Barfußpfad-Pächter sagte nach drei Jahren leise Servus...

Kategorie: Bad Sobernheim, Lokale News an Nahe und Glan, Leute nebenan, Lifestyle, Essen & Trinken, Highlights

Von: Fotos: Sebastian Schmitt / Bernd Hey

Fotos UNTEN Textende. Bad Sobernheim. Der am 25. September 1992 eingeweihte felkestädtische Barfußpfad ist Publikumsmagnet und einzigartige Erfolgsstory. Nach den vor Jahresfrist begonnenen Sanierungs- und Modernisierungsumbau im „Naherholungspark Ost“ liegt das paradiesische Areal tipptopp so gepflegt und touristisch einladend da, wie nie zuvor. Aber: Nach drei Jahren haben Arnd und Christian Stilgenbauer als Pächter des dortigen Nahe-Gartens signalisiert, den bestehenden Vertrag mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft („WiföG“) der VG-Bad Sobernheim nicht verlängern zu wollen.

Diese Meldung bestätigte Cristian Stilgenbauer, aber; „Gekündigt haben wir nicht. Wir haben unseren Vertrag erfüllt - nur nicht verlängert“, darauf legt er großen Wert. Er selbst habe in diesem frühen Stadium und im laufenden Betrieb diese Nachricht nicht lanciert und an die große Glocke hängen wollen, sagte er auf gezielte Nachfrage. Monetäre Gründe seien nicht ausschlaggebend gewesen, einzig der Familienverbund mit ihm, Schwester Anne Zerfaß und den Eltern Arnd und Iris Stilgenbauer könne dies nicht mehr leisten. Nichtsdestotrotz schlug diese Nachricht in der Felkestadt hohe Wellen und war Stadtgespräch bei den Feierabendbiertrinker am Brauhaus – dessen „Konkurrenz“ dem Nahe-Garten nicht förderlich scheint, wie Insider und Kenner der Kneipenkultur in der Felkestadt zu Protokoll gaben und vermuten lassen.

„Schon vor der Eröffnung der Barfußsaison am 1. Mai bis voraussichtlich 3. Oktober haben wir von morgens neun bis abends 20 Uhr, 7 Tage die Woche, ganz viel Zeit und Herzblut reingehängt“, sagt Christian Stilgenbauer, insofern schwinge doch auch  Wehmut mit, wenn diese Ära zu Ende geht.

Bei der 27. Saisoneröffnung am 1. Mai ´18 blickte das Team noch voller Zuversicht nach vorne, Stilgenbauer berichtete vom Familienverbund und zeitweise 15 Mitarbeitern, die es braucht, wenn „man an Spitzentagen 3.000 Leute durchschleusen muss“, sagte er. „Dieses Jahr ist unsere beste Saison, aber genaue Zahlen stehen erst am Ende fest – 80- bis 85.000 Besucher waren es 2016 und 2017, witterungsbedingt keine Rekordjahre – die Nahe, „die Wilde“, kam beinahe in den Nahe-Garten. Vor drei Jahren kam der heute 36-jährige gebürtige Bad Sobernheimer und gelernte Umweltwissenschaftler aus München „aus der großen weiten Welt“ an die Nahe zurück und stellte sein Familienkonzept mit Gastronomie und Bewirtung des Nahe-Gartens und den kommissarischen Betrieb des Kassenhäuschen für die VG vor. In dieser Zeit war Christian Stilgenbauer weiter freiberuflich tätig und arbeitet auch künftig für ein Unternehmen, das in Afrika Solaranlagen baut.

In jedem Falle wolle er dem neuen Nachfolgeteam mit Rat und Tat zur Seite stehen, so, wie er dies von der Familie Grübel erfahren durfte, dies habe er dem Verpächter ausdrücklich zugesagt, informierte Christian Stilgenbauer.


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Der Barfußpfad

Nahe-Hit -2017