Bei "Shorty" denken alle an den legendären Schinderhannes!

Kategorie: VG Kirn-Land, Bärenbach

 

WO SCHINDERHANNES ZUR LEHRE GING WIRD GEROCKT UND MUSIK GEMACHT: "SHORTY" ERÖFFNET MIT "Can Guru" SAISON

NOV. 2010-BÄRENBACH. Shortys“ erstes Konzert nach der halbjährigen Sommerpause mit der Band „Can Gurus“ begann gemächlich, aber noch vor Mitternacht ging die Post ab: „Shorty“ Ralph Winkler (59) ist am umkrempeln und modernisieren, schließlich feiert der gebürtige Kölner ab November sein 25-Jähriges in Bärenbach. Das Gasthaus Rothenberg sei doch in die Jahre gekommen und habe schon so manche kommen und gehen sehen. Kein Wunder, denn bekanntlich ging hier „Schinderhannes“ Johannes Bückler bei Wasenmeister Matthias Nagel in die Lehre, und der Tanzsaal war seit Generationen Ortsmittelpunkt. Diese traditionsreiche und historische Stätte versprühe einen ganz besonders urigen Charme: „Wo gibt’s das noch, dass man unter Nato-olivgrünen Tarnnetzen neben Holzscheiden am Bullerjan- Ofen spielt“, und es sich im Sessel bequem machen kann? fragen sie. Shorty sei „der letzte Einzelkämpfer in Wald und Flur“ loben die Gäste aus dem Hessischen und sprechen auf das Hahnenbach- Festival an, wo er Mitveranstalter ist. Dies vermisse man in der handgemachten Musikszene, originelle urbane Szenekneipen mit Lifemusik seien rar, war sich die Band aus der Gegend um Dieburg und Darmstadt einig. Viel „Frauenpower“ versprühte Drumerin Carmen Knöll an der „Schießbude“, und die gebürtige Australierin Sue Ferrers mit Fidel kostete ihre melodische Dominanz bei irisch angehauchtem Folk- Rock oder Interpretationen aus dem afro-arabisch-karibischen Raum voll aus. Seit Sommer spielt Andreas Ecker zum halben Dutzend Gitarren auch Ziehharmonika. Wie Gitarrist Steffen Ruther oder Bassist Achim Bender aus Eppenbrunn im Pfälzer Wald leben alle ihre Musik, pflegen Traditionen, und sind vom Ambiente ebenso wie von „Shortys“ Reispfanne fasziniert. „Der Mischmasch ist genau so klasse wie unsere Musik“, sind alle überzeugt. Auch bei der Bärenbacher 800-Jahrfeier vor zwei Jahren gestalteten sie zwischen den Schinderhannes- Aufführungen das musikalische Rahmenprogramm. Was und wie hoch die Gage ist, sei absolut zweitrangig. Alle haben sie ihr Auskommen, sind Erzieher, Sozialpädagoge, Computerspezialist, Lehrer, Metaller und Jugendarbeiter, oder geben Musikunterricht. Mit verschiedenen Bands traten sie schon mehrfach an dieser Kultstätte auf. Das Musikrepertoire stammt aus dem Folk, Rock, Pop oder Reggae ist völlig unkompliziert, temporeich  und lädt schnell zum harmonischen Tanzen ein. Viele ihrer Stücke sind eingängig mit Harmoniegesang und Refrain. Es wogt hin und her, das „Feedback“ zum Publikum wird mit witzigen Ansagen gesucht und kommt von Herzen und ganz tief unten. Ihr Bandname „Can Gurus“ sei reines Wortspiel, „Prager Frühling“ oder „Pop-Robelli“ hießen einige ihrer Bands vorher.  In „Shortys- Szenekneipe“ ging es spät los. Zusehends füllte es sich, denn die Bärenbacher Kultstätte hat sein festes Publikum.  


Can Gurus bei Shorty

Irre und coole Typen