Streitkultur: Investigativer Journalismus soll Grüne das Fürchten lehren?

Kategorie: Lokale News an Nahe und Glan, Bernd Hey: Meine Meinung, Bad Sobernheim

 

50 Jahr-Feier der Asklepios Katharina Schroth-Klinik in Bad Sobernheim: „Betreiben Sie investigativen Journalismus oder schreiben sie nur so?“ wollte ein vom Scheitel bis zur Sohle tiptop gestylter Grandseigneur im graumelierten Haar und mit den besten Umgangsformen wissen. „Nur so…“ war meine lapidare Antwort, die mein Gegenüber zutiefst verärgerte, „…ich soll nur über den Festakt heute berichten“. Der kleine drahtige Herr hakte nach und redete sich in Rage: „Unmöglich, diese „Grünen“, und die Hysterie der Deutschen!“ Als die Asklepios-Klinik Mitte der 1990-er Jahre im Nachtigallental vor dem Freilichtmuseum gebaut wurde, seien die „Grünen“ Sturm gelaufen und hätten den Untergang des Abendlandes gepredigt… Heute sehe man den Neubau noch nicht einmal, wenn man davor stehe. Asklepios sei mit der Natur verschmolzen und eine einzigartige Erfolgsstory! 50.000 Übernachtungen, 2000 Patienten im Jahr mit Durchschnittsalter von 14,5 Jahren werden von 140 qualifizierten Mitarbeitern gesundheitlich betreut und ihre Skoliose konservativ ohne chirurgische Eingriffe quasi als „Weltmarktführer“ erfolgreich behandelt. Wir sollten stolz darauf sein!, sagte er, aber: „Die Deutschen verfallen den `Grünen` in Hysterie. Die sagen ganz offen, dass sie froh sind, dass Fukushima hochgegangen ist. Das ist grotesk hoch 3, wir brauchen mehr investigativen Journalismus“. Der Senior schimpfte wie ein Rohrspatz auf „n-tv“: Nur Katastrophen- kein Inhalt. Soll das unsere Zukunft sein?

Es kam zum verbalen „Schlagabtausch“: Wenn ich schon nicht wie Günter Wallraff „investigativ“, Inkognito und Undercover der Feierstunde beiwohnte, wollte ich doch Volkes Stimme und parteistrategisch frei von idealistisch geprägten Zwängen vortragen:  Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher wollen keine Horrorszenarien wie die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, SuperGAU´s der Kernkraftwerke oder wie Streichhölzer umknickende Strommasten bei uns in Deutschland trotz horrender Energieabzocke weniger Monopolisten. Die Bürger sind maßlos enttäuscht von „kleiner Leute Abzocke und `weiter so`“ der studierten Physik-Kanzlerin und schon gar keiner braucht Volksverdummer, Faulenzer und Betrüger wie Esther Silvana Koch-Mehrin. 99 Prozent der Bürger steht`s Oberkante Unterlippe der Köhlers, Westerwelles,  Hombachers oder von Eliten wie „Staatsministerin“ Cornelia Pieper; - immer mehr Bundesbürger fordern wie in Möllemanns Zeiten  „mehr Fallschirme“. Und wenn Frau von der Leyen staatstragend Krümmelcher im Cent-Bereich, „Peanuts“, so ungern wie aus ihrem eigenen Portemonnaie verteilt, sei ihr gesagt: Zuerst das Essen den Kindern reichen! Nicht vorher schon polemisch diffamieren, „Hartz IV Eltern können ja auch Mietanträge“ ausfüllen… Verfehlte Politik addiert sich eben und das Ehrenamt kennt Grenzen. Die Mehr-Klassen-Gesellschaft lässt sich in Deutschland auch nicht wegreden! Solange Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden, erleidet die Politik Schiffbruch. Im Volksjargon heißt das zu Recht: „Die da Oben stopfen sich die Taschen voll- die Schere klafft auseinander!“. Niemals werden Griechen die Milliarden je zurückzahlen können, Iren und Portugiesen… -alle nicht, aber wir bürgen. Das fatale daran: Jeder weiß es, jeder kannte die Trickserei, alle fahren mit Karacho und Vollgas den Berg hinab gegen die Wand! Vielleicht kommen ja die Amis noch dazu und fahren mit? Jetzt laufen den „Etablierten“ die Stammwähler weg. Auch ich bin wie Hunderttausende erhobenen Hauptes von der Fahne gegangen, weil die Liste paradoxer Mehrfachbesteuerung immer länger wurde. Wenn ein Handwerksbetrieb den Pflichtbeitrag! -ohne Gegenleistung- an die Handwerkskammer, an die Kreishandwerkerschaft und an die Innung zahlt, ist der Reibbach futsch. Lobbyismus macht Deutschland zur Bananenrepublik. „Grüne“ Ideen hätten längst umgesetzt werden müssen- Hysterie hin oder her. Subventionierte Landwirtschaft zeigt die Ohnmacht des Staates, stillgelegte Flächen müssten seit Jahrzehnten energieerzeugend und gewinnbringend genutzt werden. Stilllegungsprämie? Geld für Nix? Ein Skandal sondergleichen, und doch nur ein Beispiel.

„So kann man das nicht alles sehen!“, widerspricht dann das felkestädtische CDU-Urgestein Alfred Peeters in allen Punkten resignierend. Das wollte der Diplom-Kaufmann ja nicht hören. Jedenfalls sah man seinem strahlenden Lächeln an, dass er kein Kaufhaus mehr betreiben und sich nicht mehr mit der Tagespolitik seiner Partei herumschlagen muss….


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