-Finanzpolitik“, „Oettinger: Europa ist Sanierungsfall“, „Bayrischer Landtagsabgeordnete beschäftigen minderjährige Stiefsöhne“ zeitgleich über die Nachrichtenticker.

Die Globus-Handelshofkette bricht aus der Tarifautonomie aus. Jeder Handwerksmeister, der unsinnige Handwerkskammer-Pflichtbeiträge, wohlgemerkt nach Höhe seines Umsatzes! zahlen muss, ist arm dran, mit dem Klammerbeutel gepudert, ihm geht das Messer in der Tasche auf. Aber er kann nicht anders, es besteht Beitragspflicht. Demgegenüber steht überhaupt keine messbare und geldwerte Leistung. Außer Hochglanzbroschüren, überteuerte  Lehrgangsangebote die keiner braucht, nichtssagende Zeitungskonkurrenzheftchen, Bauchpinseleien- die sich durch betriebliche Werbung gegenfinanziert, und auch dabei wird der Rahm von der HWK abgeschröpft. Bekanntlich sind Gerichtsklagen gegen deren Ex-Chef Podzun, gegen den VdK-Chef Peifer, gegen Ex Finanzminister Deubel, gegen Ex Landeschef Böhr, etc., etc...anhängig.


Immer mehr schließen!

Schirmständer vor Eisdiele

Schlagzeilen am 1.Juni 2013

Shischa Bar

Corpus Delicti Metallica