Kunst und Kultur haben in Kirn eine Bleibe - Über 3000 Gemälde & Unikate!

Kategorie: Kunst und Kultur, Lokale News an Nahe und Glan, Kirn

 

Weitere 56 Bilder, Gemälde, Zeichnungen und Skizzen der Brust-Stifung übergeben

>>FOTOS UNTEN<< Kirn. 56 weitere Werke des Kirn-Sulzbacher Malers und Grafiker Karlheinz Brust (80) sind in der „Galerie Rathaus“ unter dem Thema „Sehen, Erleben- meine Philosophie“ ausgestellt. Zwischen 1973 und 2005 entstanden diese Werke und werden in der Karlheinz- Brust- Stiftung der Stadt Kirn ihre Bleibe finden. Die Vernissage mit Sektempfang wurde musikalisch von der  Musikschule Kirn-Meisenheim-Bad Sobernheim mit Gitarrenklängen von Eva Greber, Jan Jakut und Sian Brumm umrahmt. Dicht gedrängt standen die Besucher, es war der vierte „Bilderwechsel“ zugunsten der Stiftung mit Werken von Brust: „Kirn ist der Kunst schon lange zur Heimat geworden. In unserer vorbildlichen Einrichtung „Galerie Rathaus“ mit offenen Türen machen wir Kunst erlebbar“, rief Wagner aus. Damit gehe Kirn einen ungewöhnlichen Weg. Auch europäische Kunstschaffende fänden sich auf den Fluren und in den Büros des Rathauses wieder, wo Bürger und Künstler zueinander finden, und wo Kunst unmittelbar und ohne Hemmschwelle betrachtet, diskutiert, angenommen oder abgelehnt werden könne, sagte Wagner. Karlheinz Brust selbst sei Initiator und Motor der heimischen Kunstszene gewesen und stelle sein Lebenswerk den Bürgern zur Verfügung. Alle Bilder in seinem Atelier sind mit Untermalung klassischer Musik entstanden, sein Wirken und seine Schaffenskraft scheinen schier unerschöpflich. Daher habe die Stadt eine Stiftung errichtet, um sie in der „Galerie Rathaus“ der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich zu machen. Die Laudatio hielt Dagmar Wehle aus Idar-Oberstein, Mitglied in der Autorengruppe Obere Nahe und Literaturpreisträgerin der Lesung „Leben am Fluss“. Sie besprach das 1980 entstandene Werk in Tusche-Acryl-Technik „Die Stunde der Entscheidung“ und „Es gibt eine Zukunft“ (1992). In Letzterem seien künstlerisch meisterhaft die Metapher für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft integriert: „Ja, es gibt eine Zukunft und daran lässt Karlheinz Brust uns alle teilhaben“, ohnehin dürfe man seine Werke nicht oberflächlich betrachten, sondern müsse sie mit dem Herzen sehen. In der Stiftung würden sie umsorgt, behütet und gepflegt, geliebt, und sie seien gut aufgehoben. Diesen Eindruck einer gelungenen Symbiose nahmen auch die Besucher mit. Fred Leich, Agnes Gewehr und Fritz Wittko erhielten Beifall für die optimale Präsentation der Vernissage, die zu einer Feierstunde wurde. Karlheinz Brust dankte der Stiftung und schmunzelte zufrieden. Er erzählte wahre Episoden und Anekdoten, als seine Bilder in die Ferne schweiften und auf weite Reisen bis Alicante gingen, und schier unüberwindbare Grenzkontrollen passieren mussten. Ganz stolz war Fritz Wagner von der Karlheinz-Brust-Stiftung: Neben den im Laufe der Jahre angesammelten eigenen Kunstwerken, mit denen der Eichenauer Stiftung, und von Karlheinz Brust verfüge die Stadt nun über 3000 Gemälde, Zeichnungen und Kunstwerke.

 


Dagmar Wehle, Wagner & Brust

Die Musikschule umrahmte

Viele kamen in die "Galerie Rathaus"

Lisa Reich, Brust, Wehle (v.li.)

"Stunde der Entscheidung"