Vorbei die Null-Bock-Zeit: 80.000 LongNecks, süffiges Schinderhannes-Bock im 4.Jahr - Kernabsatz liegt 70 km um den Schornstein: Besser als Bio&Öko zusammen

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Fotos unten: Kirn. „O-zapft is- die Null-Bock-Zeit ist vorbei!“: Nach einer Betriebsbesichtigung war am 23. Oktober  gegen 17 Uhr soweit: 25 Gewinner eines Preisausschreibens und deren Angehörige durften als erste im vollbesetzten Braustübchen der Kirner Privatbrauerei frisch gezapftes Kirner Schinderhannes-Bockbier probieren, das ihnen Braumeister Bernd Mayr, Geschäftsführer Peter Dietz, Friedrich Wilhelm und der diplomierte Braumeister und Betriebsleiter Ulrich Lamberth kredenzten und ausschenkten. Kirner Bockbier als elfte regionale Bierspezialität der Kirner Privatbrauerei für die kalte Jahreszeit mit einem höheren Alkoholgehalt werde mit viel Liebe und Herzblut als fünfte Zutat gebraut, gerieten die Macher und Brauer ins Schwärmen. Schinderhannes-Bockbier aus Kirn ist limitiert und gibt es zum vierten Mal in Folge: Einige Fässchen und 80.000 Flaschen wurden abgefüllt; - ab 2. November ist Verkaufsstart in Handel und Gastronomie.

Früher brauten die Kirner schon einmal Bockbier, das dann infolge neuer Sorten wie beispielsweise dem „Kirner 1798“ eingestellt wurde. Vor drei Jahren führte der damals neue Geschäftsführer Peter Dietz das Bockbier wieder ein und erlebte sein „Blaues Wunder“. Die Kasten waren in Windeseile weg, so eine Nachfrage habe er noch nie erlebt. Nun wurden Fässchen und fast 2000 Kasten, über 80.000 Flaschen abgefüllt. Verkaufsstart in Handel und Gastronomie ist am 2. November, angeboten wird das limitierte Produkt im 24-er Mehrweg Kasten in 0,33 Liter Longneck- Flaschen und im sechser Tragepack.

Es dampfte und zischte an der Abfüllanlage, als Marketingstratege Friedrich Wilhelm und Geschäftsführer  Peter Dietz nach dem Rechten schauten. Ein Starkbier wird mit einem höheren Stammwürzegehalt als ein normales Voll- oder Schankbier eingebraut. Die Maische ist dickflüssiger, da weniger Wasser hinzugegeben wird. Nach der Einführung 2008 heißt das Produkt seit 2009 „Schinderhannes Bock“. Die helle Bierspezialität sei relativ „schlank und abgerundet im Geschmack“ und komme optisch mit seiner Bernsteinfarbe nah ans Pils, erklärte Wilhelm. Eine längere Lagerung, höherer Malzanteil und dadurch eine dunklere Farbe, höhere Stammwürze und höherer Alkoholgehalt sowie eine längere Lagerzeit zeichnen dieses im Charakter vollmundige Produkt mit feinherbem Hopfenaroma bei einer Stammwürze von 16,8 Prozent und einem Alkoholgehalt von 7,1 % Volumen aus. „Schinderhannes Bock hält sich länger, aber es hält nicht lange“ sind „die Macher“ überzeugt, weil es eben auf den Verbraucher abgestimmt sei und ideal in die Jahreszeit zu Wildgerichten oder Spanferkel, Lebkuchen, Spekulatius oder Zimtwaffeln passe.

Saisonale Highlights, kleinere Gebinde oder limitierte Spezialbiere und –abfüllungen liegen absolut voll im Trend der Zeit, bekräftigte Peter Dietz, daher habe man 2011 mit dem Landbier eine weitere regionale Brauspezialität am Markt etabliert. Die Kirner Privatbrauerei in achter Generation seit 1798 mit drei diplomierten Braumeistern und weiteren Brauspezialisten sei als regionale Braustätte handwerklich feinster Bierspezialitäten auf dem besten Weg. Gerade beim Bockbier sei die Handwerkskunst der Brauer gefragt, absolut höchste Qualität der Rohstoffe sind nach dem deutschen Reinheitsgebot dieselben, jedoch habe die Kirner Brauerei die Möglichkeit, kleinste und limitierte Mengen herzustellen und wolle diesen erfolgreichen Weg weiter fortsetzen. 70 Kilometer um den Schornstein ist das Kerngeschäft mit regionalen Zutaten, und dies bezeichnete Friedrich Wilhelm „besser als Bio oder Öko“.


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