1. Geburtshaus in RLP wird 10 Jahre - Nicht einfach - Edith Ludwig sehr stolz

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Fotos unten anklicken! Bad Sobernheim. Weithin ist ein Klapperstorch im Bad Sobernheimer Geburtshaus an der Staudernheimer Straße sichtbar: Vielleicht hatte es deshalb der kleine Enrico Hübner aus Limbach so eilig und setzte im Audi seiner Eltern Sylvia und Helmut Hübner am 8. September 2003 um 21.22 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Geburtshaus zu einer blitzsauberen Notlandung an. Der Bub war quietschvergnügt und auch die Eltern haben sich wieder erholt! „Sonne, Mond und Sterne“ heißt das erste und einzige rheinland-pfälzische Geburtshaus in Bad Sobernheim, das am 23. Oktober 2011 seinen zehnten Geburtstag feiert. Darauf ist Edith Ludwig mit ihren drei Mädels sehr stolz. „Am Anfang war es sehr schwer, aber nun haben wir uns etabliert und einen guten Ruf erarbeitet“, blickt sie zurück und hätte sich damals doch etwas mehr Unterstützung gewünscht. Von 1975 bis 1983 hat Edith Ludwig in einer großen Berliner Klinik mit fast 3000 Geburten im Jahr den Hebammenberuf von der Pike auf erlernt. Mitte der 1990-er Jahre wollte Kinderarzt Dr. Rainer Lauf  in der Nähe seiner Praxis für die Schneppenbacher Mutter dreier Töchter ein kleines Geburtshäuschen einrichten, aber mit dem Umzug der Katharina-Schroth-Klinik vor 15 Jahren ins Nachtigallental wurden räumliche Kapazitäten in der Staudernheimer Straße frei, und gezielt umgebaut. Ein Glücksfall, sagen die Ludwigs. Vorsorge ist das Ressort von Tochter Meike (29), Schwester Hanna (26) ist gelernte Kinderkrankenschwester und arbeite bei der Ökumenischen Sozialstation. „Ich habe auf ganz normalem Wege drei Kinder geboren und bin froh, dass ich das bewusst erleben durfte“.   Werdenden Müttern dabei behilflich zu sein, und viel Zeit in die Vorbereitung zu investieren, dafür stehen die Ludwigs im einzigen, landesweiten Geburtshaus in der Felkestadt. „Frauen in der Partnerschaft reagieren sehr sensibel und wollen, dass auch wirklich alles in Ordnung ist, was da im Mutterpass geschrieben steht“, sagt die Hebamme Meike, die nebenan in der nahen Soonwaldstraße wohnt. Es sei ganz wichtig, dass Frauen wie früher, ganz konventionell die Geburt erleben: Der Kaiserschnitt dürfe nicht zum Trend werden und sollte ein Noteingriff bleiben, ist klare Ansage. „35 Prozent der Kinder kommen per Kaiserschnitt und gehen dann mit Pampers in die KiTa und später in die Ganztagsschule“, das wollte sie eigentlich nicht, sagte eine Mutter in freudiger Erwartung. Das Angebot ist vielfältig: Infos über Schwangerschaft und Stillen bis hin zu theoretischen Erklärungen und praktische Übungen für die Entspannung, dem besseren Körperbewusstsein, mit wohltuenden Massagen samt Atemübungen, Schwangeren- und Babyschwimmen oder Babymassage wird angeboten. Auch Nachbetreuung und die Rückbildung sind Schwerpunkte im Geburtshaus. Und weil es in der Gruppe mehr Spaß macht, erfreut sich auch der Bauchtanz für Schwangere zur Lockerung der Beckenmuskulatur zunehmend größter Beliebtheit. Wohlfühltage, Fußreflexzonenmassage oder Callanetics runden das breite Angebot ab. „Geplante Hausgeburten sind sicher und kostengünstig“; - der Qualitätsbericht zur außerklinischen Geburt liegt aus und belegt dies mit statistischen Zahlen eindrucksvoll. Bedenken gegenüber Hausgeburten seien völlig unbegründet, schreiben Fachjournale und Dutzende Zuschriften und Fotos dankbarer Mütter mit ihren Neugeborenen sind deutlich sichtbar.

>>Zur natürlichen Geburtsvorbereitung laufen ständig Partnerkurse. An jedem ersten Dienstag im Monat ist um 18 Uhr im Geburtshaus Infoabend angesagt. Weitere Infos: www.geburtshaus-sonne-mond-und-sterne.de


Vier nette Mamas in freudiger Erwartung

Edith und Meike Ludig mit Hörrohr

Geburt in Meisenheim / Hofstadt Krh.

Emily kam am 18.05.2002 Pfingsten

Ein tolles Erlebnis

Enrico war Zeitungsstar