Dioxin-Skandal - Schuldig kann auch werden, wer bewusst wegschaut!

Kategorie: Lokale News an Nahe und Glan, Bernd Hey: Meine Meinung

 

Betrifft: Dioxin-Skandal. Auf ein Neues! Natürlich muss man nicht zu jedem Skandal seien Senf dazu beigeben. Alles spielt verrückt. Jeder noch so (un-) bedeutende Wissens- und Würdenträger versucht sich als Experte zu profilieren, indem er so tut, als ob er Qualifiziertes in die Diskussion einbringen könnte. Thilo Bode von "foodwatch" sagte dem SWR: "Die Verbraucher sind arme Schweine. Die Bundesregierung eiert rum, kuscht, und schützt die Verbraucher nicht, -ein Skandal!".  Es ist keinesfalls in Ordnung, dass Dioxin-Fett ins Tierfutter und damit in die Nahrungskette gelangt. Mag es noch so wenig sein. Vielmehr sollte man sachlich klären, wie es zu der Verfehlung kam, hart und schnell den Strafrahmen ausschöpfen und publik machen, um solchen kriminellen Machenschaften das Handwerk zu legen. „Lebensmittel“ sind L e b e n s m i t t e l, Mittel zum Leben, wird jedem, der Nahrungsmittel produziert  und in Verkehr bringt, eingetrichtert. Aber darum geht es ja in Wirklichkeit nicht mehr. Solange Lobbyisten das Sagen haben und die Industrie künstliche Aromen, Käse ohne Milch, Gammelfleisch und Klebeschinken produziert und manipuliert, solange aufgrund Profitgier die einfachste Ampelkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen ablehnt wird, solange bundesweit 1.500 Lebensmittelkontrolleure fehlen, und solange Lebensmittel diesen Namen längst nicht mehr verdienen und Katzenfutter appetitlicher und teurer angepriesen wird, solange muss Otto Normalverbraucher, Hinz und Kunz und Lieschen Müller mit den Skandalen industrieller Produktion leben: Politisch-gesellschaftlich gewollt. Weihnachten habe ich mich selbst wieder blenden lassen und geekelt, gefrorenes Speiseeis lose im Pappkarton gekauft, Pfui! Wer genehmigt so etwas? Das Ausland lacht über uns. China nimmt Deutschland kein (Dioxin-) Schweineflisch mehr ab und verhängt wie viele Staaten Einfuhrstopp. Zur Erinnerung: Am türkischen! Strand kann man bei 40 Grad im Schatten ein leckeres Eis in Schutzfolie und Alupack zum halben Preis wie hier bei uns essen. Aber solange deutsche Landwirte aus Brüssel subventioniert werden, egal ob sie ernten oder nicht, und für ihre Erzeugnisse nicht gerecht entlohnt werden, solange ein Liter Milch so wenig kostet und der Fiskus an einem Päckchen Zigaretten so viel verdient, finden Kontrollen an Grenzen und Flughäfen statt. Solange der Verbraucher als „König Kunde“ an der Ladentheke sich von Werbung blenden und ein X für ein U vormachen lässt und so wenig bezahlen will, werden die Skandale nicht weniger. Die gab es zu allen Zeiten- zunehmend steckt kriminelle Energie dahinter. Durch Aktionismus wird das Problem vertuscht, an die Staatsanwaltschaft verwiesen – und wie beim Hase-Igel-Spiel bis zum nächsten Skandal vertagt....


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